Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/0034  

 
 
Betreff: Zustand des Grünzuges zwischen Leharstraße und Deepenhorn in Meiendorf
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 24 BezVG (Kleine Anfrage)
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 18/0034

              31.03.2008


 

Kleine Anfrage

gem. § 24 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


von Lars Kocherscheid (SPD)


 

Beratungsfolge

am

TOP

 

 

 

 


!Titel!


Zustand des Grünzuges zwischen Leharstraße und Deepenhorn in Meiendorf


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt/Fragen

 


Zwischen der Leharstraße und der Straße Deepenhorn in Meiendorf zieht sich ein Grünzug, in dem sich neben einem Gewässer auch ein Spielplatz sowie ein Denkmal für die Toten der Weltkriege befinden. Der Grünzug wird nicht nur von Spaziergängern rege genutzt, er stellt darüber hinaus auch eine häufig genutzt Verbindung zu den Geschäften am Spitzbergenweg sowie dem Sportplatz des Meiendorfer SV und der Haupt- und Realschule in der Straße Deepenhorn dar.

Sowohl der Grünzug als auch das Gewässer befinden sich in einem traurigen Zustand. Der Bewuchs wuchert vielerorts und macht zusammen mit gefallenen Bäumen einen ungepflegten Eindruck; es sind kaum noch Bänke vorhanden, die zum Verweilen einladen. Im Gewässerbereich haben sich an verschiedenen Stellen gefallene Bäume festgesetzt die eine Sperre und Sammelstelle für Treibgut bilden. Besonders beklagenswert ist der Zustand der Wege. Bei widriger Witterung bleiben viele Bereiche mehrere Tage unter Wasser und gleichen eher Matsch- und Schlammpisten als Wegen.

Viele Meiendorfer Bürger beklagen den verwahrlosten Zustand der Anlage und machen inzwischen einen Bogen um diesen Bereich.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich die Bezirksamtsleiterin:

 

1.   Hat der o.g. Grünzug einen offiziellen Namen? Wenn ja, seit wann und wie lautet dieser?

 

2.   Um was für ein Gewässer handelt es sich in diesem Grünzug? Woraus speist es sich und wohin fließt es ggf. ab?

 

3.   Wie beurteilt die Bezirksamtsleiterin den Zustand des Grünzuges zwischen Leharstraße und Deepenhorn sowie des dortigen Gewässers?

 

4.   Welche Lebewesen gibt es nach dem Kenntnisstand des Bezirksamtes im Gewässer in der Mitte des Grünzuges?

 

5.  Welche pflegerischen Maßnahmen sind in diesem Bereich in den letzten fünf Jahren vorgenommen worden bezüglich

 

a.      des Grünzuges und der Wege?

b.      des Gewässers?

c.      des Spielplatzes?

 

6.   Plant das Bezirksamt derzeit pflegerische Maßnahmen bzw. Sanierungsmaßnahmen für dieses Jahr im Bereich

 

a.      des Grünzuges und der Wege?

b.      des Gewässers?

c.      des Spielplatzes?

 

Wenn ja, welche Maßnahmen jeweils und wann sollen diese durchgeführt werden?

Wenn nein, weshalb nicht?

 

7.  Sieht die Bezirksamtsleiterin eine Möglichkeit, den Zustand der Wege kurzfristig so zu verbessern, dass diese auch bei widrigen Witterungsverhältnissen besser nutzbar sind?

 

8.   An zwei Stellen gibt es Zu- / Abflüsse des Gewässers. Diese Bereiche sind von den Wegen aus bis an ein Geländer heran begehbar. An beiden Bereichen sind Teile des Weges weggebrochen, es haben sich Trampelpfade hinab zum Wasser gebildet. An diesen Stellen werden Kinder geradezu eingeladen, neben den Geländern an das Gewässer hinab zu klettern und sich in Gefahr zu begeben. Sieht die Bezirksamtsleiterin eine Möglichkeit, den Zustand dieser Anlagen kurzfristig zu verbessern und sicherer zu machen?

 

9.   Im Bereich nahe dem Spielplatz gibt es eine breite Treppe, die an das Gewässer heranführt. Dort steht ein Schilder-Mast ohne Schild im Wasser.

a.   Weshalb fehlt hier das dort einmal befestigte Schild und um welche Beschilderung handelte es sich dabei?

b.   Wird das Bezirksamt hier das Schild ersetzen oder den Mast entfernen, um diesem tristen Zustand ein Ende zu bereiten?

 

 

              Das Bezirksamt, Fachamt „Management des öffentlichen Raumes“ (MR) nimmt wie folgt Stellung:

 

Zu 1:   Der Grünzug zwischen Leharstraße und Deepenhorn in Meiendorf hat keinen offiziellen Namen.

 

Zu 2:   Das Gewässer heißt Deepenhornteich und gehört HamburgWasser (ehemals Hamburger Stadtentwässerung – HSE). Der Teich wird vom Deepenhorngraben, dem Islandgraben sowie einem Regenwassersiel gespeist. Der Teich hat einen Ablauf in ein Regenwassersiel zur Leharstraße, das in Richtung Berner Wald / Berner Gutsteiche zunächst in den Deepenhorngraben und schließlich in die Berner Au mündet.

 

Zu 3:   Die Grünanlage befindet sich in einem verkehrssicheren Pflegezustand. Beschwerden von Bürgern über den Zustand der Grünanlage sind dem Bezirksamt Wandsbek nicht bekannt.

 

Zu 4:   Dem Bezirksamt Wandsbek liegen keine Daten zur Besiedlung des Deepenhornteichs vor.

 

Zu 5:    Die im Einzelnen durchgeführten Pflegemaßnahmen werden nicht statistisch erfasst. Es werden die üblichen zum Erhalt des vorhandenen Pflegezustandes notwendigen Maßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung der gewässerökologischen Belange, durchgeführt.

 

Zu 5a: Es finden Regelpflegearbeiten im Rahmen der personellen und finanziellen Möglichkeiten statt, wie etwa Rasenmähen, Müllentsorgung, Gehölzschnitt, sowie Verkehrssicherungsmaßnahmen. Im Rahmen der regelmäßigen Begehung durch die Wegeaufsicht (zuletzt am 01.04.2008) wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.

 

Zu 5b: Da es sich um ein Gewässer der HSE handelt, führt das Bezirksamt Wandsbek keine pflegerischen Maßnahmen durch.

 

Zu 5c:  Zusätzlich zu den in 5a genannten Arbeiten wird der Sand einmal jährlich gereinigt bzw. ausgetauscht. Zudem finden jeweils wöchentliche, monatliche und jährliche Sicherheitskontrollen des Spielplatzes statt. Spielgeräte werden je nach Bedarf repariert oder ggf. ersetzt.

 

Zu 6a: Neben der Regelpflege und der Fortführung der bestehenden Verkehrssicherungsmaßnahmen sind keine Veränderungen oder Umbauten geplant.

 

Zu 6b: Nach hiesigem Kenntnisstand plant die HSE keine Maßnahmen.

 

Zu 6c: Außer der Regelpflege und ev. notwendig werdender Reparaturen sind keine besonderen Maßnahmen geplant.

 

Zu 7:   Wegen des hochstehenden Grundwasserstandes in dem gesamten Gebiet ist bei länger anhaltenden Niederschlägen eine kurzzeitige Einschränkung der Benutzbarkeit der Wege nicht zu vermeiden. Eine Befestigung der Wege mit harten Belägen ist ökologisch nicht sinnvoll und würde auch den zur Verfügung stehenden finanziellen Rahmen sprengen.

 

Zu 8:   Der Schaden ist bereits bekannt. Eine Schadensmeldung wurde an die HSE als Eigentümerin weitergeleitet.

 

Zu 9:   Nach hiesigem Kenntnisstand ist dieser Mast Teil eines ehemaligen Schildes, das darauf hinweisen sollte, dass das Füttern der Enten auf dem Teich eine erhebliche Nährstoffbelastung mit sich bringe und daher aus gewässerbiologischen Gründen dieses zu unterlassen sei.

Da der Erfolg dieser Untersagungsschilder jedoch mäßig und teilweise auch eine provozierende Wirkung festzustellen war, hat sich das Bezirksamt entschieden, solche Schilder in dieser Form nicht mehr zu erneuern. Der Mast wird kurzfristig entfernt.


 


 


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen