Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3318  

 
 
Betreff: Parksituation im Tannenhof
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
21.02.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
04.04.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Walddörfer
18.04.2013 
Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 19/3318

              14.02.2013


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


der Abgeordneten Sören Niehaus, Heinz Seier, Philip Buse, Axel Kukuk, Eckard Graage und Franziska Hoppermann (CDU)             


 

Beratungsfolge

am

Top

Bezirksversammlung

21.02.2013

16.4

Bezirksversammlung

04.04.2013

14.8

Regionalausschuss Walddörfer

18.04.2013

8.1

 


!Titel!


Parksituation im Tannenhof


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Auf Grund des starken Neubaus von Wohnungen und Häusern und der damit verbundenen Nachverdichtung in den Stadtteilen ohne entsprechende Anpassung der Infrastruktur, verstärkt sich der Parkdruck in vielen Bereichen des Bezirks Wandsbeks immer weiter. In der Straße Tannenhof in Lemsahl-Mellingstedt kommt es regelmäßig zu einer Überlastung des gering vorhandenen Parkraums. Die Verpflichtung mit allen 4 Reifen eines PKWs auf der Straße zu parken, führt zudem bei einer derart schmalen Straße wie dem Tannenhof zu einer engen und für große Fahrzeuge kaum zu passierenden Fahrbahnbreite.

 

Die vorhandenen Parkplatzkapazitäten in dieser und ähnlichen Wohnstraßen gilt es dringend im Sinne der Anwohner zu erweitern.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Fachbehörde:

Aus wie vielen Einzelgrundstücken mit Einzelhäusern im Tannenhof wurden in den letzten 10 Jahren mehrere Grundstücke mit jeweils neuen Häusern geschaffen? Wie viele Neubauten gab es in den letzten 10 Jahren im Tannenhof insgesamt?               

 

Das Bezirksamt antwortet:
Aus 6 Grundstücken wurden insgesamt 12 Grundstücke geschaffen. Es gab insgesamt 23 Neubauten mit 38 Wohneinheiten (WE), davon sind 8 Vorhaben mit 10 WE zurzeit im Bau.

 

Im Tannenhof waren vor einiger Zeit Schilder aufgestellt, die das Parken mit 2 Reifen auf dem Gehweg gestatteten (Vz315 Parken auf Gehwegen). Wann wurden diese Schilder abgebaut? Wer hat den Abbau dieser Schilder veranlasst und warum wurden diese Schilder abgebaut?


In der Straße Tannenhof wurde durch das Polizeikommissariat (PK) 35 das VZ 315 weder an- noch weggeordnet.
 

Gab es seitens der Bevölkerung in den Jahren 2011 und 2012 Beschwerden über nicht geräumte Fußwege und nicht erfolgte Rückschnitte von Bäumen und deren Ablegern im Bereich der Fußwege?

Das Bezirksamt antwortet:
Beschwerden über nicht geräumte Fußwege sind dem Bezirksamt nicht bekannt. Über Hinweise und Beschwerden von Anwohnern über nicht erfolgte Rückschnitte von Bäumen und deren Ableger im Bereich Fußwege sowie Straßenbegleitgrün wird keine Statistik geführt. Die pflegerischen Maßnahmen wurden in dem dafür vorgesehen Umfang und den zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel durch das Bezirksamt vorgenommen.

Die Behörde für Inneres und Sport antwortet:
Dem PK 35 sind keine Beschwerden hinsichtlich der Fragestellung bekannt.

 

Ist bekannt, ob es auf Grund der engen Straße bei links- und rechtsseitiger Beparkung in den Jahren 2011 und 2012 zu Behinderungen des Durchgangsverkehrs auf der Straße (z.B. LKWs zur Baustellenanlieferung oder Rettungswagen) gekommen ist? Wenn ja, wie viele Behinderungen dieser Art gab es und was waren jeweils die genauen Gründe?

Anfang 2012 gab es vereinzelt Hinweise/Beschwerden am PK 35 hinsichtlich des Bausstellenverkehrs in der Straße Tannenhof. Dies lag u .a. daran, dass mehrere
Bauvorhaben zeitlich parallel begonnen wurden. Hinweise auf Behinderungen von Rettungsfahrzeugen sind nicht bekannt. Die Anzahl der Beschwerden wurde zahlenmäßig nicht vermerkt.

 

Kam es in den Jahren 2011 und 2012 im Tannenhof zu Unfällen? Wenn ja, welcher Art waren diese und was waren die Gründe?

Die Verkehrsunfalllage vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2012 ist durch eine Datenbankabfrage in der Unfalldatenbank EUSKA (Elektronische Unfalltypensteckkarte) am 20.02.2012 ermittelt worden. Der „Endknoten“ Lemsahler Dorfstraße/Redderbarg ist nicht einbezogen.

Verkehrsunfalllage:

nach Kategorie:

Verkehrsunfall mit:               2010               2011               2012
Getöteten                                           0               0              0
Schwerverletzten                             0               1              0
Leichtverletzten                             2              1               1
Sachschaden                             10              3              5
Gesamt                                           12               5               6

nach Ursachen (Hauptverursacher):

Ursachen                                                         2010                             2011                             2012
Abstand                                                         1                             0                             0
Einfahren                                                         2                             2                            0
Fahrbahnüberquerung d. Fußgänger 0                             1                             0
Rotlichtverstoß                                           1                             0                             0
Sonstige Fehler d. Fz-Führers               4                             1                             4
Überholen                                           1                             0                             0
Vorbeifahren                                           0                             0                             1
Vorfahrt/Vorrang                                           2                             1                             1
Wenden/Rückwärtsfahren               1                            0                             0
Gesamt                                                         12                             5                             6

 

Wie viele Strafzettel wurden in den Jahren 2011 und 2012 wegen Falschparkens in der Straße Tannenhof ausgestellt? Welches waren jeweils die genauen Gründe für das Falschparken?

Entsprechend der unten stehenden Auflistung wurden in der Straße Tannenhof im Jahr
2011 8 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, in 2012 waren es 186. Die tatsächliche Anzahl in 2011 kann höher liegen, da durch die Umstellung des früheren Verfahrens Opal auf das jetzige Verfahren OWi im laufenden Jahr möglicherweise nicht alle älteren Vorgänge in die neue Datenbank übernommen worden sind.

Die 8 Vorgänge in 2011 verteilen sich auf
6 Fälle Parken im Halteverbot (VZ 283)
1 Fall Parken auf Gehweg
1 Fall Parken auf nicht dafür zugelassenem Straßenteil

Die 186 Vorgänge in 2012 verteilen sich auf
20 Fälle Parken im Halteverbot (V/ 283)
83 Fälle Parken auf Gehweg
79 Fälle Parken auf nicht dafür vorgesehenem Straßenteil
2 Fälle Parken auf linker Fahrbahnseite


Seit Frühjahr 2012 werden durch einen Anwohner der Straße Tannenhof Anzeigen gegen Falschparker erstattet und zur weiteren Bearbeitung an das PK 35 weitergereicht. Hieraus lässt sich die Steigerung in 2012 erklären, ohne das sich die tatsächliche Verkehrssituation  vor Ort derart verändert hätte, dass eine entsprechend intensive Überwachung der StraßeTannenhof erforderlich wäre.


 

Sieht die Verwaltung eine Zunahme der Parkproblematik in Wohnstraßen im Bezirk Wandsbek? Wenn ja, welche Maßnahmen oder Konzepte hat die Verwaltung zur Entschärfung derartiger Situationen? Wenn nein, warum nicht?

 

Durch die zunehmende Verdichtung der Bebauung und der damit einhergehenden Bevölkerungszunahme, einschließlich der damit verbundenen Erhöhung der Pkw-Anzahl, sowie das Mehr an Fahrzeugen auf Grund von Besuchern, Bediensteten, Pflegediensten usw. ist ein leichter Anstieg des Parkdruckes in einigen Wohnstraßen des Bezirkes Wandsbek spürbar. Dies lässt sich jedoch bei Bedarf noch mit einer verstärkten Überwachung und Ahndung relativ schnell beheben, da in den Wohnstraßen ein überschaubarer Personenkreis sanktioniert wird und sich solche Maßnahmen schnell herumsprechen. Weitergehende Konzepte sind aus Sicht der örtlich zuständigen Polizeikommissariate zur Zeit nicht erforderlich.

Das Bezirksamt antwortet:
Nein. Das Bezirksamt kann, über die bekannte Parkproblematik in Wohnstraßen hinaus, keine Zunahme von Beschwerden, z.B. beim BOD, feststellen.

 


 


 


 


 

Anlage/n:

ohne Anlagen