Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/1662  

 
 
Betreff: Lärmschutz an der A24 in Marienthal überprüfen
Beschlussvorlage des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
23.02.2012 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

 

 

              Drucksachen-Nr. 19/1662

              17.02.2012


 

Beschlussvorlage

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

23.02.2012

9.16

 


!Titel!


Lärmschutz an der A24 in Marienthal überprüfen

Beschlussvorlage des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


- ursprünglicher Antrag der Fraktion Die Linke (Drs.Nr 19/ 1631)

- in geänderter Form einstimmig beschlossen (Änderungen im Beschlusstext kursiv), bei Enthaltung der CDU-Fraktion

 

Zur Freude der AnwohnerInnen wurden an der A24 zu beiden Seiten eines Abschnitts in Horn und Marienthal Lärmschutzmaßnahmen errichtet. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde allerdings von 80 Stundenkilometern auf 120 erhöht, was zur Folge hat, dass für die AnwohnerInnen die gefühlte Belastung durch den Autobahnlärm noch stärker ist als vor der Errichtung der Lärmschutzwand. Auf eine schriftliche kleine Anfrage der Bürgerschaftsabgeordneten Heike Sudmann (Drs 20/2266) geht hervor, dass Lärmberechnungen vor der Errichtung der Lärmschutzwand durchgeführt wurden. Danach lag die Lärmbelastung vor der Baumaßnahme bei etwa 73 db(A) tags und 67 db(A) nachts. Für 2015 wurden ohne Berücksichtigung der Lärmschutzanlagen Lärmemissionen von etwa 75 db(A) tags und 69 db(A) nachts prognostiziert. Durch die Lärmschutzmaßnahmen sollte der Lärm um 8- 16 db(A) gesenkt werden (vgl Drs. 20/2266).

 

Aus den Antworten geht leider nicht hervor, ob bei diesen Berechnungen die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 120 Stundenkilometer bereits mit einbezogen wurde oder nicht. Als Grund für die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gibt die Behörde an, dass „nach Fertigstellung der Lärmschutzbauwerke (…) die notwendigen straßenverkehrsrechtlichen Voraussetzungen für eine Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h aus Lärmschutzgründen auf der A24 in diesem Streckenabschnitt entfallen.“ (Drs. 19/1581). Hier muss sich die Politik die Frage stellen, zu welchem Zweck Lärmschutzmaßnahmen errichtet werden.

 

Zusätzlich wurde eine erforderliche Wartungs- und Rettungstür eingebaut, die unmittelbar an die Stoltenbrücke angrenzt. Durch diese Tür kann der Lärm ungehindert durchdringen, da die Tür offene Zwischenräume aufweist. Die Behörde antwortet auf die Frage bezüglich der Tür, dass die Lücke im Lärmschutzkonzept, die durch die offene Tür entsteht, „aus lärmtechnischer Sicht vernachlässigbar ist“ (Drs. 20/2266).

 

Hinsichtlich der geschilderten Problematik erscheint es sinnvoll, das Lärmschutzkonzept auf seine Effektivität zu überprüfen.

 

Aus diesen Gründen möge die Bezirksversammlung beschließen:


 

Beschlussvorschlag

 


Auf Basis aktueller Verkerszahlen möge die Verwaltung eine Lärmberechnung durchführen, um die Lärmbelastung der AnwohnerInnen an der A24 zu untersuchen.

 

Anschließend möge die Verwaltung Lärmmessungen durchführen, um die Stichhaltigkeit der Lärmberechnung zu überprüfen.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen