Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/2356  

 
 
Betreff: Fußgängerquerung der Straße Am Hegen verbessern
Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.04.2012 (Drs.Nr.: 19/1954)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
16.08.2012 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Rahlstedt
29.08.2012 
Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 19/2356

              26.07.2012


 

Mitteilung

des vorsitzenden Mitglieds der Bezirksversammlung

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

16.08.2012

11.21

Regionalausschuss Rahlstedt

29.08.2012

5.6

 


!Titel!


Fußgängerquerung der Straße Am Hegen verbessern

Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.04.2012 (Drs.Nr.: 19/1954)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Folgender Beschluss wurde gefasst:

 

Der zuständigen Fachbehörde wird empfohlen, zu prüfen ob an dieser Stelle der Einbau einer Querungshilfe in Form eines Fußgängerüberweges, einer Sprunginsel o.ä. möglich ist. Sofern dieses nicht möglich ist, möge geprüft werden ob in diesem Bereich die Einrichtung einer Tempo 30-Strecke möglich ist, wie sie an vergleichbaren Örtlichkeiten eingerichtet ist.

 

Zum Beschluss nimmt die Verkehrsdirektion im Einvernehmen mit dem zuständigen Polizeikommissariat 38 wie folgt Stellung:

 

Die Seniorenwohnanlage „Deichgrafenhaus“, Am Hegen 82 liegt, von der Kielkoppelstraße kommend, hinter einer Linkskurve. Der Hauptzugang befindet sich im Hauke-Haien-Weg. Ein Nebeneingang befindet sich ggü. dem Nahversorgungszentrum. Die einmündenden Straßen Hauke-Haien-Weg und Schimmelreiterweg gehören zu einer Tempo 30-Zone.

 

Einrichtung eines Fußgängerüberwegs

 

Für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges (FGÜ) gelten bundeseinheitliche Regelungen. Dazu gehören bestimmte Mindestverkehrsstärken bei den Kraftfahrzeugen im Verhältnis zu den querenden Fußgängern. Die rechtliche Möglichkeit einen FGÜ einzurichten, ergibt sich erst bei einer Anzahl von 200 Fahrzeugen und 50 Fußgängern je Stunde.

Die einschlägige Richtlinie empfiehlt jedoch die Einrichtung eines FGÜ erst ab 100 Fußgängern und 300 Kraftfahrzeugen je Stunde oder ab 50 Fußgängern und 450 Kraftfahrzeugen je Stunde.

 

Die festgestellten Zahlen erreichen zwar die Mindestanzahl an Fußgängern, aber nicht die erforderliche Anzahl von 200 Kraftfahrzeugen je Stunde, um einen FGÜ einzurichten.

 

Die Einrichtung eines FGÜ ist daher ausgeschlossen.

 

 

 

 

Einrichtung einer Sprunginsel

 

Nach den Beobachtungen vor Ort wird die Straße Am Hegen von Fußgängern am häufigsten im Bereich Hauke-Haien-Weg / Schimmelreiterweg und im Bereich der Zuwegung zum Nahversorgungzentrum von Fußgängern gekreuzt.

 

Zwischen den beiden Örtlichkeiten, die für die Querung genutzt werden, liegen ca. 50m. Die Fahrbahnbreite beträgt ca. 6,5m.

 

Die Fußgänger aus dem Hauke-Haien-Weg begeben sich in der Mehrzahl zur gegenüber liegenden Bushaltestelle, während die Fußgänger im zweiten Bereich aus dem Nebeneingang der Seniorenwohnanlage kommen und nach dem Überqueren der Straße in das Nahversorgungszentrum gehen.

 

Eine Sprunginsel könnte somit immer nur ein Teil der Fußgänger auf dem direkten Wege nutzen. Eine Kanalisierung aller Querenden für einen bestimmte Bereich der Straße fände somit nicht statt. Eine Kompromisslösung zwischen den Örtlichkeiten würde vermutlich nicht genutzt werden, da dies für beide genannten Querungsstellen einen Umweg bedeuten würde.

 

Die Einrichtung einer Sprunginsel wird aus den vorgenannten Gründen für nicht sinnvoll erachtet.

 

Einrichtung einer Tempo 30 – Strecke

 

Die Straße Am Hegen gehört zum Vorfahrtsstraßennetz. Weiterhin führt die Buslinie 164 durch

die Straße Am Hegen.

 

Aus anderen Gründen darf die Straßenverkehrsbehörde den widmungsgemäßen Verkehr nur auf der Grundlage des § 45 StVO beschränken. Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen dürfen deshalb nur dort angeordnet werden, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist. Insbesondere Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs dürfen nur dann angeordnet werden, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit erheblich

übersteigt.

 

Eine derartige Gefahrenlage ist hier nicht gegeben. Im genannten Bereich sind für die letzten drei Jahre keine Verkehrsunfälle registriert worden. Geschwindigkeitsmessungen ergaben ein unauffälliges Ergebnis.

 

Die Einrichtung einer Tempo 30 Strecke oder eine Beschränkung auf 30 km/h für den genannten Bereich wird abgelehnt.


 

Beschlussvorschlag

 


Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen