Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/1652  

 
 
Betreff: Jagd in Naturschutzgebieten
Antrag der GAL-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
23.02.2012 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 19/1652

              16.02.2012


 

Antrag

der Grüne/GAL-Fraktion

- öffentlich -


Astrid Boberg, Susanne Zechendorf, Sabine Bick, Karin Jung, Joachim Nack,

Dennis Paustian-Döscher, Cornelia Stoye


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

23.02.2012

5.6

 


!Titel!


Jagd in Naturschutzgebieten

Antrag der GAL-Fraktion


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt/Fragen

 


Die Ausübung der Jagd ist immer mit Belastungen für die Tierwelt verbunden. Weil in den Naturschutzgebieten die Natur Vorrang hat, darf dort in den meisten Fällen nicht gejagt werden. Um allerdings den Schwarzwild- und Rehbestand – im Duvenstedter Brook auch den Rot- und Damwildbestand - in Grenzen zu halten, gibt es Ausnahmen.

Im Bezirk Wandsbek wurden für die jeweiligen Naturschutzgebiete Regelungen gefunden, die im Wesentlichen zufrieden stellend sind. Bei folgenden Gebieten besteht allerdings Handlungsbedarf:

Im Stapelfelder Moor gibt es das Problem, dass hier immer wieder gegen das Jagdverbot verstoßen wird.

Im Stellmoorer Tunneltal ist die Jagd zugelassen. ( § 5 Abs 1, Ziffer 1 der NSG –VO vom 28.3.78 in der Fassung v. 11.5.2010). Hier finden z.B. Treibjagden statt. Das ist nicht sinnvoll, die Regelungen sollten in Angleichung an das Naturschutzgebiet Höltigbaum geändert werden.

In den Volksdorfer Teichwiesen ist die Jagd erlaubt, aber praktisch nicht durchführbar, weil Querschläger die Bevölkerung gefährden könnten. Hier sollte die eingeschränkte Jagderlaubnis aus Sicherheitsgründen zurückgezogen werden.

Da eine Änderung der bestehenden Verordnungen kurzfristig nicht möglich ist, sollten das Bezirksamt vorab Absprachen mit den Jägern treffen.

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:


 

Beschlussvorschlag

 


Die Bezirksverwaltung wird gebeten,

 

a) mit dem beauftragten Jäger des Naturschutzgebietes Teichwiesen die Vereinbarung zu treffen, das Jagdrecht dort bis auf Weiteres nicht auszuüben


b) das Jagdrecht im Stellmoorer Tunneltal der Regelung im benachbarten Naturschutzgebiet Höltigbaum anzugleichen

 

c) dafür zur sorgen, dass im Naturschutzgebiet Stapelfelder Moor das Jagdverbot verstärkt kontrolliert und Verstöße konsequent geahndet werden.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen