Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/2757  

 
 
Betreff: Wandsbeker Velorouten verbessern
Debattenantrag der FDP-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
25.10.2012 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
01.11.2012 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
10.01.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
07.02.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
11.04.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
16.05.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 19/2757

              17.10.2012


 

Antrag

der FDP-Fraktion

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

25.10.2012

3.4

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

01.11.2012

4.4

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

10.01.2013

3.2

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

07.02.2013

5.1

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

11.04.2013

5.2

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

16.05.2013

6.2

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

13.06.2013

 

 


!Titel!


Wandsbeker Velorouten verbessern

Debattenantrag der FDP-Fraktion


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt/Fragen

 


- Der Ausschuss WVT hat in seiner Sitzung vom 10.01.13 Ziffer 1 und 3 vertagt und Ziffer 2 in geänderter Form einstimmig beschlossen

 

Der Fahrradverkehr hat seinen Anteil am Gesamtverkehr in deutschen Städten in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Auch im Berufsverkehr nutzen immer mehr Bürger das Fahrrad, eine Entwicklung die durch das Aufkommen der Elektrofahrräder weiter begünstigt wird. In Hamburg stieg der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr von 2002 bis 2008 von 9 auf 12%. Der Senat

strebt unverändert einen Anteil von 18% bis 2015 an. Die FDP Fraktion begrüßt das Ziel, den Anteil des Fahrradverkehrs in Hamburg auszubauen. Die Infrastruktur für den Fahrradverkehr in Hamburg hat jedoch mit der vom Senat formulierten Strategie nicht nur nicht Schritt gehalten. Insbesondere im Bereich des Fahrradwegenetzes findet teilweise sogar ein Verfall bzw. Substanzverzehr statt, der auch durch die Möglichkeit der Fahrradfahrer, die Straße zu benutzen, nicht kompensiert wird.

Ein wichtiger Bestandteil der Radverkehrsstrategie des Senats insbesondere für den Berufsverkehr sind die sogenannten Velorouten. Die Velorouten sind überwiegend radiale Verbindungen der Hamburger City mit den Außenbezirken. Daneben gibt es tangentiale bzw. Ringstrecken. Durch Wandsbek führen als Radialverbindungen die Velorouten 5 (City – Duvenstedt), 6 (City-Volksdorf) und 7 (City – Rahlstedt) sowie Teile der tangentialen Velorouten 13 (innere Ringroute, Eilbek) und 14 (äußere Ringroute Poppenbüttel – Jenfeld).

Testfahrten der FDP Fraktion auf den Velorouten 5 und 6 haben neben einer Reihe von relativ einfach zu behebenden Mängeln von Fahrbahnbelag und Grünschnitt (siehe Anlagen) einige grundsätzliche Probleme bzw. schwerwiegende Mängel ergeben:
 

1. Die Beschilderung der Velorouten fehlt in Wandsbek mit Ausnahme der Veloroute 14 vollständig. Diese sollte ursprünglich bis 2015 hergestellt werden. Entsprechende Aktivitäten sind derzeit jedoch nicht erkennbar. Da die Velorouten häufig auf Nebenstrecken bzw. Schleichwegen geführt werden, ist die Orientierung teilweise nur mit erheblichem Zeitverlust möglich (siehe Fotos Anlage 3).
 

2. Selbst der Startpunkt der Veloroute am U-Bahnhof Volksdorf ist nicht beschildert. Es fehlt generell an einer Bewerbung der Velorouten. Der Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung ist sehr gering.
 

3. Die Velorouten sind Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Ein Zubringersystem zur Erschließung von Stadtteilen bzw. Quartieren zwischen den Velorouten fehlt.
 

4. Die Querung von Hauptverkehrsstraßen ist regelmäßig nur mit sehr großem Zeitverlust möglich. Dies liegt zum Teil an der Streckenführung, teilweise auch an fehlenden Bordsteinabsenkungen bzw. anderen baulichen Lösungen, die ein Einfädeln des Fahrradverkehrs in den motorisierten Verkehr und damit ein schnelleres Abbiegen bzw. Queren dieser Straßen ermöglichen. Auf den Testfahrten betraf dies z.B. die Querung August- Krogmann-Straße / Am Luisenhof.


5. Zwischen Volksdorf und Farmsen führen längere Teilstücke der Veloroute über ungepflasterte Grand- bzw. Waldwege. Dies ist für eine Nutzung im Berufsverkehr bei Schlechtwetter nicht ausreichend.
 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung folgendes beschließen:


 

Beschlussvorschlag

 


1. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, sich bei der zuständigen Fachbehörde dafür einzusetzen, dass:

a) eine zügige Beschilderung der Wandsbeker Velorouten spätestens bis 2015 entsprechend der ursprünglichen Radverkehrsstrategie erfolgt.

b) weitere Maßnahmen zur Steigerung des Bekanntheitsgrads der Velorouten in der Bevölkerung entwickelt werden.

c) ein Zubringersystem zu den Velorouten auf Wandsbeker Gebiet entwickelt wird.

d) eine planerische bzw. bauliche Verbesserung der Querungen der Velorouten an Hauptverkehrsstraßen erfolgt.

e) Kopfsteinpflasterstücke der Veloroute 6 entweder durch alternative Streckenführung oder durch bauliche Maßnahmen entschärft werden.

f) ungepflasterte Teilstücke der Velorouten durch alternative Streckenführung oder bauliche Maßnahmen vermieden werden.
 

2. Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, die in den Anlagen zum Antrag festgestellten Mängel zu beheben.
 

3. Über das Ergebnis der Aktivitäten zu 1. und 2. soll dem Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus zeitnah, spätestens jedoch im Januar 2013 berichtet werden.


 


 

 

Anlage/n:

Anlage 1

Anlage 2

Anlage 3