Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/1467  

 
 
Betreff: Bleibt der Recyclinghof am Schwarzen Weg bestehen?
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
26.01.2012 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
23.02.2012 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
29.02.2012 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 19/1467

              16.01.2012


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


der Abgeordneten Vasco Schultz, Anke Ehlers und

Gerda Azadi (Die Linke) vom 16.01.2012


 

Beratungsfolge

am

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Bezirksversammlung

26.01.2012

15.3

Bezirksversammlung

23.02.2012

14.2

Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne

29.02.2012

4.3

 


!Titel!


Bleibt der Recyclinghof am Schwarzen Weg bestehen?


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Im Bezirk Wandsbek steht für die umwelt- und fachgerechte Entsorgung von Sperrmüll, Grünabfällen, Wertstoffen und Problemstoffen in haushaltsüblichen Mengen der Recyclinghof Schwarzer Weg in Steilshoop zur Verfügung. Zumeist ist die Abgabe von Abfällen kostenlos, für Gartenabfälle wie Laub, Strauch-, Baum- und Grasschnitt, Hausmüll, Altöl, Pkw-Reifen und Bauschutt sind Gebühren zu entrichten. Ebenso ist eine Abholung von Sperrmüll kostenpflichtig.

In der Steilshooper Bevölkerung kursieren momentan Gerüchte darüber, dass dieser Recyclinghof voraussichtlich zum 31. Juli 2012 geschlossen werden soll und voraussichtlich auch weitere Recyclinghöfe in Wandsbek von einer Schließung betroffen sein werden. Die Bürgerinnen und Bürgern sind besorgt.

 

Deshalb fragen wir die Verwaltung:

                                                                                                                                        14.02.2012

die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) beantwortet die Fragen auf der Grundlage von Auskünften der Hamburger Stadtreinigung (SRH) wie folgt:                                

 

  1. Stimmt es, dass der Recyclinghof Schwarzer Weg in Zukunft geschlossen werden soll?

 

     Ja.

 

 

Falls ja,

a) wird dies zum 31.07.12 geschehen?

 

Falls nein, bitte das betreffende Datum benennen.

 

     Der Recyclinghof „Schwarzer Weg“ wird zum 30. September 2012 geschlossen.

 

b) wie wird eine Schließung begründet?

 

     Der Recyclinghof „Schwarzer Weg“ kann aufgrund seiner kleinen Fläche und einem überholten    

     Logistikkonzept den Ansprüchen an einen modernen Recyclinghof mit schneller Abfertigung     

     und einem umfangreichen Entsorgungsangebot nicht mehr gerecht werden. Weiterhin ist eine     

     Annahme auch gewerblicher Abfälle auf diesem Recyclinghof nicht möglich.

 

 

c)   gibt es einen Ersatz für diesen Recyclinghof?

 

     Ja. Zeitgleich mit der Schließung des Recyclinghofs „Schwarzer Weg“ wird der neue

     Recyclinghof „Am Stadtrand" eröffnet.

 

d)   wieviel Kundschaft wird nun auf den anderen Recyclinghöfen zusätzlich erwartet?

 

     Die SRH geht davon aus, dass die meisten Kunden des Recyclinghofes „Schwarzer Weg“ nach

     Schließung den neuen Recyclinghof „Am Stadtrand“ nutzen werden. Dieser Recyclinghof ist so

     konzipiert und so leistungsfähig, dass auch bei großer Nachfrage kaum Wartezeiten entstehen.

 

e) was wird gegen den Sperrmüll unternommen, der nun mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Straße und in Keller- und Flureingänge gelegt oder anderweitig entsorgt wird?

 

      Die SRH hat in der Vergangenheit mehrfach Recyclinghöfe geschlossen oder verlagert. Zu

      vermehrten Ablagerungen von Sperrmüll kam es dabei nicht. Es ist nicht zu erwarten, dass

      dies bei der Schließung des Recyclinghofes „Schwarzer Weg“ anders sein sollte, zumal

      zeitgleich der moderne Recyclinghof „Am Stadtrand“ eröffnet wird. Die SRH bietet außerdem

      wie bisher ihre Dienstleistung Sperrmüllabfuhr auf Bestellung an.

 

f) welche Entsorgungsmaßnahmen sind hierfür geplant und

 

g) welche Kosten werden dabei entstehen?

 

    Zu 1.f) und 1.g):    Entfällt.

 

2. Gab es Beschwerden von Seiten der Anwohnerinnen und Anwohner?

Falls ja,

a) wie weit entfernt wohnen diese?

 

      Zu 2. und 2.a):

      Der SRH liegt bisher eine Beschwerde von Anliegern des Recyclinghofes „Schwarzer Weg“ 

      vor, die die anstehende Schließung betrifft.

      Die einzelne Person, die sich schriftlich beklagte, wohnt ca. zwei Kilometer vom Recyclinghof

      „Schwarzer Weg“ entfernt.

 

b) ist den Beschwerden nachgegangen worden und

c)   mit welchem Ergebnis?

 

      Zu 2.b) und 2.c.):

      Selbstverständlich wurde diese Beschwerde beantwortet. Durch die Verlagerung des

      Recyclinghofes haben zwar einige Bürger eine etwas weitere Anfahrt, dafür haben andere

      Bürger einen kürzeren Weg (siehe auch Antwort zu 1d.).

 

 

Wo liegen die nächsten Recyclinghöfe?

 

     Der zum Recyclinghof „Schwarzer Weg“ nächstgelegene Recyclinghof wird der neu gebaute

     Recyclinghof „Am Stadtrand“ sein. Weiter entfernt sind die Recyclinghöfe „Lademannbogen 32“

     und „Volksdorfer Weg 196“.

 

 

a) Wie hoch ist die Kapazität, die hier zusätzlich aufgenommen werden könnte?

 

     Auch in Spitzenzeiten nehmen sowohl der Recyclinghof „Lademannbogen 32“ als auch  

      „Volksdorfer Weg 196“ gerne weitere Kunden an. Eine genaue Zahl kann die SRH nicht

      nennen. Bei Bedarf wird zusätzliches Personal für die Kundenbetreuung zur Verfügung

      gestellt.

 

4. Werden in Wandsbek weitere Recyclinghöfe zukünftig geschlossen?

 

Falls ja,

a) zu welchem Zeitpunkt wird welcher Hof geschlossen?

 

       Zu 4. und 4.a):

       Der Recyclinghof „Rahlau 71“ wird ebenfalls zum 30. September 2012 geschlossen und im

       neuen Recyclinghof „Am Stadtrand“ weitergeführt. Es wird auf die Schriftliche Kleine Anfrage 

       aus der Bürgerschaft 20/2532 verwiesen.

 

5. Wieviele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Recyclinghof Schwarzer Weg beschäftigt und in welchem Beschäftigungsverhältnis? Bitte detailliert auflisten.

 

Werden diese bei Schließung des Hofes in den anderen Recyclinghöfen übernommen?

 

        Auf dem Recyclinghof „Schwarzer Weg“ gibt es sieben Beschäftigte, von denen sechs

        unbefristet und einer befristet beschäftigt ist. Personal von geschlossenen Recyclinghöfen

        der SRH wird grundsätzlich auf anderen oder neu errichteten Recyclinghöfen eingesetzt.


 


 


 


 

Anlage/n:

Bürgerschaftsdrucksache