Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 21-1670  

 
 
Betreff: Stadtplanerische Einbeziehung der angrenzenden Flächen am geplanten Bahnhof Bovestraße der Schnellbahnlinie S 4 in das Bebauungsplanänderungsverfahren und Realisierung des Radweges Neumann-Reichardt-Straße
Antrag der CDU-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
23.06.2020 
Sitzung des Planungsausschusses      
Planungsausschuss

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

 

Der Bebauungsplan Wandsbek 56 gilt seit 1989, umfasst das Plangebiet Wandsbeker Zollstraße, Efftingestraße, S-Bahntrasse, Bovestraße und Moorewoodstraße und weist vorwiegend Kerngebiet und Gewerbe aus. Anlass des Bebauungsplanes war die begründete Befürchtung, dass großflächiger Einzelhandel auf Privatflächen im Plangebiet entwickelt werden könnte, der zu einer Schädigung der nahegelegenen, bestehenden Einkaufszentren führe. Mit der gewerblichen Ausweisung wurden diese Planungen unterbunden.

Mit dem vorliegenden Änderungsverfahren sollen ein Wohnprojekt von fördern und wohnen an der Wandsbeker Zollstraße, als auch eine Änderung einer Gebietsausweisung von Kerngebiet in Urbanes Gebiet entlang der Von-Bargen-Straßen als Textplan eingeleitet werden.

Seit Jahrzehnten liegen im Plangebiet südlich der Neumann-Reichardt-Straße große private Flächen brach. Diese Flächen schließen unmittelbar an den geplanten Bahnhof Bovestraße der Schnellbahnlinie S 4 an. Nach den städtebaulichen Leitlinien „Hamburger Maß“ sollen nähere Einzugsbereiche von Schnellbahnstationen mit einer baulichen Verdichtung überplant werden. Im Bebauungsplan Wandsbek 56 ist der Bahnhof nicht eingezeichnet, da die Planungen zur S4 damals noch nicht vorlagen. Zu Beginn der Legislatur wurde ein CDU-Antrag auf Überplanung der Brachflächen mit den Stimmen von Rot-Grün abgelehnt. Mit der Einleitung des Änderungsverfahrens des Bebauungsplanes Wandsbek 56 liegen nun neue Voraussetzungen vor. Der Bebauungsplan kann städtebaulich zeitgemäß auf die neuen infrastrukturellen Entwicklungen hin angepasst werden.

Ferner ist ein im Bebauungsplan ausgewiesener Radweg auf der südlichen Seite der Neumann-Reichardt-Straße bis heute nicht realisiert worden. Die Rad AG, die aus Eltern, Lehrern, Schülern und Schulsprechern aus vier verschiedenen Schulen in Wandsbek (Matthias-Claudius-Gymnasium, Charlotte-Paulsen-Gymnasium, Katholische Schule St. Joseph, Schule Bovestraße) besteht, fordert in einer Eingabe seit November 2018 u.a. einen Radweg für Schülerinnen und Schüler an der Neumann-Reichardt-Straße.

 

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Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

  1. Das Bebauungsplanänderungsverfahren Wandsbek 56 wird um die angrenzenden Flächen des geplanten Bahnhofes der Schnellbahnlinie S 4 des bestehenden Bebauungsplangebietes erweitert und diese zeitgemäß überplant.
  2. Die Verwaltung möge prüfen, ob im bestehenden Bebauungsplan ausreichend Platz für einen zeitgemäßen Fahrradweg an der Neumann-Reichardt-Straße ausgewiesen ist. Sofern erforderlich, sollen Flächen für den Ausbau des Radschulweges planerisch gesichert werden. Ein städtischer Ankauf von privaten Flächen zum Ausbau des Radschulweges ist gegebenenfalls zu erwägen.
  3. Ein qualifiziertes Bebauungsplanänderungsverfahren ist zu erwägen.

 

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Anlage/n:

 

keine Anlage/n