Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/0016  

 
 
Betreff: Hochwasser am Schleusenredder in Wohldorf
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
14.04.2011 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
19.05.2011 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Walddörfer
26.05.2011 
Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 19/0016

              28.03.2011


 

Große Anfrage

der Grüne/GAL-Fraktion

gem. § 24 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


der Mitglieder der Bezirksversammlung

Astrid Boberg, Susanne Zechendorf, Sabine Bick, Karin Jung,

Joachim Nack, Dennis Paustian, Cornelia Stoye (GAL) vom 26.03.2011


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

14.04.2011

15.1

Bezirksversammlung

19.05.2011

13.1

Regionalausschuss Walddörfer

26.05.2011

8.3

 


!Titel!


Hochwasser am Schleusenredder in Wohldorf


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt/Fragen

 


Am 7. Februar 2011 floss die Ammersbek im Bereich des Mühlenteichs über den Mühlenredder und unterspülte diesen so stark, dass Teile davon abgebrochen sind und Versorgungsleitungen freigelegt wurden. Aus Medienberichten ist zu entnehmen, dass eines der Wehre geklemmt hat und daher nicht geöffnet werden konnte. Die Feuerwehr kam zum Einsatz, um mit Sandsäcken gefährdete Gebäude vor Überflutung zu sichern. Zuvor war bereits im Einzugsgebiet der Ammersbek der Damm an den Timmerhorner Fischteichen überspült worden. Möglicherweise waren die Fischteiche zum Hochwasserschutz Anfang des Winters nicht abgelassen worden und hatten einen defekten Abfluss (Mönch).

 

Dazu bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

 

 

Die Bezirksamtsleitung antwortet wie folgt:                                                                                                  26.04.2011

 

 

Wann und von wem wurde das Bezirksamt Wandsbek erstmalig über eine Hochwassergefahr informiert (Datum/Uhrzeit)?

 

Am Sonntag, den 06.02.2011 gegen 00:10 Uhr ging ein Anruf der Feuerwehr ein.

 

 

Wann trat das Schadensereignis genau auf (Datum mit Angabe der Uhrzeit)?

 

Die Beantwortung liegt in der Zuständigkeit der Behörde für Inneres und Sport.

 

 

Wann und von wem wurde das Bezirksamt über das Eintreten des Ereignisses informiert (Datum/Uhrzeit)?

 

Durch einen Anruf des Feuerwehrlagedienstes am Montag, den 07.02.2011 gegen 09:30 Uhr.

 

 

Um welche Uhrzeit ging der Notruf bei der Feuerwehr ein?

 

Die Beantwortung liegt in der Zuständigkeit der Behörde für Inneres und Sport.

 

 

Seit wann ist der Defekt am Wehr bekannt?

 

Am Dienstag, den 08.02.2011 wurde ein Defekt am Wehr festgestellt.

 

 

Wie oft wird das Wehr auf Funktionsfähigkeit überprüft und wann ist das vor dem o. g. Ereignis zuletzt geschehen?

 

Das Wehr war zuletzt im Dezember 2010 überprüft worden. Es lag kein Defekt vor. Eine regelhafte Wartung findet zweimal jährlich statt.

 

 

Gibt es einen Zusammenhang mit dem Überspülen des Damms an den Timmerhorner Fischteichen in Ammersbek?

 

Nein.

 

 

Wurde das Bezirksamt aus Schleswig-Holstein über das Überschwappen eines Nebenflusses der Ammersbek über den Damm der Timmerhorner Fischteiche und der daraus resultierenden Hochwassergefahr informiert? Falls ja, wann ist das geschehen? Falls nein, warum nicht?

 

Nein. Die Beantwortung zu den Gründen liegt nicht in der Zuständigkeit des Bezirksamtes.

 

 

Wie hoch sind die Kosten für den Feuerwehreinsatz, ggf. incl. THW u.a. in Wohldorf?

 

Die Beantwortung liegt in der Zuständigkeit der Behörde für Inneres und Sport.

 

 

Wie hoch ist der geschätzte Schaden an den Straßen in Wohldorf?

 

Für die aktuelle Schadensbeseitigung wird eine Höhe von ca. 55.000,- Euro (zzgl. Mwst.) veranschlagt. Neben den Kosten für die beauftragte Firma sind hierin Leistungen von ca. 25.000,- Euro des Bauhofes sowie 5.000,- Euro für die Baustellenabsicherung enthalten.

 

 

Wie viele Hauseigentümer erlitten Schäden und wie hoch sind diese?

 

Der Wasserbehörde des Bezirksamtes liegen Informationen vor, dass zwei Hauseigentümer betroffen waren. Über die Höhe der Schäden ist dem Bezirksamt derzeit nichts bekannt.

 

 

 

 

Wie hoch ist der Schaden für anliegende Gewerbetreibende (z. B. durch Schließung von Restaurants)?

 

Darüber ist dem Bezirksamt nichts bekannt.

 

 

Können Institutionen oder Privatleute in Schleswig-Holstein vom Bezirksamt regresspflichtig gemacht werden?

 

Bei Schadenseintritten, die im Zusammenhang mit Starkregenereignissen stehen, ist der Nachweis von Verursachungsbeiträgen nur sehr schwer zu erbringen, so dass die Heranziehung von Institutionen oder Privatleuten in der Regel wenig aussichtsreich ist.

 

 

Schätzt das Bezirksamt den maximalen Durchfluss der Wehre am Mühlenredder auch bei zukünftigen Starkregenereignissen als ausreichend an?

 

Dies wird derzeit vom Bezirksamt untersucht.

 

 

Welche Maßnahmen wird das Bezirksamt unternehmen, um ein erneutes Überschwappen des Mühlenteichs zu verhindern?

a) Einbau weiterer Wehre

b) Bau einer Rinne (Furt) über den Mühlenredder zum kontrollierten Überlauf von 

    Hochwasser

c) Sonstiges

 

Hierzu kann das Bezirksamt noch nicht abschließend antworten, weil dies derzeit geprüft wird.

 

 

Welche Ergebnisse hat bisher (ggf. Zwischenstand) das Projekt DIANE-CM in Zusammenarbeit u. a. mit der Uni Lüneburg erbracht (Technischer Partner in Hamburg: Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer)?

 

Die Beantwortung liegt in der Zuständigkeit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.


 


 


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen