Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3496  

 
 
Betreff: Chaos am Übergang zum S-Bahnhof Poppenbüttel
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
04.04.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
06.06.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 19/3496

              28.03.2013


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


der Abgeordneten Sören Niehaus, Heinz Seier, Philip Buse, Axel Kukuk, Eckard Graage und Franziska Hoppermann (CDU)


 

Beratungsfolge

am

Top

Bezirksversammlung

04.04.2013

15.5

Bezirksversammlung

06.06.2013

14.3

 


!Titel!


Chaos am Übergang zum S-Bahnhof Poppenbüttel


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Seit einiger Zeit wird der S-Bahnhof Poppenbüttel umfassend baulich erneuert. Im Zuge der Errichtung der neuen Fußgängerbrücke über den Gleisen sollte der Übergang zum S-Bahnhof über den Wentzelplatz vom 08.03.2013 um 22.00 Uhr bis zum 14.03.2013 um 04.00 Uhr gesperrt werden. Ab dem 08.03.2013 wurde für die Fahrgäste der S-Bahn ein Busshuttle vom Wentzelplatz zum Bahnhofszugang am Stormarnplatz eingerichtet. Der S-Bahnhof Poppenbüttel ist ein hoch frequentierter Bahnhof. Die Sperrung des Zugangs Wentzelplatz führt spätestens seit ihrer Verlängerung zu erheblichem Unmut in der Bevölkerung.

 

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

 

Wer hat wann entschieden, dass die Sperrung des Zugangs Wentzelplatz vom 08.03.2013 um 22.00 Uhr bis zum 14.03.2013 um 04.00 Uhr gelten soll?


Grundsätzlich entspricht die Sperrung des Zugangs dem im Bauvertrag festgelegten und im Vorwege kommunizierten Bauphasenplan.
Der genaue Zeitpunkt und der Umfang der Sperrung ist Sache der Bauausführung und wurde durch die Projektleitung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und die ausführende Firma am 23. Januar 2013 festgelegt. Die Abstimmung und Bestätigung mit der Polizei, der Hochbahn und der S-Bahn erfolgte am 6. Februar 2013.
 

Wer hat wann entschieden, dass die Sperrung nicht am 14.03.2013 um 04.00 Uhr enden wird, sondern am 28.03.2013 um 4.00 Uhr enden soll?

 

Wie kann es sein, dass eine Sperrung des Zugangs Wentzelplatz von 6 Tagen um mindestens 14 Tage auf mindestens 20 Tage insgesamt angestiegen ist? Wer ist dafür genau verantwortlich und was sind die genauen Ursachen?

zu 2. + 3.:

Die Behelfsbrücke ließ sich aus Platzgründen nicht wie geplant realisieren und war damit nicht mehr kompatibel zur provisorischen Fußgängerlichtsignalanlage (prov. FLSA). Dies hatte zur Folge, dass im Aufstellbereich der prov. FLSA nicht mehr genügend Platz vorhanden war und die Verkehrsdirektion die Freigabe der Behelfstreppe unter diesen Randbedingungen untersagt hat. Dies erfolgte am 8. März 2013 anlässlich eines Ortstermins mit dem LSBG, dem örtlichen Polizeikommissariat, der Verkehrsdirektion und der Hochbahn zum Thema Anpassung der provisorischen Fußgängerampel an die neue Situation (Behelfstreppe). Bis zum 13. März 2013 haben alle Beteiligten versucht, eine Lösung zu finden, um den ursprünglichen Freigabetermin dennoch zu halten.

Aufgrund der Tatsache, dass die prov. FSLA seinerzeit auf Forderung der Polizei fest eingebaut wurde, war ein kurzfristiges Anpassen der Ampel nicht möglich. Es wurde einvernehmlich festgestellt, dass die einzige Möglichkeit der sicheren Fußgängerführung darin besteht, den Busverkehr umzulegen. Dies bedeutete einen Vorlauf von ca. zwei Wochen, da die Hochbahn Anpassungen an Fahrplan und Informationsdurchsagen vornehmen musste. Deshalb kann die Behelfstreppe erst seit dem 28. März 2013 genutzt werden. Dies wurde am 13. März 2013 vom LSBG nach Abstimmung mit allen Beteiligten entschieden.
 

Spricht die zuständige Fachbehörde in diesem Zusammenhang von einem Planungsfehler? Wenn ja, wie kam dieser zustande? Wenn nein, warum nicht und wie bezeichnet die zuständige Fachbehörde diese eklatante Verzögerung der Baumaßnahmen?


Die Planungsänderungen, die zur Verlängerung des Busshuttles haben keine gravierende Verzögerung der Gesamtmaßnahme zur Folge.
 

Die Hinweisschilder über die Dauer der Sperrung und die Regelung des Zugangs sind nach Verlängerung des Sperrungszeitraums offenkundig handschriftlich mit einem Permanentmarker schlecht leserlich überschrieben worden. Wie erklärt sich die zuständige Fachbehörde dieses unprofessionell wirkende Ausweisen der geänderten Sperrungszeiten und –zugänge und warum war die zuständige Fachbehörde offensichtlich nicht auf eine mögliche Anpassung der Sperrungszeiten vorbereitet?

Der LSBG verfügt nicht über die technischen Möglichkeiten, entsprechende Hinweisbeschilderung kurzfristig selbst herzustellen. Eine Beauftragung der Leistung nimmt immer einige Tage in Anspruch. Die Informationen wurden über die Pressestellen BWVI, Hochbahn und S-Bahn verbreitet, sowie über eine verteilte Anliegerinformation. Wie bereits in der Antwort zu 2. erläutert, fiel die Entscheidung zur Verlängerung des Busshuttles erst kurzfristig am 13. März 2013, da alle Beteiligten bis zum Schluss eine andere Lösung gesucht haben.

 

Ist der zuständigen Fachbehörde bekannt, welchen Unmut eine derartige offensichtliche Fehlplanung und Verlängerung der Sperrung um ein vielfaches des ursprünglich geplanten Zeitraums in der Bevölkerung erzeugt? Wenn ja, wie gedenkt die zuständige Fachbehörde derartige Fehlplanungen zukünftig zu verhindern? Wenn nein, warum nicht?

Die unterschiedlichen Reaktionen sind dem LSBG bekannt. Durch ausreichende Personalkapazität bzw. Planungszeiträume werden die Prozesse zur Planung komplexer Projekten stetig verbessert.


 


 


 


 

Anlage/n:

ohne Anlagen