Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3509  

 
 
Betreff: Erinnerungsort Deutscher Kolonialismus in Afrika
Beschlussvorlage des Ausschusses für Finanzen und Kultur
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
04.04.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

 

 

              Drucksachen-Nr. 19/3509

              03.04.2013


 

Beschlussvorlage

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

04.04.2013

7.3

 


!Titel!


Erinnerungsort Deutscher Kolonialismus in Afrika

Beschlussvorlage des Ausschusses für Finanzen und Kultur


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


       Ursprünglicher interfraktioneller Antrag (Drs.-Nr.: 19/3495) der SPD-Fraktion, GRÜNEN-Fraktion und CDU-Fraktion im Ausschuss für Finanzen und Kultur am 02.04.2013 (die FDP-Fraktion und die Fraktion Die Linke sind dem Antrag in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Kultur am 02.04.2013 beigetreten).

 

       Einstimmig beschlossen.

 

Die Bezirksversammlung hat am 10.12.2009 (Drucksachen-Nr. 18/3330.1) beschlossen, bis zu 10.000 Euro für das Vorhaben des zu diesem Zeitpunkt so genannten „Tansania-Park“ und später „Geschichtsgarten Deutschland – Tansania“ zur Verfügung zu stellen, sofern die beteiligten Fachbehörden (Kulturbehörde, BSU und Senatskanzlei) ihren Finanzierungsverpflichtungen nachkommen.

 

Da die beteiligten Fachbehörden einer Beteiligung und damit der Übertragung der Mittel an das Bezirksamt erst zustimmen wollen, wenn über Inhalte und Darstellung der Textbeiträge und Dokumente Einigkeit innerhalb der Politik auf Landesebene hergestellt wird, mussten die Texte und Dokumente (Bilddokumente) zumindest im Entwurf vorliegen. Die Bezirksversammlung hat deshalb am 01.07.2010 beschlossen, den „Wandsbeker Anteil“ (7.556,50 Euro) an der Finanzierung des so genannten „Tansania-Parks“ für die Zusammenstellung der Text- und Dokumentenentwürfe zur Verfügung zu stellen.

 

Unter Einbeziehung der Agentur „Graphische Werkstätten Feldstraße“ und von Fachleuten hat der Beirat die Texte und Bilddokumente fertig gestellt und dem Hauptausschuss am 03.12.2012 übergeben, damit sie jetzt den beteiligten Fachbehörden zur Abstimmung und Weiterentwicklung vorgelegt werden können. Parallel dazu soll ein öffentlicher Diskussionsprozess begonnen werden, der unbedingt auch Fachleute für postkoloniale Erinnerungskultur in Deutschland und Afrika sowie die Black Community Hamburg einbezieht.

 

Vor diesem Hintergrund möge der Ausschuss für Finanzen und Kultur als Beschlussempfehlung für die Bezirksversammlung beschließen:


 

Beschlussvorschlag

 


1.   Der Bezirksversammlungsvorsitzende wird gebeten, die Texte und Bilddokumente zum „Erinnerungsort Deutscher Kolonialismus in Afrika“ an die zuständige Fachbehörde weiter zu leiten.

 

2.   Der zuständigen Fachbehörde wird empfohlen,

 

a)   unter Einbeziehung der Senatskanzlei und der BSU den notwendigen politischen Prozess auf Landesebene anzustoßen und durchzuführen, um Verständigung über die Inhalte und Darstellung der Textbeiträge und Bilddokumente zu erzielen;

einen öffentlichen Diskussionsprozess unter Einbeziehung von Fachleuten für postkoloniale Erinnerungskultur in Deutschland und Afrika sowie der Black Community Hamburg auf Landesebene vorzubereiten und mit Beteiligung des Bezirks durchzuführen;

eine langfristige Lösung für die Trägerschaft des Erinnerungsortes hinsichtlich der Zuständigkeit für die Betreuung und Pflege der Flächen und der entstehenden Präsentation zu finden;

in das Projekt „Erinnerungsort Deutscher Kolonialismus in Afrika“ das Kasernengelände um den ehemaligen Exerzierplatz und die restlichen Mauersegmente von der Lettow-Vorbeck-Kaserne in der Wilsonstraße einzubeziehen.

 

Der Arbeitsauftrag des Beirats wird für beendet erklärt und der Beirat wird aufgelöst.

 

Die Bezirksversammlung dankt den Mitgliedern des Beirats für ihre langjährige engagierte Arbeit.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen