Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/0424  

 
 
Betreff: Bildungslandschaften stärken: Lokale Standortanalyse in jedem Sozialraum durchführen, um lokale Bildungskonferenzen flächendeckend einzurichten
Beschlussvorlage des Jugendhilfeausschusses vom 08.06.2011
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
16.06.2011 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

 

 

              Drucksachen-Nr. 19/0424

              09.06.2011


 

Beschlussvorlage

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

16.06.2011

3.1

 


!Titel!


Bildungslandschaften stärken: Lokale Standortanalyse in jedem Sozialraum durchführen, um lokale Bildungskonferenzen flächendeckend einzurichten

Beschlussvorlage des Jugendhilfeausschusses vom 08.06.2011


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


- Urspr. interfraktioneller Antrag der Fraktionen von SPD, CDU, GAL, FDP und Die Linke
- Einstimmiger Beschluss

Durch die Hamburger Bildungsbehörde werden zur Zeit zwei Vorhaben vorangetrieben, die beide eine quantitativ und qualitativ bessere Betreuung der Kinder  - auch - am Nachmittag zum Ziel haben; zum einen der Ausbau der Ganztägigen Betreuung und Bildung an Schulen (GBS) und zum anderen die Einrichtung der lokalen Bildungskonferenzen. Beiden Vorhaben gemeinsam ist das Ziel einer besseren Zusammenarbeit und Vernetzung aller vorhandenen Angebote, die sich mit der Betreuung, Erziehung und Bildung unserer Kinder befassen.

Unbedingte Voraussetzung eines Gelingens dieses Vorhabens ist eine umfassende Bestandanalyse der vorhandenen Angebote in jedem Sozialraum. Dabei sollte es sowohl um pädagogische, als auch um räumliche und um quantitative Aspekte der Angebote gehen. Auch sollten umfassend alle Daten zu schulischen, außerschulischen, privaten und staatlichen Angeboten erhoben werden.

Sinnvoll ist es auch, die Standortanalyse gleich mit den Erhebungen zu verknüpfen, die für die weitere Entwicklung der SAE-Projekte durchgeführt werden soll. Es muss um eine umfassende Bestandserhebung und damit verbundene Bedarfsermittlung gehen, die wir benötigen, um in jedem Sozialraum eine sinnvolle Struktur von Angeboten für Kinder und Jugendliche zu schaffen. So gibt es auch Schulstandorte, bei denen eine Vernetzung mit Jugendhilfeeinrichtungen schon deshalb schwierig ist, weil die räumliche Entfernung zur nächsten Einrichtung so weit ist, dass eine Zusammenarbeit praktisch unmöglich ist.

Die Auswahl der regionalen Begrenzung dieser Standortanalyse sollte jeweils an die örtlichen Bedingungen angepasst werden. So gibt es Stadtteile, die einen in sich geschlossenen Sozialraum bilden, an dem sich z.B. nur eine Schule befindet. In anderen Stadtteilen arbeiten bereits mehrere Schulen vernetzt auch mit anderen Einrichtungen des Stadtteils zusammen. Auf derartigen sozialen Netzwerken aufbauend sollten die lokalen Bildungskonferenzen eingerichtet werden.

 

Um diese Standortanalyse durchführen zu können, bedarf es personeller Ressourcen, die zunächst die Analyse und daran anschließend die Vernetzung der Einrichtungen und Etablierung der lokalen Bildungskonferenzen durchführen können. Hierzu eignet sich zunächst das im Bezirksamt angesiedelte Sozialraummanagement, welches durch entsprechendes Personal der Bildungsbehörde unterstützt werden muss.

Die Bezirksversammlung Wandsbek möge beschließen:


 

Beschlussvorschlag

 


Das Bezirksamt sowie die zuständige Fachbehörde werden gebeten, 

 

1.   im gesamten Bezirk Wandsbek flächendeckend für jeden Schulstandort eine Standortanalyse durchzuführen, die ermittelt, welches Raumangebot vorhanden ist, welche weiteren Einrichtungen im Stadtteil vorhanden sind, die sich mit der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen bzw. Beratung von Familien befassen (Sport, Musik, JH, SAE etc.) und inwieweit es zwischen diesen Einrichtungen bereits Kooperationen gibt. Auf dieser Basis wird gemeinsam mit dem Jugendhilfeausschuss ein Vorschlag für den Zuschnitt und die Anzahl der lokalen Bildungskonferenzen erarbeitet. Ziel ist die Einrichtung der lokalen Bildungskonferenzen flächendeckend bis zum Sommer 2012.

2.   Im Rahmen der lokalen Bildungskonferenzen den Prozess der weiteren Vernetzung dieser Einrichtungen anzustoßen

3.   Aufbauend auf der Standortanalyse eine Bedarfsermittlung weiterer Einrichtungen z.B. der JH bzw. der Bereuung oder Beratung zu erstellen (Stichwort: erweiterter Algorithmus) und in den lokalen Bildungskonferenzen zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

4.   sicherzustellen, dass für die Administration dieser Bestandserhebung, Vernetzung und Einrichtung der lokalen Bildungskonferenzen ausreichend Personal zur Verfügung steht.

5.   den Prozess der Vernetzung parallel dadurch voranzutreiben, dass so schnell wie möglich allen Akteuren und Einrichtungen bereits vorhandene Karten und Listen mit den in der Region befindlichen Einrichtungen, Initiativen, Projekten und Schulen (mit KESS-Index) zur Verfügung gestellt werden, um schon im Vorfeld der umfassenden Stanortanalyse eine Kontaktaufnahme und Kooperation möglich zu machen.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen