Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 21-2500  

 
 
Betreff: Leitbild "Landschaftsaufbau Große Heide" Sachstandsbericht II
Kleine Anfrage vom 07.12.2020
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
Verfasser:Jörn Weiske (CDU-Fraktion), Jörg Meyer (CDU-Fraktion)
Claudia Folkers (CDU-Fraktion), Christin Christ (CDU-Fraktion)
Franziska Hoppermann (CDU-Fraktion)
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

 

Mit der Drucksache 21-0360 wurde folgendes mitgeteilt:

Erste Maßnahmen zum „Landschaftsaufbau Große Heide“ befinden sich in der Konkretisierungs- und Abstimmungsphase (Wegeverbindung Kösterrodenweg bis Höltigbaum und Stapelfelder Moor). Förderanträge sind in Vorbereitung. Für die Umsetzung dieser und weiterer Maßnahmen ist eine befristete Projektstelle beim Bezirksamt Wandsbek beantragt worden, die voraussichtlich Anfang 2020 besetzt werden kann. Danach sollen weitere Schritte, Maßnahmen und Detailplanungen erfolgen.

Es werden die in Hamburg anerkannten Verbände und nach Bedarf weitere Akteure zu gegebener Zeit beteiligt. Die Form der Beteiligung wird noch festgelegt.

Der KUV (Ausschuss Klima, Umwelt und Verbraucherschutz) wird anlassbezogen durch Ausschussvorlagen und/oder mündlichen Bericht informiert..

Durch eine Pressemitteilung wurde nun berichtet:

Im Zuge der Umsetzung des länderübergreifenden Projektes „Landschaftsaufbau Große Heide“ zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein müssen in Vorbereitung für den im kommenden Jahr geplanten Wegebau Fäll- und Rodungsarbeiten durchgeführt werden.

Die Fäll- und Rodungsarbeiten werden am 7. Dezember beginnen und voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossen sein. Sie umfassen die Teilstrecken Kösterrodenweg und Bachstücken (vom Kösterrodenweg bis zur Landesgrenze). Einige Wegeabschnitte sind sehr stark zugewachsen. Mit der Fällung und Rodung von Sträuchern sowie einigen Bäumen werden die Wegebaumaßnahmen vorbereitet. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen die Wege vorübergehend gesperrt werden. Das Bezirksamt bittet hierfür um Verständnis.

Das Projekt „Landschaftsaufbau Große Heide“ ist unter Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger, der Naturschutzverbände und sonstiger Nutzer des Landschaftsraumes entstanden. Ziel ist es, den Landschaftsraum der Rahlstedter Feldmark für die Erholung und den Naturschutz aufzuwerten und langfristig zu sichern. Die Vervollständigung der Wegeverbindung vom Schimmelreiterweg im Süden zum Höltigbaum im Norden ist eine der beschlossenen und jetzt in Umsetzung befindlichen Maßnahmen.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt:     17.12.2020

 

  1. Wann und von wem wurde die Vervollständigung der Wegeverbindung vom Schimmelreiterweg im Süden zum Höltigbaum im Norden beschlossenen?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Das Entwicklungskonzept wurde mehrfach im Planungsausschuss, zuletzt am 27.03.2018, sowie am 24.04.2018 im KUV mit der Ergebnispräsentation (Drs. 20-5683) behandelt.
    Im Übrigen siehe Drs. 20-6099.

     
  2. Wurden die Bedenken (siehe Dokumentation des Konzept-Workshops zur Beteiligung vom 12.5.2017 Seite 10 und 11) ausgeräumt und welcher Ausschuss der Bezirksversammlung hat, die jetzt in Umsetzung befindlichen Maßnahmen, beschlossen?

    Bezirksamt Wandsbek:
    In den Workshops wurden die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten erörtert, um sie zu einem Ausgleich zu bringen. Die Ergebnisse sind in das Entwicklungskonzept von 2018 eingeflossen, das das frühere ersetzt.
    Zum Beschluss - siehe zu Frage 1.

     
  3. Wann wurden die in Hamburg anerkannten Verbände und nach Bedarf weitere Akteure an der Entwicklung der Großen Heide beteiligt?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Die Beteiligung der anerkannten Naturschutzverbände erfolgte zuerst 2015 im Rahmen eines vorlaufenden länderübergreifenden Gutachtens zur gewerblichen Entwicklung, mit dem das Leitbild zum Landschaftsaufbau Große Heide entwickelt wurde. In den Jahren 2017/2018 fand eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit Workshops statt, an denen auch Vertreterinnen und Vertreter der Naturschutzverbände sowie weitere Akteure teilnahmen.

     
  4. Welche Form der Beteiligung wurde, für die in Hamburg anerkannten Verbände und nach Bedarf weitere Akteure an der Entwicklung der Großen Heide, von wem festgelegt?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Nach Maßgabe des Baugesetzbuches fand eine Beteiligung der anerkannten Verbände als Träger öffentlicher Belange am Bebauungsplanverfahren Rahlstedt 131 statt. Die Beteiligung der Verbände am planerischen Gesamtprozess erfolgte in Form von Gesprächen, einer Einführungsveranstaltung, einer Onlinebeteiligung (Stadtwerkstatt) sowie von zwei Workshops und einer Abschlussveranstaltung. Im Rahmen der gutachterlichen Tätigkeit oblag die Prozessgestaltung den jeweiligen Gutachterinnen und Gutachtern in Abstimmung mit den Beteiligten.

     
  5. Wird eine Beteiligung der in Hamburg anerkannten Verbände und nach Bedarf weitere Akteure an der Entwicklung der Großen Heide weiterhin geplant und wann wird diese erfolgen?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Ja. Siehe Drs. 21-0360

     
  6. Wann wurde der der KUV (Ausschuss Klima, Umwelt und Verbraucherschutz) anlassbezogen durch Ausschussvorlagen und/oder mündlichen Bericht über den Stand der Umsetzung Große Heide informiert?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Zuletzt Oktober 2019, siehe Drs. 21-0360 sowie zu 1.

     
  7. Welcher Ausschuss der Bezirksversammlung wurde von den weiteren Schritten, Maßnahmen und Detailplanungen zur Großen Heide (siehe Vorbemerkung zur Drucksache 21-0360) informiert?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Siehe zu 8.

     
  8. Wann ist geplant, die Maßnahmen zum „Landschaftsaufbau Große Heide“   dem zuständigen Ausschuss der Bezirksversammlung vorzustellen?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Der KUV wird über den aktuellen Stand der Planung und ihrer Umsetzung nach der finalen Finanzierungszusage informiert, voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2021. Die Kooperationspartner haben bisher nur vorbehaltlich der Haushaltsbeschlüsse Zusagen gegeben und vom Förderfonds Nord der Metropolregion Hamburg ist die Finanzierung bis jetzt nur mündlich in Aussicht gestellt worden.

     
  9. Wie erfolgte bzw. wie erfolgt die Konkretisierungs- und Abstimmungsphase im Einzelnen und mit welchen Beteiligten?

    Bezirksamt Wandsbek:
    Die Abstimmung erfolgt fallbezogen, z. B. die Wegeschließung durch das Naturschutzgebiet Stapelfelder Moor mit dem dieses Gebiet betreuenden Naturschutzverband.

     
  10. Welche Kosten und Finanzierungs- sowie Förderungsmöglichkeiten sind bereits vom Bezirksamt Wandsbek ermittelt und wann werden diese veröffentlicht?

    Bezirksamt Wandsbek:

Die zu erwartenden Kosten für die Maßnahmen wurden anhand einer groben Vorplanung ermittelt:


Teilprojekt 1: Verbindung Kösterrodenweg bis Höltigbaum 430.000,- Euro,
Teilprojekt 2: Stapelfelder Moor 250.000,- Euro,
Teilprojekt 3: Besucherlenkung und -information 72.000,- Euro,
Teilprojekt 4:  Stellau-Niederung ist noch nicht abschließend ausgearbeitet.

Die Finanzierung der ersten drei  Teilprojekte erfolgt zu unterschiedlichen Anteilen durch die Projektpartner über eine Summe von 376.000,- Euro (vorbehaltlich der anstehenden Haushaltsbeschlüsse). Die gleiche Summe wird vom Förderfonds Nord der Metropolregion Hamburg übernommen (finale Förderzusage steht noch aus).

Zur Veröffentlichung siehe zu 8.
 

  1. Welchen Zeitplan zur Umsetzung des Leitbildes Landschaftsbau Große Heide ist vom Bezirksamt Wandsbek festgelegt? Bitte nach Umsetzungsschritten aufteilen (u.a. Planung, Ausschreibung, Ausführungen pro Projekt)

    Bezirksamt Wandsbek:
    Bisheriger Zeitplan für die Teilprojekte (TP) 1 - 3:
    TP 1 und TP 2:  2020/2021; vorbereitende Maßnahmen für den Wegebau
                und Durchführung ab Sommer 2021
    TP 3:    2021/2022; Planung ab Ende 2021, Umsetzung in 2022

    darüber hinaus angedacht:
    TP 4:   voraussichtlich ab 2022-2024; Planung ab Ende 2022,
         Ausschreibung bis Mitte 2023, Umsetzung ab Herbst 2023,
       Abschluss in 2024

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

keine Anlage/n