Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 21-0237  

 
 
Betreff: Umbau anlässlich der Gestaltung der Hasselbrookstraße zu einer Tempo 30-Zone
Eingabe
Status:öffentlichDrucksache-Art:Eingabe
Federführend:Interner Service Beteiligt:Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
16.09.2019 
Sitzung des Hauptausschusses      
Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek
02.10.2019 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek überwiesen   
Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft
30.10.2019 
Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Wirtschaft      

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

-          Der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek hat die Eingabe in seiner Sitzung am 02.10.2019 zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft überwiesen

 

 

Die beigefügte Eingabe liegt der Geschäftsstelle vor (Auszug E-Mail):

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie ich aus dem Nachbarschaftsportal nebenan.de erfahre, ist eine Gestaltung der Hasselbrookstraße zur einer Tempo 30 Zone geplant. Ein Eilbeker Bürger hat dazu von der Verkehrsdirektion folgende Mitteilung erhalten:

 

"Zum Umbau anlässlich der Gestaltung der Hasselbrookstraße zu einer Tempo 30-Zone kann ich Ihnen mitteilen, dass folgende Maßnahmen nach derzeitigem Stand geplant sind:

 

1.) Hasselbrookstraße soll zwischen Landwehr und Hammer Steindamm im Verlauf der Veloroute 7zur Tempo 30-Zone umgebaut werden, mithin gilt dann grundsätzlich die Regelung Rechts vor Links. Ausgenommen ist die Kreuzung Ritterstraße.

 

2.) Der Fahrbahnquerschnitt wird in weiten Teilen auf 5,50m verschmälert.

 

3.) Der Anschluss der Conventstraße wird umgebaut und Rechts vor Links angeschlossen.

 

4.) Die Kreuzungen Hirschkamp (sic!), Peterskampweg, Papenstraße und Friedenstraße werden im Querschnitt in allen Richtungen eingeengt.

 

5.) Im Bereich der Sackgasse der Papenstraße wird die Hasselbrookstraße auf einer Länge von etwa 50 Metern verschwenkt, um das Geschwindigkeitsniveau zu senken.

 

6.) Eine Umsetzung der Maßnahme ist derzeit noch für 2020 beabsichtigt."

 

Von unserem Bürgernahen Beamten erfuhr ich, dass diesen Maßnahmen 50% der Parkplätze in der Hasselbrookstraße zum Opfer fallen werden!

 

Ich begrüße streckenweise eine  30 Tempo Zone in der Hasselbrookstraße, möchte aber in Ihre Entscheidungsfindung folgende Aspekte einfließen lassen:

 

Das geltende Vorfahrtsrecht in der Hasselbrookstraße  auf der gesamten Streckenführung mit Ausnahme der Kreuzung Ritterstraße in Rechts vor Links zu ändern, halte ich für schwierig, denn wie oft erlebe ich an anderen Rechts vor Links Kreuzungen  hier in Eilbek, dass die Vorfahrt ständig missachtet wird und es im schlimmsten Fall zu Unfällen kommt (Beispiel Kreuzung Hirschgraben/Papenstraße).

 

Die ohnehin schon schlechte Parksituation in Eilbek hat sich in den letzten Jahren durch die Nachverdichtung extrem verschlechtert! Die neu gebauten Tiefgaragenplätze reichen nicht aus und wenn durch Zufall einer der Plätze zur Vermietung steht, ist er für Geringverdiener nicht zu bezahlen (100 Euro aufwärts!).  Durch den Zuzug in hochpreisige Eigentumswohnungen beobachte ich, dass Paare und/oder Familien oft zwei Autos besitzen, die natürlich Parkraum benötigen. 

 

Hinzu kommt, dass gerade um den Hasselbrookbahnhof,  Autofahrer die umliegenden Straßen gerne als „Park and Ride“ Platz nutzen. Zeitweilig stehen in der Umgebung auch Autos mehrere Wochen, da die Anbindung  der S-Bahn zum Flughafen dazu verlockt, teure Parkgebühren am Flughafen zu sparen. Für die Anwohner, die abends mehrfach um den Block fahren und trotzdem keinen Parkplatz finden, ist die Situation sehr unerfreulich. Sollten nun noch an der Hasselbrookstraße 50% der Parkplätze wegfallen, ist das Chaos vorprogrammiert! Die Autos stehen jetzt schon entweder auf schraffierten Flächen,  mitten auf der Straße oder so in die Kreuzungen rein, so dass man kaum die Kreuzungen richtig einsehen kann und es unter Umständen äußerst gefährlich sein kann, um die Verkehrssituation besser sehen zu können, weiter in den Kreuzungsbereich rein zu fahren.  Regelmäßig wird meinem Nachbarn aufgrund der Parkplatznot, die Garageneinfahrt zugeparkt und er muss des Öfteren die Polizei rufen.

 

Natürlich wird der Verkehr immer stärker, je mehr Zuzug (bedingt durch die Nachverdichtung) in den Stadtteil erfolgt. Wie in ganz Hamburg. Autofahren in der Stadt macht wirklich keinen Spaß mehr. Das ist von der Politik so gewollt -  die Hamburger und Hamburgerinnen sollen auf Öffentliche Verkehrsmittel und auf das Fahrrad umsteigen, aber leider sieht die Realität anders aus. 

 

Ich bitte Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung doch auch meine Einwände und sicher die auch vieler Eilbeker Nachbarn, die nur noch nicht von dem Vorhaben wissen, zu berücksichtigen und in Ihre Entscheidung einfließen zu lassen.

 


Anlage/n:

Eingabe