Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3497  

 
 
Betreff: Klassengrößen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
04.04.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
06.06.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 19/3497

              02.04.2013


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


der Abgeordneten Brigitte Lafrenz, Dr. Klaus Fischer, Helga Daniel, Klaus-Dieter Abend und FDP-Fraktion             


 

Beratungsfolge

am

Top

Bezirksversammlung

04.04.2013

15.6

Bezirksversammlung

06.06.2013

14.4

 


!Titel!


Klassengrößen


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Mit Erstaunen nehmen wir zur Kenntnis, dass die Klassengrößen vom übernächsten

Schuljahr an wieder von 19 auf 23 Kinder erhöht werden.

 

Betroffen sind im Bezirk Wandsbek immerhin 6 Schulen, jedenfalls nach heutigem

Kenntnisstand:

 

Erich-Kästner-Schule

Schule am Eichtalpark

Schule am Sooren

Schule Appelhoff

Schule Kaminer-Straße

Schule Wildschwanbrook

 

Auch wenn sich der KESS Index verbessert haben soll (von 3 nach 4), ist es nicht

vorstellbar, dass Klassen, die Kinder aus Förderschulen – Stichwort Inklusion –

haben, mit einer höheren Schülerzahl zurechtkommen. Im Gegenteil, kleinere Klassen sind

eine Chance zum besseren Lernen. Der Schulfrieden, der parteiübergreifend vereinbart

wurde, scheint mehr denn je in Gefahr!

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

 

In der o. a. Angelegenheit nimmt die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) zur Anfrage XIX/1122 wie folgt Stellung:

 

1. Ist die Veränderung hin zu größeren Klassen in den genannten Schulen in Wandsbek mit der

Schulleitung abgesprochen?

 

Zur Aktualisierung des Sozialindex wurden im Winter 2011/12 an allen staatlichen Hamburger Schulen schriftliche Eltern- und Schülerbefragungen der Jahrgänge 3-4 in Grundschulen und 5-9 in weiterführenden Schulen durchgeführt. Dabei wurden, in der Tradition der Erhebung und Berechnung von Indizes sozialer Belastung, Fragen zu verschiedenen Dimensionen der sozialen Belastung erhoben:

-          soziale Hintergrundvariablen,

-          ökonomische Hintergrundvariablen,

-          kulturelle Hintergrundvariablen,

-          Migrationsmerkmale.

 

Um über diese Facetten hinaus unterschiedliche Datenquellen zur höheren Validität des Sozialindex zu nutzen, wurden für die Konstruktion des Index zusätzlich Daten des Statistikamts Nord integriert. Dabei handelt es sich um Sozialraumdaten (z. B. die Arbeitslosenquote), die auf Ebene der Statistischen Gebiete, in denen die Schülerinnen und Schüler leben, vorliegen (eine kleinräumige regionale Einheit, in der durchschnittlich etwa 200 Personen leben).

Anhand der Ergebnisse aus den Erhebungen sowie den Daten des Statistischen Landesamts wurde anhand einer konfirmatorischen Faktorenanalyse ein Belastungswert für jede Schule errechnet. Auf Grundlage dieser Belastungswerte ist die verteilungsbasierte Gruppenbildung vorgenommen worden. Insgesamt bildet der neue Sozialindex die aktuelle Situation der Hamburger Schulen somit passgenauer ab, als der bisherige, der für Grundschulen aus 2003 und für die weiterführenden Schulen aus 2005 datiert. Eine ausführliche Darstellung des methodischen Vorgehens findet sich in den Schriftlichen Kleinen Anfragen 20/7094 und 20/7240.

Über das Ergebnis der Aktualisierung des Sozialindex sind alle Schulleitungen schriftlich informiert worden. Für inhaltliche Rückfragen und Gespräche stehen den Schulleitungen das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung sowie die zuständigen Schulaufsichtsbeamten zur Verfügung.

 

2. Wird die Personalausstattung in den genannten Schulen in Wandsbek gehalten? Sollten sich

Änderungen ergeben, worin bestehen diese?

 

Die Umstellung auf den neuen Sozialindex wird in mehreren Schritten vorgenommen. Zum Schuljahr 2013/14 werden die Personalbedarfe für die Sprachförderung und die Inklusion sowie für die Durchführung des Vorstellungsverfahrens Viereinhalbjähriger umgestellt. Ab dem Schuljahr 2014/15 wird in einem zweiten Schritt aufwachsend mit jeder neuen ersten Klasse auch der Personalbedarf für die Grundversorgung und für den Ganztag an den neuen KESS-Index angepasst. Die mit der Umstellung verbundene Personalverschiebung wird an Schulen, die zum 1. August 2013 eigentlich mehr als 5% ihres Personalbedarfs umstellen müssen, individuell vereinbart. Sprachförder- und Inklusionsbedarfe einschließlich der Bedarfe für die Vorstellung der Viereinhalbjährigen bleiben so zum Teil vorerst erhalten, so dass die Umstellung auf den neuen KESS-Index langsamer und für diese Schulen verträglicher erfolgt als ursprünglich vorgesehen.

 

Im Übrigen siehe Drs. 20/7094.

 

3. Wird von der Behörde erwartet, dass die Schülerzahlen insgesamt abnehmen? Wenn ja, in

welchem Umfang?

 

Die zuständige Behörde erwartet keine abnehmenden Schülerzahlen.


 


 


 


 

Anlage/n:

ohne Anlagen