Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7565  

 
 
Betreff: Die Rote Waldameise in der Hummelsbütteler Feldmark schützen!
Interfraktioneller Antrag der Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, Die Linke und der Liberalen Fraktionsgemeinschaft
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Interner Service Beteiligt:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt
    Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
09.05.2019 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Waldameisen sind nützliche Helfer im Wald. Sie stabilisieren das ökologische Gleichgewicht. Neben ihrer Rolle als Schädlingsbekämpfer und Läusezüchter verbreiten sie die Samen von Pflanzen. Da die Ameisen auch Aas und kranke Tiere fressen, werden sie häufig als „Gesundheitspolizei des Waldes“ bezeichnet.

 

Durch den Abbau von Holz und Laub für den Nestbau tragen sie zudem zur Lockerung des Bodens und Bildung von wertvollem Humus bei. Nicht zuletzt dienen Ameisen als Futter für andere Waldtiere: Ameisen sind Nahrung von Vögeln, Eidechsen, Kröten, kleinen Schlangen und Spinnen.

 

Nach der Bundesartenschutzverordnung sind die Roten Waldameisen und ihre Nester geschützt. Wie stark die Rote Waldameise gefährdet ist, variiert regional. Bundesweit steht sie auf einer Vorwarnliste gefährdeter Arten.

 

Am nördlichen Knick des Flurstückes 21 der Hummelsbütteler Feldmark lebt, so berichtete ein Petent im Hauptausschuss der Bezirksversammlung, ein Ameisenstaat, der durch einen Wander- und Radweg gefährdet sei. Um den Ameisenstaat dauerhaft zu schützen und zu erhalten, sei zügiges Handeln der zuständigen Verwaltung erforderlich.

 

Dies vorausgeschickt möge die Bezirksversammlung folgendes beschließen:

 


Petitum/Beschluss:

 

Verwaltung und zuständige Fachbehörde werden gebeten,

 

  1. zu prüfen, wieweit der vorhandene Wander- und Radweg Richtung Feld verlegt werden muss und kann, um den genannten Ameisenstaat der Roten Waldameise dauerhaft zu schützen, dies umzusetzen oder andere, gleich oder besser geeignete Maßnahmen vorzuschlagen;
  2. zwischen dem verlegten Wanderweg und dem Knick einen Blühstreifen anzulegen, soweit möglich. Dieser soll sowohl  Sichtschutz für den Ameisenhügel als auch Lebensraum und Nahrung für vielzählige andere Insektenarten bieten.
  3. zum Schutz der Ameisen einen Zaun zwischen Wanderweg und Blühstreifen zu errichten;
  4. durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass der Ameisenhügel bei der Knickpflege nicht beschädigt oder zerstört wird;
  5. gegebenenfalls weitere Maßnahmen zum Schutz der Roten Waldameise in der Hummelsbütteler Feldmark zu ergreifen;
  6. den zuständigen Fach- und Regionalausschuss, hilfsweise den Hauptausschuss der über den Fortgang der ergriffenen Maßnahmen zu unterrichten.

 

 


Anlage/n:

 

keine Anlage/n