Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3477  

 
 
Betreff: Glashütter Landstraße mit einheitlicher Höchstgeschwindigkeit
Interfraktioneller Antrag der Fraktionen von SPD, GRÜNE, CDU, FDP und Die Linke
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
04.04.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 19/3477

              27.03.2013


 

Antrag

- öffentlich -


André Schneider, Lars Kocherscheid-Dahm, Leni Melzer (SPD) und Fraktion

Astrid Boberg, Joachim Nack, Susanne Zechendorf (Bündnis90/Die Grünen) und Fraktion

Heinz Seier (CDU) und Fraktion

Helga Daniel, Dr. Klaus Fischer (FDP) und Fraktion

Julian Georg, Gerda Azadi, Anke Ehlers (Fraktion DIE LINKE)


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

04.04.2013

6.1

 


!Titel!


Glashütter Landstraße mit einheitlicher Höchstgeschwindigkeit

Interfraktioneller Antrag der Fraktionen von SPD, GRÜNE, CDU, FDP und Die Linke


!Titel!


 


 


Sachverhalt:

 


Nach der Grundinstandsetzung der Glashütter Landstraße und des Ausbaus der kombinierten Fuß- und Radwege wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit wieder auf 100 km/h heraufgesetzt, nur in den Kreuzungsbereichen wurde sie zum Schutz der querenden Fußgänger und Radfahrer auf 60 km/h reduziert.

 

Die Anordnung von Tempo 100 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit auf den verbleibenden relativ kurzen Streckenabschnitten zwischen Hamburg und Norderstedt muss als problematisch angesehen werden. Vielmehr sollte hier eine konstante niedrigere Geschwindigkeit angeordnet werden.

 

Die Glashütter Landstraße liegt in einem viel frequentierten Naherholungsgebiet und führt durch ein Naturschutzgebiet mit starkem Wildwechsel. Seit vielen Jahren kommt es dort zu Wildunfällen, verursacht häufig durch freilaufende Hunde, die das Wild in Richtung Straße treiben. Die Zahlen des sogenannten Fallwildes, welche durch den zuständigen Jagdaufseher dem Regionalausschuss Alstertal für den Zeitraum von 2004 bis heute zugänglich gemacht worden sind, dokumentieren eine gleichbleibend hohe Anzahl von getöteten Tieren an der Glashütter Landstraße vielfach mussten verletzte Tiere durch einen Gnadenschuss der Jagdaufseher erlegt und damit von ihren Leiden erlöst werden.

 

Aber auch Personen- und Sachschäden durch Verkehrsunfälle hat es auf der Glashütter Landstraße in letzter Zeit gegeben.

 

Eine Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit kann nach § 45 Abs. 9 StVO nur dann von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde angeordnet werden, wenn bestimmte Voraussetzungen dafür vorliegen. Diese umfassen besondere örtliche Verhältnisse, die eine besondere Gefahrenlage für Verkehrsteilnehmer darstellen. Unserer Einschätzung nach bestehen vor Ort diese besonderen Verhältnisse, die eine Beschränkung des fließenden Verkehrs durch eine Temporeduzierung rechtfertigen würde.

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung folgenden Beschluss fassen:


 

Beschlussvorschlag:

 


Der zuständigen Fachbehörde wird empfohlen, aufgrund der vorherrschenden Gefahrenlage, des kurzen Streckenabschnittes und der damit einhergehenden besonderen Verhältnisse, insbesondere durch Wildunfälle, auf der gesamten Glashütter Landstraße im nichtinnerörtlichen Bereich bis zur Landesgrenze eine der Verkehrssicherheit angemessene Temporeduzierung vorzunehmen, die Tempo 60km/h möglichst nicht überschreitet.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen