Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3547  

 
 
Betreff: Verkehrsführung Hammer Straße
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
25.04.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
06.06.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 19/3547

              11.04.2013


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


der Abgeordneten Klaus-Dieter Abend, Dr. Klaus Fischer,

Helga Daniel, Brigitte Lafrenz und FDP-Fraktion


 

Beratungsfolge

am

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Bezirksversammlung

25.04.2013

15.1

Bezirksversammlung

06.06.2013

14.7

 


!Titel!


Verkehrsführung Hammer Straße


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Der Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) hat zur Verkehrsführung während der Bauarbeiten an der Hammer Straße am 30.05.2012 eine schriftliche kleine Anfrage an den Senat gerichtet, die dieser mit der Drucksache 20/4309 beantwortet hat.

 

Diese damalige Beantwortung vorausgesetzt, frage ich die Verwaltung, wobei ich gleichzeitig a) voraussetze, dass nunmehr, drei Monate vor Arbeitsbeginn, die Planungsvorbereitungen                  abgeschlossen sind und b) der Schienenverkehr auf den beiden Strecken uneingeschränkt fortgesetzt wird, folgendes:

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

 

1.

Nach der Antwort des Senats wird der Verkehr auf der Hammer Straße von bisher vier auf zwei Fahrspuren eingeschränkt.

 

a.

Welche der beiden Fahrspuren bleiben erhalten und in jeweils welche Richtungen werden diese beiden verbleibenden Fahrspuren geführt?

 

Im ersten Schritt wird die Ostfahrbahn der Hammer Straße voll gesperrt. Dort finden Leitungs- und Straßenbauarbeiten statt. Der Verkehr wird über die Westfahrbahn geführt mit je einem Fahrstreifen pro Richtung. Im zweiten Schritt wird, für den Trogbau, der Verkehr von der Westfahrbahn auf die Ostfahrbahn verlegt. Dort wird ebenfalls im Richtungsverkehr auf je einem Fahrstreifen pro Richtung gefahren.

Für den Schwerlastverkehr ist die Hammer Straße während der zweispurigen Verkehrsführung aufgrund der geringen Fahrbahnbreite gesperrt.

 

b.

Da zwischen Claudiusstieg und Jüthornstraße die bisherigen jeweils zwei Fahrspuren durch Busch- bzw. Baumbewuchs in der Art eines Knicks getrennt werden, wird gleichzeitig diese Trennung entfernt werden?

 

Die Mittelinsel im südlichen Abschnitt der Hammer Straße wird in Höhe der Hausnummer 69 gequert. Die Querung erfordert die Herstellung einer sogenannten Weiche an dieser Stelle, die für die verschiedenen Bauphasen und Verkehrsführungen genutzt werden wird. Im Endzustand ist an dieser Stelle ebenfalls eine Weiche vorgesehen. Die übrige Mittelinsel bleibt erhalten.

 

c.

Welche sonstigen straßenbaulichen Veränderungen werden vorgenommen werden, auf denen die verbleibenden zwei Spuren geführt werden?

 

Für die Verkehrsführung auf der Westfahrbahn sind keine weiteren baulichen Veränderungen notwendig. Die vorhandene Fahrbahnbreite von mindestens sechs Metern ist ausreichend. Im Anschluss an den Leitungsbau in der Ostfahrbahn, wird diese so hergerichtet, dass dort im Richtungsverkehr zweispurig gefahren werden kann. Der Abschnitt zwischen Claudiusstieg und Jüthornstraße wird bereits für den Endzustand ausgebaut.

 

d.

Gibt es, alternativ, auf der westlichen Seite Eingriffe bzw. Veränderungen in den Fußgänger- und Radfahrerbereich?

 

In die westliche Nebenfläche wird während der Verkehrsführung auf der Westfahrbahn nicht eingegriffen.

 

e.

Wie ist es mit Rücksicht auf die Schulen auf der westlichen Seite mit der Schulwegsicherung?

 

Während der Sperrung der Ostfahrbahn sind die Schulen und Kindergärten auf der Westseite der Hammer Straße wie gewohnt über die westliche Nebenfläche zu erreichen. Der Trogbau beschränkt sich auf den Bereich zwischen Rantzaustraße und Trauns Allee. Die Schulen und Kindergärten liegen außerhalb des Baufeldes und sind nach wie vor erreichbar.

 

f.

Umgekehrt, sollten zunächst die beiden östlichen Fahrstreifen erhalten bleiben, gibt es bereits jetzt dort Eingriffe in den Fußgänger- und Radfahrerbereich bzw. in die dort vorhandenen Vorgärten?

 

Siehe Antwort zu 1c. Bis zur Sperrung der Ostfahrbahn sind keine Eingriffe geplant.

 

g.

Werden die beiden verbleibenden Fahrstreifen vom Horner Kreisel her in Richtung Norden geführt oder umgekehrt?

 

Die zweispurige Verkehrsführung erfolgt erst zwischen dem Knoten Hammer Straße / Jüthornstraße und der Rantzaustraße. Es wird ein Fahrstreifen pro Richtung geführt.

 

2.

Bei der Führung der beiden Fahrstreifen entweder von Norden her in Richtung Horner Kreisel oder umgekehrt vom Horner Kreisel her: Wie gedenkt die Bauleitung den Umgang mit Stauungen, beginnend mit dem Rechtsabbieger der Bundesautobahn am Horner Kreisel, sodann nach der Abbiegung in die Richtung Jüthornstraße bzw. umgekehrt vom Bahnhof Friedrichsberg her über die Kreuzung der Wandsbeker Chaussee/Wandsbeker Markstraße und sodann bis zur Abzweigung Pappelallee?

 

Die Hammer Straße bleibt in beide Richtungen befahrbar. Es werden weiträumig Hinweisschilder aufgestellt, die auf Verkehrsbehinderungen in diesem Bereich hinweisen. Der Schwerverkehr wird über eine Umleitung geführt. Die Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte wird laufend geprüft, sodass bei Bedarf Anpassungen der Ampelschaltungen vorgenommen werden können.

3.

Inwieweit ist sichergestellt, dass ortsunkundige Kraftfahrer, vom Bahnhof Friedrichsberg kommend, angesichts von Stauungen links in die Bärenallee einbiegen?

 

Ortsunkundige Fahrer können der vorhandenen Wegweisung folgen.

a.

Wie ist der Busverkehr als zügig sichergestellt, der von der Bärenallee in die Pappelallee weitergeführt wird?

 

Der Busverkehr auf der Bärenallee / Pappelallee ist durch die zweispurige Verkehrsführung auf der Hammer Straße nicht betroffen. Während des Knotenpunktumbaus muss der Bus zeitweise umgeleitet werden.

 

4.

Wann wird der Verkehr auf der Bundesautobahn, von Jenfeld kommend, auf die Verkehrseinschränkungen in der Hammer Straße aufmerksam gemacht?

 

a.

Wie ist sichergestellt, dass es nicht gegebenenfalls schon auf der Bundesautobahn selbst zu Stauungen kommt, weil der nach Norden abbiegende Verkehr nicht damit rechnet, in eine nicht vollständig leistungsfähige Straße einzubiegen?

 

Zu 4 und 4a.:

Es wird ein Hinweisschild an der Autobahnabfahrt HH-Jenfeld aufgestellt, welches den Schwerverkehr auf die Sperrung der Hammer Straße hinweist und die Nutzung der Abfahrt HH-Jenfeld empfiehlt. Außerdem wird rechtzeitig vor dem Horner Kreisel mit weiteren Hinweisschildern auf die Verkehrsbehinderungen und die Umleitung für den Schwerverkehr hingewiesen.

 

5.

Sind bereits nachhaltig warnende Beschilderungen vorbereitet für Fahrzeuge, die aus Richtung Lübeck kommen, um wie bisher im Horner Kreisel nach rechts in Richtung Norden abzubiegen?

 

a.

Wie ist es mit Warnhinweisen auf der BAB Berlin-Hamburg?

 

b.

Wie ist es mit solchen Hinweisen aus Richtung Süden?

 

c.

Sind bereits für diese Fälle verkehrslenkende Maßnahmen vorbereitet und wann werden diese bekannt gegeben?

 

d.

Wie ist es mit Warnhinweisen aus entgegengesetzter Richtung, insbesondere auf dem Ring 2, mit entsprechenden Empfehlungen, dass Autobahnbenutzer rechtzeitig als Linksabbieger Möglichkeiten nutzen, um etwa noch auf die Auffahrt Jenfeld auszuweichen?

 

 

Zu 5 und 5a bis d.:

Es werden weiträumig an allen großen Zubringerstraßen Hinweistafeln aufgestellt, die auf die Verkehrsbehinderungen in der Hammer Straße und die Sperrung für Lastkraftwagen hinweisen. Die Hinweistafeln werden drei Wochen vor Beginn der Sperrung der Ostfahrbahn aufgestellt.

 

 

 

 

6.

In welchem Umfang soll der Verkehr auf der Bundesautobahn angesichts der Einschränkungen der Hammer Straße ersatzweise weitergeführt werden für Abbieger nach Norden, insbesondere zum Flughafen Fühlsbüttel?

 

Da die Hammer Straße für den Personenkraftwagen-Verkehr befahrbar bleibt, sind keine besonderen Maßnahmen zur Umleitung notwendig. Ortskundige Fahrer werden sich aufgrund der Hinweisbeschilderung andere Wege suchen.

 

7.

Sollte man sich vorstellen, dass dieser Verkehr über den Hammer Steindamm geführt wird mit der Absicht eines Rechtsabbiegens in die Wandsbeker Chaussee und sodann hinter der S-Bahn nach links in die Brauhausstraße: Mit welchem Verkehrsaufkommen rechnet man, einschließlich des bisherigen Verkehrs auf der Wandsbeker Chaussee unter der Einrechnung des Gegenverkehrs, der nur ein begrenztes Abbiegen nach links in die Brauhaustraße gestattet?

 

Eine Umleitung in diese Richtung wird nicht eingerichtet. Verkehrszahlen für diesen Lastfall liegen nicht vor.


 


 


 


 

Anlage/n:

ohne Anlagen