Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/0033  

 
 
Betreff: Fällung einer Rotbuche im Rönkrei Nr 37 (II)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 24 BezVG (Kleine Anfrage)
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 18/0033

              31.03.2008


 

Kleine Anfrage

gem. § 24 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


von Andre Schneider (SPD)


 

Beratungsfolge

am

TOP

 

 

 

 


!Titel!


Fällung einer Rotbuche im Rönkrei Nr 37 (II)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt/Fragen

 


Am 14.02.2008 beantwortete das Bezirksamt meine Kleine Anfrage vom 07.02.2008 zur Fällung einer Rotbuche im Rönkrei Nr. 37 in Poppenbüttel (vgl. Drucksachen-Nr. 17/4747). Im Nachgang zu dieser beantworteten Anfrage hat sich erneuter Nachfragebedarf ergeben. Es kam zu einigen Unklarheiten bei schriftlich und mündlich getätigten Aussagen des Bezirksamtes, bzw. dessen Mitarbeiter in dieser Angelegenheit, die einer dringenden Aufklärung bedürfen.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich die Bezirksamtsleiterin:

 

1.    Gibt es Erkenntnisse darüber, weshalb und mit welcher Begründung die Anwohner von Mitarbeitern der beauftragten Gartenbaufirma daran gehindert wurden (offenbar auch unter Androhung von körperlicher Gewalt), sich den gefällten Baum auf dem Privatgrundstück näher anschauen zu dürfen?

 

2.    Weshalb wurde – entgegen einer telefonischen Zusage vom zuständigen Mitarbeiter aus dem Bezirksamt gegenüber einem Nachbarn – der Baum mitsamt Wurzelbereich komplett entfernt, noch bevor eine zugesagte Beweissicherungsmaßnahme stattfinden konnte?

 

In Frage 5.) meiner Kleinen Anfrage vom 07.02.2008 fragte ich: Wurde ein Gutachten zur Beurteilung des Zustandes des Baumes eingeholt? [] Wenn nein, warum nicht?Das Bezirksamt teilte lapidar mit: Nein. Ferner wird begründet, warum kein Gutachten eingeholt wurde: Da sich der Sachbearbeiter von dem schlechten Zustand des Baumes am 22.01.2008 an Ort und Stelle überzeugt hatte. Nach Mitteilung einer Nachbarin habe ihr der zuständige Mitarbeiter des Bezirksamts telefonisch mitgeteilt, das er nur das Gutachten gesehen habe und gar nicht gewusst habe, um welchen Baum es sich handele und sich die Sache auch nicht angesehen habe und er nur aufgrund des Gutachtens die Genehmigung erteilt habe.

a)     Gab es ein Gutachten zur Fällung des Baumes und liegt es dem Bezirksamt vor? Zu welcher Bewertung kommt das Gutachten?

b)    Wann war welcher Mitarbeiter des Bezirksamtes tatsächlich vor Ort, um den Baum in Augenschein zu nehmen und welche dokumentierten Ergebnisse lagen nach diesem Besuch vor und führten zu welcher Entscheidung?

c)     Wie erklärt das Bezirksamt diese divergierenden Aussagen?

 

 

Das Bezirksamt beantwortet die Fragen wie folgt:                                                                         10.04.2008

 

Zu 1.

Nein.

 

Zu 2.

Der entsprechende Anruf fand zeitgleich mit der Fräsung des Stubbens statt. Eine Zusage, den Stubben zu erhalten, hat es nicht gegeben.

 

Zu 3a.

Es gab kein Gutachten. Der Fällantrag wurde durch eine Fachfirma gestellt und begründet mit Pilzbefall und diversen Faulstellen im oberen Bereich und dem damit verbundenen Sicherheitsrisiko.

 

Zu 3b.

Am 22. Januar 2008 war ein Mitarbeiter des Bezirksamts auf dem Grundstück und hatte sich durch Inaugenscheinnahme von den Schäden und der Gefährdungssituation überzeugt. Daraufhin wurde am 23. Januar 2008 die Fällgenehmigung erteilt.

 

Zu 3c.

Der zuständige Mitarbeiter kann sich an das zitierte Gespräch nicht erinnern.

 


 


 


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen