Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3408  

 
 
Betreff: Bebauungsplanverfahren Wandsbek 75 - Teilbereich Brauhausviertel
a)Kenntnisnahme über die Ergebnisse der öffentlichen Auslegung
b)Zustimmung zu den Abwägungsvorschlägen der Verwaltung und zu einer zweiten öffentlichen Auslegung.
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
26.03.2013 
Sitzung des Planungsausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

 

 

              Drucksachen-Nr. 19/3408

              18.03.2013


 

Beschlussvorlage

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Planungsausschuss

26.03.2013

4.3

 


!Titel!


Bebauungsplanverfahren Wandsbek 75 – Teilbereich Brauhausviertel

a)   Kenntnisnahme über die Ergebnisse der öffentlichen Auslegung

Zustimmung zu den Abwägungsvorschlägen der Verwaltung und zu einer zweiten öffentlichen Auslegung.


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


1.   Anlass

Das in direkter Nähe zum Bezirkszentrum Wandsbek gelegene Brauhausviertel ist ein inner-städtisches, gewerblich geprägtes Gebiet mit größtenteils kleinteiligen, der zentralen Lage nicht entsprechenden Nutzungen. Nur in Teilbereichen ist dort heute Wohnnutzung vorhanden. Mit dem Bebauungsplan Wandsbek 75 soll die Umsetzung des im Jahr 2007 aufgestellten Masterplans befördert werden. Der Bebauungsplan ermöglicht dazu zukünftig u.a. in Teilgebieten eine verstärkte Nutzungsmischung und die Ansiedlung von Wohnnutzungen. Der Plan schafft außerdem die die Voraussetzungen zur Herstellung einer neuen zentralen Erschließungsachse für Fußgänger und Radfahrer sowie ggf. Anliegerverkehr; durch diese Achse werden zudem Konflikte aus der Nachbarschaft zwischen Wohnen und Gewerbe gemindert.

 

Mit dem Bebauungsplan Wandsbek 75 wird ein voraussichtliches Wohnungsbau-Potenzial von geschätzt ca. 340 Wohneinheiten geschaffen und damit ein Beitrag zum bezirklichen Wohnungsbauprogramm geleistet. Durch die Festsetzung von ca. 1,7 ha Gewerbegebiet gemäß § 8 BauNVO wird außerdem den Zielen des bezirklichen Gewerbeflächenkonzepts gefolgt. Zu berücksichtigen ist, dass mit dem Bebauungsplan Bau-potenziale geschaffen werden („Angebotsplan“), deren tatsächliche Ausnutzung vom Verhalten der privaten Grundstückseigentümer abhängt.

 

Der Bebauungsplan Wandsbek 75 wird im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB (Bebauungspläne der Innenentwicklung) durchgeführt, so dass auf die Durchführung einer Umweltprüfung verzichtet werden kann. Gleichwohl berücksichtigt die Planung Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege einschließlich einer naturschutzfachlichen Gesamtbewertung (vgl. Kapitel 4.6 der Planbegründung).

 

 

2.   Planungsdaten

        Einleitungsbeschluss durch den Planungsausschuss                                                                      18.01.2011

Öffentliche Plandiskussion                                                                                                                20.06.2011

Beschluss des Planungsausschusses über Fortführung des Verfahrens                            23.08.2011

Auslegungsbeschluss                                                                                                                              18.01.2012

Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange                                          20.03.2012

Arbeitskreis I (Behördenbeteiligung)                                                                                                  25.05.2012

Beschluss des Planungsausschusses über die öffentliche Auslegung                                          19.06.2012

Auslegungsbeschluss                                                                                                                              17.07.2012

Öffentliche Auslegung                                                                                                           09.08. – 10.09.2012

Arbeitskreis II (Behördenbeteiligung nach öffentlicher Auslegung)                                          22.02.2013

 

 

3.   Öffentliche Auslegung

Die Öffentliche Auslegung hat vom 09.08. – 10.09.2013 stattgefunden. Es sind 18 Stellungnahmen eingegangen. Auf Grundlage der eingegangenen Stellungnahmen wurde beiliegender Abwägungsvermerk erstellt. Im Falle zweier Punkte wird vorgeschlagen, den Bebauungsplan-Entwurf zu ändern:

 

Ziff. 1.3 der Tabelle; Erhöhung der GRZ im Bereich Mühlenstieg 16-28:

Die Grundstücke Mühlenstieg 16-28 weisen Tiefen von 17-18 m auf und verfügen über keine rückwärtigen Bereiche. Die Erstellung von Tiefgaragen ist in der Regel dann wirtschaftlich, wenn mittig eine Fahrgasse und beidseitige Stellplätze angeordnet werden können; dies erfordert i.d.R. einen Tiefgaragenquerschnitt von mind. 17 m. Damit dies über die gesamte Länge der Grundstücke möglich ist, ist eine Erhöhung der vorgesehenen GRZ von 0,8 auf 0,9 erforderlich. Folglich können Tiefgaragen dort auch unter die Vorgartenbereiche der Grundstücke reichen. Möglichen Entwicklungsrestriktionen kann durch diese Änderung begegnet werden.

 

Die Erhöhung der GRZ für Tiefgaragen wird von weiteren Einwendern auch für andere Grundstücke gefordert. Da diese Bereich jedoch über größere Grundstücke bzw. rückwärtige Bereiche verfügen, wird vorgeschlagen, dort keine Erhöhung vorzusehen.

 

Ziff. 3.1 der Tabelle; Veränderung der Abgrenzungen zwischen Verkehrsflächen und Baugebieten im Bereich Mühlenstieg 15:

Durch eine Veränderung der Abgrenzung der Baugebiete gegenüber der zentralen Achse und der Lage der Baugrenzen kann erreicht werden, dass das Betriebsgebäude des ansässigen Elektrotechnik-Betriebs Mühlenstieg 15 vollständig innerhalb der Baugrenzen liegt und damit gesichert wird. Das Mischgebiet wird dazu um ca. 1,60 m nach Westen und um ca. 8 m nach Norden erweitert, Baugrenzen werden analog verändert. Im rückwärtigen Bereich wird, wie im angrenzenden Allgemeinen Wohngebiet die Zahl der Vollgeschosse auf mindestens zwei und maximal drei festgesetzt. Die Lage der zentralen Achse verschiebt sich dort folglich um ca. 1,60 nach Westen. Damit eine ausreichende Besonnung der Westfassade des im Bereich Mühlenstieg 15 dann zulässigen Baukörpers gewährleistet werden kann, ist es erforderlich, die Baugrenze des westlich benachbarten Gewerbegebiets um weitere 4 m nach Westen zu „verschieben“. Die Bebaubarkeit des westlich benachbarten Flurstücks 1262 ist davon nur geringfügig betroffen; das außerdem betroffene, unbebaute Flurstück 1274 wird bereits teilweise für die Errichtung der zentralen Achse beansprucht, so dass sich insgesamt durch die veränderte Lage von Achse und Baugrenze nach Westen keine wesentliche Mehrbelastung ergibt.

 

Des Weiteren ist folgende redaktionelle Änderung erforderlich:

Im rückwärtigen Bereich der Mischgebiete östlich der zentralen Achse wird ein Ausschluss von Nebenanlagen festgesetzt. Da Kinderspielflächen dort zulässig bleiben sollen, werden diese in der geänderten Planfassung vom Ausschluss ausgenommen.

 

Der Arbeitskreis II (Behördenbeteiligung nach öffentlicher Auslegung) hat am 22.02.2013 dem Bebauungsplanentwurf und dem Abwägungsvorschlag gemäß Anlage 2 zugestimmt.

 

 

4.   Erneute öffentliche Auslegung

Die oben vorgeschlagenen Planänderungen erfordern eine erneute öffentliche Auslegung, bei der die Zulässigkeit von Stellungnahmen auf die vorgenommenen Änderungen beschränkt wird. Die erneute öffentliche Auslegung verlängert das Bebauungsplan-Verfahren um ca. vier bis fünf Monate.


 

Beschlussvorschlag

 


Der Planungsausschuss wird

 

um Kenntnisnahme über die Ergebnisse der öffentliche Auslegung und

um Zustimmung zu den Abwägungsvorschlägen der Verwaltung und zu einer zweiten öffentlichen Auslegung

  

gebeten.


 


 

 

Anlage/n:

Planzeichnung

Text

Begründung

Auswertung der Stellungnahmen zur Öffentlichen Auslegung (Abwägungsvorschlag der Verwaltung)