Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/0005  

 
 
Betreff: Farmsen Radwegverkehrskonzept
Beschluss der Bezirksversammlung vom 31.01.2008, TOP 6.49
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 18/0005

              25.03.2008


 

Mitteilung

des vorsitzenden Mitglieds der Bezirksversammlung

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

 

 

 

 


!Titel!


Farmsen Radwegverkehrskonzept

Beschluss der Bezirksversammlung vom 31.01.2008, TOP 6.49


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Die Verkehrsdirektion 5 nimmt federführend als Zentrale Straßenverkehrsbehörde unter Beteiligung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Zentraldirektion der Polizei wie folgt Stellung:

 

Die Bezirksversammlung führt insgesamt vier Verkehrsknoten in unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofes Farmsen sowie des EKT Farmsen mit angrenzendem Gewerbegebiet auf. An diesen Knoten soll die Radwegverkehrsführung anläßlich der Wohnbebauung im Berner Heerweg 206 – 210 sowie der Erweiterung des Einkauftreffs verbessert werden. Da ein großer Anteil des Radverkehrs verkehrswidrig links fährt, soll dieses Verhalten legalisiert werden.

 

August-Krogmann-Straße / Berner Heerweg / Rahlstedter Weg

Dieser Knoten wurde bereits in den Jahren 1997/1998 umgebaut, um die Sichtbeziehung zwischen den einzelnen Verkehrsarten zu verbessern und dadurch die Unfälle zu reduzieren. So wurden an jedem Knotenarm geradlinige Radwegefurten mit Aufstellflächen für linksabbiegende Radfahrer sowie separate Signalisierungen geschaffen. Der Knoten galt als Musterbeispiel für eine Radverkehrsführung gemäß den Planungshinweisen für Stadtstraßen, Teil 9 (PLAST 9).

In einem Zeitraum von sechs Jahren (2002 – 2007) ereigneten sich drei Unfälle mit Fußgängerbeteiligung und elf Unfälle mit Radfahrerbeteiligung, welche sich über den gesamten Knoten erstrecken. Mit durchschnittlich 2,3 Unfällen im Jahr und der Tatsache, dass insgesamt starker Verkehr sämtlicher Verkehrsarten vorherrscht, liegt dieser Wert im normalen Bereich.

Anläßlich der Umsetzung der Radverkehrsstrategie - Bü-Drs. 18/7662 – zur Erhöhung der Sicherheit des Radverkehrs, wurde der Knoten näher untersucht.  Der Unfallanalyse konnte entnommen werden, dass sich die Konflikte überwiegend unstrukturiert über den gesamten Knoten erstrecken. Lediglich an zwei Örtlichkeiten gab es gleichartige Unfallverläufe, aus denen sich konkrete Zusammenhänge ableiten ließen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse sind folgende präventive Maßnahmen vorgesehen:

 

- Aufpflasterung der Eckausrundung im Bereich der Furt über den Rahlstedter Weg

- Änderung der Bepflanzung im Bereich des Geh- und Radweges August-Krogmann-Straße /

  Berner Heerweg

Eine genaue Zeitangabe über die Realisierung dieser Maßnahmen kann von Seiten der Polizei nicht getroffen werden. Die kurzfristige Umsetzung durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt ist vorgesehen.

 

Friedrich-Ebert-Damm / An der Walddörferbahn

An dieser Einmündung ereigneten sich innerhalb von sechs Jahren  (2002 bis 2007) zwei Unfälle mit Fußgänger- sowie sechs Unfälle mit Radfahrerbeteiligung. Im Zusammenhang mit der hohen Verkehrsbelastung sind die durchschnittlich 1,3 Verkehrsunfälle pro Jahr als normal bis gering einzustufen.

Im Sinne der Radverkehrsstrategie wurde auch dieser Knoten analysiert. Im Ergebnis konnten präventive Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Unfälle erarbeitet werden. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt wurde mit der kurzfristigen Umsetzung folgender Maßnahmen beauftragt:

- Roteinfärbung der Furt über die Einmündung An der Walddörferbahn

- Auftragen einer Sperrfläche auf der südwestlichen Knotenpunktzufahrt

 

Am Luisenhof / August-Krogmann-Straße

An diesen Knoten schließen Radwege an, auf welchen teilweise die Gegenläufigkeit angeordnet wurde, da u.a. aus Gründen der Leistungsfähigkeit nicht an jeder Knotenzufahrt Radwegfurten angelegt werden konnten. Diese Anordnung kann bestehen bleiben, da die Unfallsituation mit einem Radfahrerunfall in sechs Jahren absolut unauffällig ist und auch der Polizei keine Konflikte, etwa durch eigene Beobachtungen oder durch Bürgerbeschwerden, bekannt sind. Die derzeitige Regelung ermöglicht dem Radverkehr, Umwege zu vermeiden.

Da die Örtlichkeit Bestandteil der Freizeitroute 2 und Alltagsroute 6 ist, sind Verbesserungen anläßlich der Umsetzung der Radverkehrsstrategie zur Förderung des Radverkehrs nicht ausgeschlossen.

 

Berner Heerweg / Friedrich-Ebert-Damm

An diesem Knoten sind weder Konflikte mit Radfahrer- noch mit  Fußgängerbeteiligung registriert oder bekannt. Für eine konzeptionelle Änderung des derzeitigen Zustandes sieht die Verwaltung keine Veranlassung.

 

Benutzung von linken Radwegen und -furten

Einer Freigabe weiterer Örtlichkeiten für das Befahren in der Gegenrichtung kann nicht zugestimmt werden, da eine solche Anordnung nur in Ausnahmefällen möglich ist und gegenläufiger Radverkehr mit besonderen Gefahren verbunden ist. Einige Unfälle am Knoten August-Krogmann-Straße / Berner Heerweg / Rahlstedter Weg sind auf die ordnungswidrige Benutzung der linken Radwege und -furten zurückzuführen. Eine Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht würde keine Veränderung der derzeitigen Situation mit sich bringen, da einer Radverkehrsführung am Knoten auch dann zu folgen ist, wenn keine Radwegebenutzungspflicht besteht. Das zuständige Polizeikommissariat wird daher Überwachungsmaßnahmen im Rahmen der personellen Möglichkeiten durchführen.

 

Anpassung vorhandener Lichtzeichenanlagen

Hinsichtlich der Lichtzeichenanlagen an den Knoten sind keine Anpassungen erforderlich, da die derzeitige Aufschaltung unter optimaler Berücksichtigung der Belange aller Verkehrsarten vorgenommen wurde und keine Konflikte im Zusammenhang mit der Signalisierung bekannt sind.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass mit der Umsetzung der Maßnahmen zur Verhinderung von Verkehrsunfällen und der Überwachung von verkehrswidrigem Verhalten die Sicherheit an insgesamt zwei Verkehrsknoten künftig weiter verbessert werden kann. Am Knoten Am Luisenhof / August-Krogmann-Straße sind darüber hinaus Veränderungen zur Förderung des Radverkehrs hinsichtlich der Velorouten möglich.


 

Beschlussvorschlag

 


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Anlage/n:

ohne Anlagen