Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7198.2  

 
 
Betreff: Landwirtschaftliche Flächen im Bezirk Wandsbek
Beantwortetes Auskunftsersuchen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
  Bezüglich:
20-7198
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
09.05.2019 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek      

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

      Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek hat den untenstehenden Sachverhalt in seiner Sitzung am 25.03.2019 behandelt und stellt die darin enthaltenen Fragen im Rahmen eines Auskunftsersuchens nach §27 BezVG an die zuständigen Behörden.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seit über 40 Jahren bin ich vom Bio-Landbau überzeugt, als  einen einigermaßen Garant für eine lebenswerte Zukunft von einem Miteinander aller Lebewesen auf unserem Planeten.

 

Kurzgefasst! Seit 2017  gibt es die städtische Initiative Bio-Stadt Hamburg. Ziel: 25 % der landwirtschaftlichen Flächen, sollen bis zum Jahr 2025 ökologisch bewirtschaftet werden.

r Landwirte und Gartenbaubetriebe werden dafür Fördergelder zu Verfügung gestellt, die sich umstellen. Ich wohne im Alstertal.  Immer mehr Flächen fallen dem Wohnungsbau zum Opfer . Das Wohnungen gebaut werden ist wichtig bei dem großen Bedarf. Nur, die Menschen in den Wohnungen brauchen gesunde Lebensmittel zum Essen. Und das sollte möglichst regional vor der Haustür erzeugt werden. Ich bin dankbar, in dieser behüteten Gesellschaft zu leben und brauche momentan keinen Notstand zu befürchten. Aber ,ich rechne immer auch mit dem Schlimmsten. Ich komme aus Nordniedersachsen. Vom Dorf. Dort brauchten die Menschen auch im Krieg nicht Hungern. Was nützen uns Digitalisierung, gute Gehälter, Kultur usw. wenn nicht genügend gesundes Essen da ist. Also, ich habe folgende Fragen:

 

 

Antwort der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation        26.04.2019

 

1.Wie groß sind die landwirtschaftlichen Flächen im Bezirk Wandsbek?

 

Gemäß der von der BWVI vorgenommenen Auswertung beträgt die Agrarfläche im Bezirk Wandsbek ca. 2.540 ha.

 

2. Auf wie vielen werden davon Lebensmittel angebaut?

 

Die Art der Nutzung der einzelnen Agrarflächen ist nicht bekannt. Dies gilt insbesondere für Flächen, die sich im Privateigentum befinden. Auch wenn die Nutzungsart einer Fläche bekannt ist, lässt sich hieraus nicht immer schließen, ob die Nutzung dem Anbau von Lebensmitteln dient. So kann etwa der Anbau von Raps dem Lebensmittel-Anbau, aber auch der Energiegewinnung dienen.

 

3. Wie groß ist der Anteil der Bio-Betriebe?

 

Zehn ökologisch wirtschaftende Betriebe der Landwirtschaft und des Gartenbaus haben im Bezirk Wandsbek ihren Betriebssitz. Insgesamt bewirtschaften diese Betriebe rund 537 ha Ökofläche in Hamburg.

 

4. Wie viele Betriebe haben sich in den letzten 2 Jahren umgestellt.

 

In den beiden letzten Jahren hat kein Betrieb neu umgestellt.

 

5. Wie viel wird dafür getan, dass landwirtschaftliche Flächen geschützt werden und die Pacht sich nicht immer erhöht?( Beispiel: rtnerhof am Stüffel, der sehr um den Erhalt seiner Flächen bangen muss)

 

Auf Grund der großen Resonanz in Bayern, auf  das Artensterben aufmerksam zu machen, ist es mir wichtig, meinen Beitrag hier vor Ort zu leisten. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass ökologische Bewirtschaftung und Artenerhalt einhergehen. Siehe: Verleihung der Loki-Schmidt-Silberpflanze 2018 und ihre Preisträger.

 

Vielen Dank für Ihre Arbeit für uns Alle. Ich wünsche mir, dass dieses Thema in der Bezirksversammlung auf die Agenda kommt. Auch, wenn es da vielleicht vordergründig viel „wichtigere Themen“ gibt.

 

 

Mit dem Agrarpolitischen Konzept 2020 (siehe Drucksache 20/11525), das im April 2014 verabschiedet wurde, bekennt sich Hamburg zum Fortbestand der Landwirtschaft in Hamburg insgesamt. Der Senat hat die Bedeutung der Agrarwirtschaft für Hamburg herausgestellt und Ziele für eine markt- und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Hamburger Agrarwirtschaft formuliert. Der Landwirtschaft soll dabei größtmögliche Planungssicherheit gewährt werden. Bestandteil des Agrarpolitischen Konzeptes ist es, die ökologische Landwirtschaft in besonderem Maße zu fördern. Hierzu hat der Senat die Richtlinie zur „Einführung und Beibehaltung ökologischer Anbau-verfahren“ aufgelegt, die die konkreten Förderbedingungen definiert.

Ziel des Agrarpolitischen Konzepts ist der Erhalt und die Förderung der Landwirtschaft in Hamburg als Wirtschaftszweig, der insbesondere über die regionale Versorgung der Bevölkerung von Bedeutung ist.

Im Februar 2017 hat der Senat zudem den Hamburger Öko-Aktionsplan 2020 beschlossen, mit dem eine agrar- und wirtschaftspolitische Schwerpunktsetzung verfolgt. Das Angebot der Hamburger Bio-Offensive mit Informations- und Fachveranstaltungen richtet sich auch an die landwirtschaftlichen und gartenbauliche Betriebe in Wandsbek. Zusätzlich werden Betriebschecks zur (unverbindlichen) Prüfung der Umstellungseignung und Umstellungsberatungen angeboten.

 

Die durch das Bürgerschaftliche Ersuchen 21/12340 initiierten Anpassungen der Rahmenbedingungen für das Verwaltungshandeln stellen einen weiteren Beitrag zur Förderung des ökologischen Anbaus und zum Erhalt der ökologischen Qualität der Böden dar.

Etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen in Hamburg befinden sich im Eigentum der FHH. Der Senat verfügt damit im Rahmen der Verpachtung dieser Flächen über ein wirksames Instrument zum Management der Agrarflächen. Dieses Instrument wird für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Agrarwirtschaft genutzt.

Das Pachtzins-Niveau der städtischen Agrarflächen liegt im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld. Die Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Pachtzinsen ist entsprechend dem Niveau der landwirtschaftlichen Einkommenssituation - seit vielen Jahren unverändert.

Die zuständigen Behörden der FHH wirken darauf hin, die Auswirkungen der Flächenkonkurrenz auf die Landwirtschaft so gering wie möglich zu halten und insbesondere Existenzgefährdungen für landwirtschaftliche Betriebe zu verhindern.

 


Anlage/n:

 

keine Anlage/n    

Stammbaum:
20-7198   Landwirtschaftliche Flächen im Bezirk Wandsbek Eingabe   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Eingabe
    Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Anfrage gem. § 27 BezVG
20-7198.2   Landwirtschaftliche Flächen im Bezirk Wandsbek Beantwortetes Auskunftsersuchen   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Antwort zu Anfragen