Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7493  

 
 
Betreff: Sportentwicklung in Farmsen-Berne zusammendenken
Antrag der CDU-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Fachamt Sozialraummanagement Beteiligt:Interner Service
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
02.05.2019 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne überwiesen   
Hauptausschuss
12.08.2019 
Sitzung des Hauptausschusses überwiesen   
Ausschuss für Haushalt, Sport und Kultur
10.09.2019 
Sitzung des Ausschusses für Haushalt, Sport und Kultur zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

-          Der Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne hat die Vorlage in seiner Sitzung am 02.05.2019 zur weiteren Beratung einstimmig in den Hauptausschuss der neuen Legislaturperiode überwiesen.

 

Die Bevölkerungszahl der Stadtteile Farmsen und Berne wächst in der kommenden Dekade weiter stark an. Im Zuge dieser Entwicklung muss auch die soziale sowie sportliche Infrastruktur mitwachsen.

 

Derzeit gibt es verschiedene Forderungen und Planungen in Bezug auf die Sportinfrastruktur in den beiden Stadtteilen. So wird seit langem der Neubau einer Multifunktionssporthalle (Drei-Feld-Halle) durch alle Akteure vor Ort gefordert. Darüber hinaus steht das Schwimmbecken des Berufsföderungswerkes vor einer größeren Umwandlung. Hinzu kommt die Forderung die Schulen im Bereich Neusurenland endlich auch mit einem vernünftigen Sportplatz auszustatten.

 

In diesem Zusammenhang wurde die ehemalige Sportfläche des Post SV per Vertrag an die Mieter- und Wohnungsbaugenossenschaft Farmsen (MGF) vergeben. Dieser Vertrag sieht laut Stadt Bauoptionen für rund 800 Wohnungen vor und lässt bis Sommer 2019 ein Gutachten erstellen, um die genauen Kosten der Altlastensanierung zu ermitteln. Bisherige Schätzungen gehen von 40 Millionen Euro aus.

 

Vor diesem Hintergrund sollten die verschiedenen Entwicklungen zusammen gedacht werden. So stellt sich die Frage, ob nicht beim Neusurenland ein „Sportpark Farmsen“ entwickelt werden kann, der die vorhandene Sportinfrastruktur bestehend aus Strandbad und BMX-Bahn sowie eine neue mögliche Nutzung bestehend aus Schwimmbad, Multifunktionshalle und (Schul-)Sportplatz klug vernetzt und verbindet.

 

Dies würde die Sportinfrastruktur in den Stadtteilen zusammenfassen und hätte u.U. Vorteile erstens, für die direkt angrenzenden Schulen, die neue Schulsport-Angebote mit kurzen Wegen etablieren könnten. Zweitens für die Sportvereine, die bisher schon, ohne den massiven Zuzug von Neubürgern an die Grenzen der Sportinfrastruktur stoßen. Drittens, die Senkung der Bau- und Betriebskosten durch gemeinsame Nutzung von technischen Anlagen, Personal, Parkplätzen, Fahrradstellplätze und Gebäudeteilen. Viertens, einen schonenden Umgang mit wertvollen Flächen und ggf. weniger Versiegelung, insbesondere dann, wenn es die Möglichkeit gibt eine „vertikale Sportanlage“, d.h. eine Stapelung z.B. von Schwimmbad und Sporthalle, zu entwickeln. Fünftens, ließe der Neubau des Schwimmbeckens im Bereich Neusurenland auch eine höhere Nachverdichtung im Bereich des Berufsföderungswerkes zu, wodurch u.U. ein höherer Mitfinanzierungsanteil durch den Vorhabenträger möglich wird. Und sechstens kann ggf. ein phasenweiser Bau des Lehrschwimmbeckens, wie u.a. in den Drs. 20-6970.1 und 20-7444 einstimmig beschlossen, im Gegensatz zum jetzigen Planungsstand umgesetzt werden, so dass die bisherigen Nutzer nicht unter jahrelangen Einschränkungen leiden müssen, sondern Sport- wie Integrationsangebote erhalten bleiben.

 

In diesem Sinne wäre das Zusammenführen der verschiedenen Entwicklungen in einem Sportpark Farmsen ein bestes Beispiel für den Hamburger Active City Gedanken.

 


Petitum/Beschluss:

 

Die Verwaltung wird gebeten,

  1. zu prüfen wie die unterschiedlichen Entwicklungen im Bereich der Sportinfrastruktur in einem „Sportpark Farmsen“ zusammengeführt werden können und ggf. Gespräche mit allen Beteiligten darüber aufzunehmen.
  2. den Ausschuss für Soziales und Bildung regelmäßig über die Ergebnisse zu informieren.

 

Der Regionalausschuss möge beschließen:

 

  1. Der Regionalausschuss bekräftigt die bisherigen Beschlüsse zur Qualität des Ersatzbaus des Lehrschwimmbeckens wie in den Drs. 20-6970.1 und 20-7444 dargelegt. Diese sind auch an einem neuen Standort zu realisieren.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n