Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 21-2038  

 
 
Betreff: Schulentwicklungsplan 2019 für die staatlichen Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien in Hamburg
Hier: Bedarfsanalyse/ -planung insbesondere mit Blick auf den Schulsport / das Schulschwimmen in Grundschulen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Verfasser:Birgit Wolff, Magnus Mayer
Dr. Petra Haunhorst, Stanko Stankovic-Cirkovic
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
01.10.2020 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek      

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

 

Im vergangenen Jahr wurde durch die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) ein Schulentwicklungsplan für die staatlichen Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien in Hamburg vorgelegt. Diese Weiterentwicklung des Schulentwicklungsplans ist sinnvoll, da die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben und erfreulicher Weise weiter zunehmen werden. Grund hierfür ist ein stetiger Bevölkerungszuwachs durch gestiegene Geburtenraten und weniger Abwanderung von Familien ins Hamburger Umland. So stieg die Schülerzahl seit 2012 um ca. 10%. Ein weiterer Anstieg der Schülerzahl der 13. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung für die kommenden Jahren ist deutlich nach oben korrigiert worden. Nach aktueller Datenlage werden die Schülerzahlen bis 2030 in Bezug auf die Bevölkerung drei bis viermal stärker wachsen. Berechnungen des Statistikamtes Nord und der BSB lassen vermuten, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler von derzeit etwa 195.000 auf 240.000 im Jahr 2030 ansteigen werden.               

Ziel des Schulentwicklungsplans ist es, den Schulen laut § 86 Hamburgisches Schulgesetz eine verlässliche Entwicklungsperspektive zu bieten. Hierbei werden bspw. die Entwicklung der Schülerzahlen und das Elternverhalten sowie die Mindestzügigkeit der Schulformen und die angemessene Länge von Schulwegen berücksichtigt.

 

Für die Regionen in Wandsbek bedeutet dies konkret:

 

Region 15 (Wandsbek, Marienthal, Jenfeld und Tonndorf):

In dieser Region wird von einem Schülerzuwachs von ca. 40 % in den Grundschulen ausgegangen. Gründe hierfür sind eine steigende Geburtenrate, geplante Neubauaktivitäten und Nachverdichtung. In diesem Bereich müssen 14 Züge inklusive einer Neugründung neu geschaffen werden, so dass final zwölf Grundschulen mit 47 Zügen geplant sind.

 

Region 16 (Farmsen-Berne, Bramfeld und Steilshoop)

In dieser Region wird von einem Schülerzuwachs von ca. 35 % in den Grundschulen ausgegangen. Gründe hierfür sind eine steigende Geburtenrate, geplante Neubauaktivitäten und Nachverdichtung. In diesem Bereich müssen 12 Züge neu geschaffen werden. Es sind final 13 Grundschulen mit 47 Zügen geplant.

 

Region 17 (Hummelsbüttel, Poppenbüttel, Sasel und Wellingsbüttel)

In dieser Region wird von einem Schülerzuwachs von ca. 15 % in den Grundschulen ausgegangen. Gründe hierfür sind eine steigende Geburtenrate, geplante Neubauaktivitäten und Nachverdichtung. In diesem Bereich müssen 5 Züge neu geschaffen werden, so dass final 8 Grundschulen mit 35 Zügen geplant sind.

 

Region 18 (Bergstedt, Duvenstedt, Lemsahl-Mellingstedt, Volksdorf und Wohldorf-Ohlstedt)

In dieser Region wird von einem moderaten Schülerzuwachs von etwa 10 % in den Grundschulen ausgegangen. Der benötigte Raumbedarf, für die drei zusätzlichen Züge, kann durch die vorhandenen Kapazitäten gut gedeckt werden. Final sind 8 Grundschulen mit 28 Zügen geplant.

 

Region 19 (Rahlstedt)

In dieser Region wird von einem Schülerzuwachs von ca. 25 % in den Grundschulen ausgegangen. Gründe hierfür sind eine steigende Geburtenrate und geplante Neubauaktivitäten. In diesem Bereich müssen 7 Züge neu geschaffen werden, so dass final 11 Grundschulen mit 37 Zügen geplant sind.

 

Quelle: Schulentwicklungsplan für die staatlichen Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien in Hamburg 2019, Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Schule und Berufsbildung

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

 

  1. In Kenntnis, dass es sich bei dem Schulentwicklungsplan nicht um eine Bauplanung handelt, ist zu Fragen welche Zielvorstellungen werden seitens des Bauherrn den Planern und Architekten vorgegeben, um die Schulstandorte der Grundschulen mit ausreichend großen Räumen für Unterricht, Ganztagbetrieb, Inklusion, Lehrerarbeitsplätze und Aulen, sowie Sportanlagen (Sporthallen und Schwimmhallen) auszustatten?

Bitte die vorgesehenen Baumaßnahmen je Schulstandort darstellen.

 

  1. Besteht bei den Planungen zur Erweiterung und Neugründung von Grundschulen eine Verzahnung mit der Stadtentwicklungsbehörde?

Wenn Ja: In welcher Form finden Abstimmungsprozesse statt?

Wenn nein: Warum werden diese Abstimmungsprozesse nicht geführt?

 

  1. Inwieweit spiegelt sich in den Planungen der Bedarf an Hallenkapazität für den Sport-/ und Schwimmsportunterricht in den Grundschulen bis zu dem genannten Entwicklungshorizont 2030 der Schülerzahlen in Hamburg wider?

 

  1. Welcher Anteil entfällt hierbei auf die Grundschulen des Bezirks Wandsbek? Bitte auf die jeweiligen Schulstandorte aufschlüsseln.

 

  1. Inwieweit sind die Planungen für den Neubau- bzw. die Erweiterungen und Instandsetzungsmaßnahmen in der mittelfristigen Finanzplanung sichergestellt. Bitte auf die jeweiligen Schulstandorte aufschlüsseln.

 

  1. Welches ist der derzeitige Planungsschlüssel für die Zahl der Grundschüler / Hallenkapazität?

 

  1. Wie viele Unterrichtseinheiten werden in dem Curriculum der Grundschulen vorgesehen? Bis zu welcher Jahrgangsstufe? Berücksichtigen die Grundschulen in Ihren Profilbildungen den Schulsport und hier insbesondere das Schulschwimmen?

 

  1. Welcher Personalschlüssel ist für den Sportunterricht bzw. das Schulschwimmen vorgesehen?

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

keine Anlage/n