Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 19/3797  

 
 
Betreff: Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen auf öffentlich genutzten Gebäuden
Beschluss der Bezirksversammlung vom 08.12.2011 (Drs.-Nr.: 19/1261)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
06.06.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

 

 

              Drucksachen-Nr. 19/3797

              04.06.2013


 

Mitteilung

des Bezirksamtes

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

06.06.2013

13.15

 


!Titel!


Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen auf öffentlich genutzten Gebäuden

Beschluss der Bezirksversammlung vom 08.12.2011 (Drs.-Nr.: 19/1261)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Folgender Beschluss wurde gefasst:

Für die im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg befindlichen Gebäude

Charlottenburger Str. 1 und Tegelbarg 2b möge die Verwaltung die Fachbehörde bitten, diese

Flächen zur Nutzung sowohl von Photovoltaik- als auch einer Solarthermieanlage

Energieunternehmen anzubieten.

Für die aufgeführten angemieteten Gebäude wird die Verwaltung gebeten mit den Eigentümern

zu klären, ob eine Nutzung der Dachflächen möglich ist.

Die Verwaltung möge die Ergebnisse anschließend der Bezirksversammlung vorlegen.

 

Zum Beschluss nimmt das Bezirksamt wie folgt Stellung:

 

Das Bezirksamt Wandsbek hat das Energiebaureferat der BSU um fachliche Beurteilung gebeten. Die BSU teilt zu dem Beschluss folgendes mit:

Zu 1.: „Solarthermische Anlagen auf öffentlichen Gebäuden sind unwirtschaftlich. Denn die finanziellen Einsparungen durch solarthermisch erzeugte Wärmemengen sind in der Regel nicht höher als die kalkulatorisch anzusetzenden Betriebskosten (Stromverbrauch, Wartung, usw.), die auf jeden Fall erwirtschaftet werden müssen. Die darüber hinaus zu finanzierenden Investitionskosten können durch die Energie-Einsparung einer solarthermischen Anlage überhaupt nicht mehr erwirtschaftet werden.

Zudem sind solarthermischen Anlagen nur dann sinnvoll, wenn ganzjährig (also insbesondere auch in den Sommermonaten) ein entsprechender Warmwasserbedarf in dem Gebäude besteht. Das ist in der Regel nicht gegeben. In öffentlichen Verwaltungsgebäuden dürfen Warmwasserwaschstellen nämlich auf Grund der aufzuwendenden Wärmeenergie und der entstehenden Verteilverluste nur sehr eingeschränkt bereitgestellt werden. (vgl. Ziffer 8.4 der Technischen Anweisung Nr. 1 / Heizungsbetriebsanweisung).“

In öffentlichen Verwaltungsgebäuden ist ein entsprechender Warmwasserbedarf im Normalfall nicht gegeben.

Aufgrund der geringen EEG-Einspeisevergütung für Solarstrom besteht von Seiten Hamburg Energie Solar GmbH kein Interesse mehr an der Anmietung von Dachflächen. Die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz wirft zudem haushaltsrechtliche Probleme auf.

Alternativ könnte auch eine Speicherbatterie für den überflüssigen Solarstrom installiert werden. Deren zusätzliche Kosten würden sich allerdings negativ auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. Ebenfalls wirtschaftlich bedenklich sind spätere erforderliche Wartungsarbeiten der Photovoltaikanlagen.

Hamburg Energie Solar GmbH mietet aufgrund der geringen EEG-Einspeisevergütung nur sehr große Flächen ab 10.000m² an. Derart große Flächen hat das Bezirksamt Wandsbek jedoch nicht zu vermieten.

 

Zu 2.: Wirtschaftliche Aspekte, die unter 1. aufgeführt sind, gilt es auch bei den angemieteten Gebäuden zu bedenken. Hinzu kommt der stark eingeschränkte Handlungsspielraum des Bezirksamtes als Mieter. Die Vermieter der Gebäude sind nicht bereit derart große Investitionen zu tätigen; selbst anteilige Ausgaben für diese Projekte wurden verweigert.


 

Beschlussvorschlag

 


Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen