Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 21-2663  

 
 
Betreff: Neue Marktplatz-Optik und wichtiger Baumschutz als neugestalteter Kommunikationsraum -
Passen Planung und Realität der Grundinstandsetzung des Volksdorfer Marktplatzes zueinander?
Antrag von Frauke Häger (fraktionslos)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Frauke Häger (fraktionslos)
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz
26.01.2021 
Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz - DIGITAL      
Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Fotos  

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Sachverhalt:

 

Die Grundsanierung des Marktplatzes in Volksdorf wurde in Teilabschnitten umgesetzt so dass der Betrieb des beliebten und umsatzstarkten Wochenmarktes während der Bauphase aufrecht erhalten werden konnte – sogar unter den platzraubenden Corona-Hygiene- und Abstands-Auflagen. Die Wiedereröffnung und Nutzung der Gesamtfläche steht bevor.

 

Sehr zu begrüßen ist die Planung der Freianlagen, des Baumschutzes der Bestandsbäume sowie die Neupflanzungen von Bäumen. Dazu heißt es in der Drucksache 20-7286 [28.3.19 Regio Wd, 2.4.19 UGV], „324 Erläuterungsbericht Freianlagen“: „… Der Bestandsbaum auf der Marktfläche sowie die Bestandsbäume vor der Koralle werden jeweils mit einem Betonelement – analog der Platzein­fassung – eingefasst. Die Baumeinfassung hat zum Schutz der Bäume (gerade an Markttagen) eine Höhe von ca. 50 cm. In Teilbereichen wird die Einfassung mit einer Holzauflage versehen. Diese dient den Besuchern des Wochenmarktes und den angrenzenden Gastronomiebetrieben als Sitzgelegen­heit. Die Baumscheiben erhalten darüber hinaus eine Stauden- und Gräserpflanzung. Die bestehende Baumreihe vor der Koralle wird um zwei zusätzliche Baumpflanzungen im Süden ergänzt. …“

 

Bereits in der Errichtungsphase zeigten sich viele Bürger*innen gegenüber den Bauarbeitern irritiert, dass die Baumeinfassungen aus Betonelementen mit abgerundeten Ecken nur jeweils eine einzelne kleine Holzauflage von 1100 mm x 300 mm aufweisen und andere Baumeinfassungen überhaupt keine Holzfläche zum Sitzen haben. Zudem variieren die Baumeinfassungen pro Baum in ihrer Höhe und unterschreiten die im Erläuterungsbericht festgeschriebenen „ca. 50 cm“ deutlich. Stattdessen sind variable Höhen für die Betoneinfassungen z.B. von 36 – 38 cm, 37 – 38 – 42 cm und 41 – 43 cm messbar.

 

Das Hinsetzen und Verweilen auf den zu niedrigen Baumeinfassungen ist für Personen mit hoher Körperlänge schwierig. Das Aufstehen ist für Ältere oder beweglichkeitseingeschränkte Personen nahezu nicht praktikabel. Sehr schade wäre es, wenn die neu konzipierten und errichteten großflächigen Sitzgelegenheiten unter den schattenspendenden Bäumen nicht genutzt würden. Besucher des pulsierenden Marktplatzes an den Wochenmarkt-Tagen, Fußgänger auf dem Verbindungsweg zwischen U-Bahn-Wanderweg gen Bahnhof und in den Ortskern, Kunden eines nachhaltigen Unverpackt-Ladens und die Kulturfreunde vor dem Koralle-Kino am Abend freuen sich auf die neuen barrierefreien und bequemen „Sitz-Möbel“ zum Verweilen, Klönen, Entspannen oder Warten am Treffpunkt unter den Bäumen – und das in jedem Lebensalter.

 

Dies vorausgeschickt möge der Ausschuss für Klima Umwelt und Verbraucherschutz folgendes beschließen:

 

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Petitum/Beschluss:

 

Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes (MR) wird gebeten

 

-     die als Baumschutz gestalteten Baumeinfassungen in der geplanten Form umsetzen zu lassen bzw. ggf. die Gestaltung und Sitzhöhe überarbeiten zu lassen, damit diese den Anforderungen der Barrierefreiheit für Bürger_innen aller Altersstufen genügen.

-     ausgedehntere Holzauflagen als Sitzgelegenheiten an verschiedenen Längsseiten aller Betoneinfassungen anzubringen.

 

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Anlage/n:

Fotos   

Anlagen:  
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