Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 21-2490  

 
 
Betreff: Was soll an der Stephanstraße gebaut werden - freifinanzierte 8 Euro Wohnungen in Hinschenfelde gescheitert - Umgang mit Altlasten im Boden - als Sportfläche nicht mehr benötigt?
Kleine Anfrage vom 03.12.2020
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
Verfasser:Dr. Natalie Hochheim (CDU-Fraktion)
Jörn Weiske (CDU-Fraktion)
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

 

In der Stephanstraße gibt es zwei Grundstücke, die im Wohnungsbauprogramm Wandsbek und im Arbeitsprogramm als (zukünftige) Wohnungsbaugrundstücke ausgewiesen werden. Bei dem einen Grundstück handelt es sich um das Gelände der ehemaligen Gewerbeschule. Dort sollen 176 Wohneinheiten gebaut werden. Doch statt des anvisierten preisgedämpften freifinanzierten Wohnungsbaus (sog. 8-Euro Wohnungen) sollen nun zu 100 Prozent Sozialwohnungen im Geschosswohnungsbau errichtet werden. (siehe Bürgerschaftsdrucksache 22/1372).

 

Ferner sieht das Arbeitsprogramm für Bebauungspläne 2021 in der Stephanstraße Wohnungsbau auf der städtischen Fläche (Sportplatz) und ggf. angrenzenden Flächen vor.

 

Anwohner und Kleingärtner fragen immer wieder bei der Politik nach, welche Altlasten auf den Flächen sich befinden und ob, wann und womit die Flächen bebaut werden sollen.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt:     15.12.2020

 

  1. Wann wurde die Baugenehmigung für die Wohnungen auf der ehemaligen Gewerbeschule in der Stephanstraße (Flurstück 1831) erteilt?


Bezirksamt Wandsbek:

Am 28.10.2020.

 

 

  1. Ist der Bezirksverwaltung bekannt, warum davon abgesehen wurde, hier preisgedämpften freifinanzierten Wohnungsbau zu errichten? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Die Finanzierungswege der Bauherren sind nicht Gegenstand des Genehmigungsverfahrens nach der HBauO.

 

 

  1. Wie viele Wohnungen für Familien sind auf dem ehemaligen Gewerbeschulgrundstück geplant?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Der Bauherr plant trotz der zu 1. genannten  Genehmigung um. Hierzu liegt dem Bezirksamt noch kein Antrag vor. Siehe im Übrigen Bürgerschaftsdrucksache 22/1372.

 

 

  1. Ist dem Bezirksamt bekannt, welche Altlasten sich wo auf dem Grundstück der ehemaligen Gewerbeschule befinden? Wenn ja, bitte kartieren. Wenn nein, warum nicht?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Nein. Dem Bezirksamt ist lediglich bekannt, das Altlasten vorliegen. Für die Altlastenbelange ist die BUKEA zuständig.

 

 

  1. Ist dem Bezirksamt bekannt, welche Restriktionen sich durch diese Altlasten des Grundstücks der ehemaligen Gewerbeschule ergeben? Wenn ja, bitte darlegen. Wenn nein, warum nicht?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Nein. Im Übrigen siehe zu 4. 

 

 

  1. Ist dem Bezirksamt bekannt, ob sich auf dem östlich angrenzenden Kleingartengelände Altlasten befinden? Wenn ja, wo und welche? Bitte kartieren.

 

Bezirksamt Wandsbek:

Nein. Im Übrigen siehe zu 4. 

 

 

  1. Ist dem Bezirksamt bekannt, ob es Einschränkungen bei der Nutzung der Gartenflächen für die Kleingärtner gibt und ist dieses den Kleingärtnern bekannt? Wenn ja, welche sind es?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Nein. Im Übrigen siehe zu 4. 

 

 

  1. Ist der Bezirksverwaltung bekannt, wann die SAGA mit dem Bau der Wohnungen auf dem Grundstück der ehemaligen Gewerbeschule beginnen möchte? Wenn ja, wann?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Ein Baubeginn wurde dem Bezirksamt noch nicht angezeigt.

 

 

 

  1. Sind der Bezirksverwaltung Altlasten auf dem Sportplatz an der Stephanstraße bekannt? Wenn ja, wo und welche? Bitte kartieren. Wenn nein, warum nicht?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Ja. Im Übrigen siehe zu 4.

 

 

  1. Gibt es Einschränkungen des Spielbetriebes durch die Altlasten? Wenn ja, welche?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Nein.

 

 

  1. Warum beabsichtigt der Bezirk, die Fläche des Sportplatzes in der Stephanstraße einer Wohnbebauung zuzuführen?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Das Bezirksamt hat die Fläche als langfristig denkbares Potential für den Wohnungsbau erkannt. Abschließende Entscheidungen über eine mögliche zukünftige Bebauung liegen nicht vor.

 

 

  1. Warum sieht der Bezirk keinen Bedarf mehr für einen Sportplatz an der Stephanstraße, insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten benachbarten Bebauung durch die SAGA auf dem Grundstück der ehemaligen Gewerbeschule?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Durch die Umplanung und Neubau des Sportplatzes Walddörfer Straße 330 (Friedrichshöh) könnte auf die Nutzung des nicht attraktiven Sportplatzes Stephanstraße verzichtet werden.

 

 

  1. Welche Sportvereine nutzen den Sportplatz für welche Sportangebote an der Stephanstraße?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Neben dem TSV Wandsetal wird der Platz nach Bedarf auch vom Betriebssportverband sowie von Vereinen genutzt, die durch Sanierung von anderen Sportplätzen ein temporäres Kapazitätsproblem haben.

 

 

  1. Welche Art von Wohnungsbau plant der Bezirk auf dem Grundstück des Sportplatzes?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Es liegen derzeit keine konkreten Bauabsichten vor.

 

 

  1. Welche anderen Nutzungen sollen noch auf dem Grundstück des Sportplatzes errichtet werden?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Entfällt, siehe zu 14.

 

 

  1. Hat die STEG die stadtplanerische Überplanung für das Grundstück des Sportplatzes übernommen? Wenn ja, mit welchem Planungsauftrag und mit welchen bisherigen Ergebnissen?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Nein.

 

 

  1. Welche angrenzenden Flächen zum Sportplatz sollen wie bebaut werden? Bitte kartieren.

 

Bezirksamt Wandsbek:

Entfällt. Die Formulierung „und ggf. angrenzende Flächen“ im Entwurf des Arbeitsprogrammes Bebauungsplanung (Drs. 21-2338) weist lediglich darauf hin, dass im Falle eines Bebauungsplanverfahrens auch das ehemalige Schulgrundstück Stephanstraße 15 (Flurstück 1831) mit einbezogen werden könnte.

 

 

  1. Gibt es ein Geruchsgutachten zu den Grundstücken oder soll es ein Geruchsgutachten geben? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Soweit dem Bezirksamt bekannt: Nein.

 

 

  1. Wann wird die planerische Entwicklung der beiden großen (zum Teil ehemaligen) städtischen Grundstücke in der Stephanstraße zusammenhängend im Planungsausschuss vorgestellt?

 

Bezirksamt Wandsbek:

Entfällt. Die Bebauung des Grundstückes Stephanstraße 15 (Flurstück 1831) war bereits Gegenstand einer Befassung des zuständigen Bauprüfausschusses. Im Übrigen siehe zu 14.

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

keine Anlage/n