Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/0093  

 
 
Betreff: Unfallhäufungsstellen im Bezirk Wandsbek
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
08.05.2008 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
29.05.2008 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
26.06.2008 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 18/0093

              15.04.2008


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


Lars Kocherscheid, Leni Melzer, Lars Pochnicht,  Evamarie Rake, André Schneider, Rainer  Schünemann (SPD) und Fraktion             


 

Beratungsfolge

am

Top

Bezirksversammlung

08.05.2008

13.3

Bezirksversammlung

29.05.2008

14.3

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

26.06.2008

11.2

 


!Titel!


Unfallhäufungsstellen im Bezirk Wandsbek


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Die kürzlich erfolgte Vorlage der Unfallbilanz 2007 hat ergeben, dass die Zahl der Verkehrsunfälle in Hamburg im vergangenen Jahr mit 62.500 um + 6,7 % höher lag als im Vorjahr (58.573). Wie die Antwort des Senates auf entsprechende Anfragen aus der Bürgerschaft zeigt, gibt es bestimmte Häufungsstellen, an denen es in besonderem Maße immer wieder zu Verkehrsunfällen kommt.

 

In diesem Zusammenhang fragen wir die zuständige Behörde:

I. Unfallhäufungsstellen im Bezirk Wandsbek

 

  1. Welches sind die Kreuzungen in Wandsbek mit den meisten Verkehrsunfällen?

(Bitte für die letzten fünf Jahre unter Nennung der zehn unfallträchtigsten Kreuzungen mit jeweiliger jahresbezogener Unfallanzahl, jeweiliger jahresbezogener Zahl der Verletzten/Toten und jeweiliger jahresbezogener Verkehrsfrequenz sowie der jeweiligen Unfalltypen aufführen.)

 

2.   Zu welchen wesentlichen Erkenntnissen führte die Auswertung und Analyse der unter Ziffer 1. erfragten Unfallhäufungsstellen und ihrer Ursachen?

 

3.   Inwieweit waren Fußgänger und Radfahrer von den unter 1. erfragten Unfällen betroffen? Wie stellt sich an den unter 1. erfragten Kreuzungen die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer dar?

  1. Welche Lösungsansätze wurden beziehungsweise werden für die unter 1. erfragten Unfallhäufungsstellen von wem, wann, wie und warum erarbeitet und von wem, wann und wie umgesetzt, um zu einer Entschärfung der Unfallgefährlichkeit zu kommen?

 

  1. Welche Erfolge stellten sich bei den unter 4. erfragten, getroffenen Maßnahmen ein (Vorher-Nachher-Vergleich)?

 

II. Unfalllage in der Schloßstraße

Wie aus der Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage 19/66 hervorgeht, ist im Bezirk Wandsbek die Kreuzung Robert-Schumann-Brücke und Schloßstraße die unfallträchtigste Kreuzung. Neben dieser Unfallhäufungsstelle gibt es lt. einer im April 2007 im Kerngebietsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek gehaltenen Präsentation der Polizei Hamburg (Verkehrsdirektion 52 – Zentrale Verkehrsunfallkommission) im Verlauf der Schloßstraße drei weitere Unfällhäufungsstellen.

 

1.   Im Zuge der o.g. Präsentation sind für die Unfallhäufungsstellen Schloßstraße / Wandsbeker Bahnhofstraße / Schädlerstraße und Neumann-Reichardt-Straße sowie Schloßstraße / Robert-Schumann-Brücke diverse bauliche Maßnahmen vorgestellt worden, die kurzfristig im Sinne einer Reduzierung der Unfallzahlen umgesetzt werden sollten.

 

a.   Welche dieser Maßnahmen sind wann umgesetzt worden? Welche der angedachten Maßnahmen sind ggf. bislang nicht umgesetzt worden und weshalb nicht?

 

b.   Gibt es bereits erste Einschätzungen zur Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen?

 

c.   Sind für diese beiden Unfallschwerpunkte weitere Maßnahmen geplant? Wenn ja, welche und wann sollen sie umgesetzt werden?

 

2.   Im Zuge der o.g. Präsentation sind für die Unfallhäufungsstellen Schloßstraße / Claudiusstraße und 8 - 12 verschiedene Analysen und teilweise bereits mögliche Maßnahmen für eine Reduzierung der Unfallzahlen vorgestellt worden. Abschließend hieß es, es würden weitere Beratungen stattfinden und ein Projektauftrag sei erfolgt.

 

a.   Zu welchem Ergebnis ist der in der Präsentation erwähnte Projektauftrag gekommen? Wurden dessen Ergebnisse den politischen Gremien im Bezirk vorgestellt bzw. ist eine derartige Vorstellung noch vorgesehen?

Wenn ja, wann?

Wenn nein, weshalb nicht?

 

b.   Wie stellen sich aktuell die Planungen für Maßnahmen zu einer Reduzierung der Unfallzahlen an der Unfallhäufungsstelle Schloßstraße / Claudiusstraße dar? In welchem Stadium sind die Planungen und wann ist mit Ihrer Umsetzung zu rechnen?

 

Wie stellen sich aktuell die Planungen für Maßnahmen zu einer Reduzierung der Unfallzahlen an der Unfallhäufungsstelle Schloßstraße 8 - 12 dar? In welchem Stadium sind die Planungen und wann ist mit Ihrer Umsetzung zu rechnen?

 

 

 

                                                                                                                                  

21.05.2008

Die Verkehrsdirektion der Polizei Hamburg beantwortet das Auskunftsersuchen wie folgt:

In der Antwort zur Bürgerschaftsdrucksache 18/869 hat der Senat bereits ausführlich zur Methodik der Unfallauswertung und den daraus resultierenden Maßnahmen Stellung genommen. Es werden nach wie vor keine Unfallauswertungen durchgeführt beziehungsweise Statistiken erstellt, die sich lediglich auf die Auflistung von Kreuzungen nach der Unfallhäufigkeit ohne Berücksichtigung der Unfallursachen mit Differenzierung der in der Drs. 18/869 aufgeführten Kriterien beziehen. Es werden darüber hinaus auch keine Statistiken über straßenverkehrsbehördliche Maßnahmen geführt. Eine differenzierte Aufschlüsselung aller in den Jahren 2003 – 2007 an den Unfallhäufungsstellen (UHS) durchgeführten straßenverkehrsbehördlichen Maßnahmen würde deshalb umfangreiche Akten-Recherchen erforderlich machen, die in der für die Beantwortung zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu leisten sind. Im Übrigen werden alle straßenverkehrsbehördlichen Maßnahmen dem Bezirk mitgeteilt.

 

Dies vorausgeschickt beantwortet die Verkehrsdirektion unter Beteiligung der Zentraldirektion der Polizei, des Bezirksamtes Wandsbek, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und des Landesbetriebes für Straßen, Brücken und Gewässer die Anfrage wie folgt:

 

I. Unfallhäufungsstellen im Bezirk Wandsbek

Zu 1.:

Die Gesamtzahlen der Verkehrsunfälle an den zehn unfallträchtigsten Kreuzungen in Wandsbek sind der nachstehenden Tabelle 1 zu entnehmen.

Die detaillierten Zahlen, bezogen auf Verletzte/Tote, Beteiligung von Radfahrern und Fußgängern sowie den Unfalltypen, sind nach Jahren (2003 – 2007) und Unfallhäufungsstellen aufgeschlüsselt der beigefügten Anlage zu entnehmen. Die Unfallhäufungsstellen (UHS) sind alphabetisch sortiert.

Soweit vorhanden, sind die durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärken für das Jahr 2005 (DTV 2005) angegeben, andernfalls die Tagesverkehre (TV) vom jeweiligen Zähltag. Letztere Werte sind nicht als Durchschnittswerte zu verstehen (Tabelle 2). Es handelt sind in jedem Fall um die Gesamtzahl der Fahrzeuge, die die Kreuzung täglich passiert haben.

Tabelle 1

UHS / Knotenpunkt

2003

2004

2005

2006

2007

Ahrensburger Straße/Holstenhofweg/

27

21

35

33

12

 

Ölmuehlenweg

 

 

 

 

August-Krogmann-Straße/ Berner Heerweg/

21

22

24

20

21

 

Rahlstedter Weg

 

 

 

 

Bargteheider Straße/Berner Straße/

15

18

19

25

23

 

Meiendorfer Straße/Oldenfelder Stieg

 

 

 

 

Bramfelder Chaussee/Steilshooper Allee

25

15

30

33

25

Brauhausstraße/Hammer Straße/Wands-

23

20

22

18

18

 

beker Chaussee/Wandsbeker Markstraße

 

 

 

 

Jenfelder Allee/Rodigallee/Schiffbeker Weg

30

28

32

47

43

Nordschleswiger Straße/Walddörferstraße/

26

25

23

22

28

 

Wandsbeker Allee

 

 

 

 

Robert-Schumann-Brücke/Schloßstraße

36

57

49

49

40

Robert-Schumann-Brücke/Wandsbeker

24

37

19

25

42

 

Allee/Wandsbeker Marktstraße

 

 

 

 

Saseler Chaussee/Stadtbahnstraße

20

16

22

35

28

 

Tabelle 2

UHS / Knotenpunkt

Knotenpunkt-Belastung

[Kfz/ 24Std]

DTV 2005/

Zähldatum

Ahrensburger Straße/Holstenhofweg/

Ölmuehlenweg

ca. 63.000

Mi., 07.06.06

August-Krogmann-Straße/ Berner Heerweg/

Rahlstedter Weg

ca. 65.000

Mi., 07.06.06

Bargteheider Straße/Berner Straße/

Meiendorfer Straße/Oldenfelder Stieg

ca. 50.000

DTV 2005

Bramfelder Chaussee/Steilshooper Allee

ca. 82.000

Do., 19.06.03

Brauhausstraße/Hammer Straße/Wands-

beker Chaussee/Wandsbeker Markstraße

ca. 81.000

Di., 09.04.91

Jenfelder Allee/Rodigallee/Schiffbeker Weg

ca. 53.000

DTV 2005

Nordschleswiger Straße/Walddörferstraße/

Wandsbeker Allee

ca. 64.000

Di., 26.02.02

Robert-Schumann-Brücke/Schloßstraße

ca. 77.000

Mi., 21.11.01

Robert-Schumann-Brücke/Wandsbeker

Allee/Wandsbeker Marktstraße

ca. 85.000

Mi., 21.11.01

Saseler Chaussee/Stadtbahnstraße

ca. 57.000

DTV 2005

 

Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

 

Zu 2. :

 

Ahrensburger Straße / Holstenhofweg/Ölmühlenweg

Die Kreuzung wurde im Spätsommer/Herbst 2004 umgebaut und in der heutigen Form freigegeben. Mit einer geringen Unfallzahl von 12 Verkehrsunfällen im Jahr 2007 scheint der Knoten in seiner heutigen Führung und Belastung unproblematisch zu sein.

 

August-Krogmann-Straße / Berner Heerweg/Rahlstedter Weg  

Die Auswertung ergab einen Jahresdurchschnitt von 20 bis 24 Unfällen. Die größte Anzahl (etwa 50 %) waren Unfälle im Längsverkehr. Bei diesen Unfällen handelte es sich in der Regel um Auffahrunfälle an den unterschiedlichen Knotenzufahrten. Für die Anzahl der restlichen Unfälle/Jahr zeigen sich keine besonderen Auffälligkeiten hinsichtlich der Ursachen.

 

Bargteheider Straße/Berner Straße / Meiendorfer Straße / Oldenfelder Stieg

Der betroffene Knoten weist eine gemischte Unfalllage aus. Zu berücksichtigen ist, dass der Knoten im November 2006 mit dem Ziel der Verbesserung des Verkehrsflusses umgebaut wurde. Eine weitere Beobachtung der Kreuzung erfolgt durch das örtlich zuständige Polizeikommissariat 38.

 

Bramfelder Chaussee / Steilshooper Allee

Die Überprüfung der Unfallursachen ergab im Betrachtungszeitraum 2003 - 2007 eine konstante Häufung der Unfälle im Längsverkehr. Die Unfallhäufung stellt sich aber ohne erkennbare örtliche Schwerpunkte dar.

 

Brauhausstraße/Hammer Straße / Wandsbeker Chaussee / Wandsbeker Marktstraße

Nach gleich bleibenden Unfallzahlen der Jahre 2003 – 2005 konnte ein Rückgang der Unfallzahlen 2006 und 2007 verzeichnet werden. Aufgrund der Auswertung konnte als eine der Unfallursachen Fehlverhalten im Zusammenhang mit den dort installierten zwei Grünpfeilen ausgemacht werden. In der Konsequenz wurde der erste Grünpfeil im Jahr 2004 und der zweite 2005 abgebaut. Ansonsten ist durchweg ein hoher Anteil der Verkehrsunfälle im Längsverkehr festzustellen.

 

Jenfelder Allee/Rodigallee / Schiffbeker Weg

Die UHS Jenfelder Allee / Rodigallee / Schiffbeker Weg wurde im Jahr 2001 von der örtlichen Straßenverkehrsbehörde untersucht und in der Unfallkommission beraten. Die UHS war insbesondere durch Einbiegen-/Kreuzen-Unfälle (Rotlicht-Missachtung) und Unfälle im Längsverkehr auffällig geworden. Die Unfallkommission hat daraufhin Markierungsänderungen und Maßnahmen zur besseren Erkennbarkeit der Signalgeber veranlasst. Nach einem kurzfristigen Rückgang der Unfallzahlen ist die Anzahl der Verkehrsunfälle wieder deutlich angestiegen. Die Gründe hierfür sind bisher nicht bekannt. Die Unfallkommission hat deshalb die Straßenverkehrsbehörde des PK 38 in 2007 gebeten, erneut eine Verkehrsunfallanalyse zu erstellen. Das Ergebnis liegt noch nicht vor.

 

Nordschleswiger Straße / Walddörferstraße / Wandsbeker Allee

Über den gesamten Zeitraum betrachtet, bewegen sich die Unfallzahlen auf gleich bleibendem Niveau. Schwerpunkt sind dabei die Linksabbiegebeziehung Nordschleswiger Straße / Walddörferstraße und die Rechtsabbieger Wandsbeker Allee / Walddörferstraße. Die Verkehrsdirektion wird gemeinsam mit der BSU prüfen, ob die Verkehrssicherheit an dieser Kreuzung noch verbessert werden kann.

 

Robert-Schumann-Brücke / Schloßstraße

Siehe Antwort zu II 1 a)

 

Robert-Schumann-Brücke / Wandsbeker Allee / Wandsbeker Marktstraße

In Relation zur räumlichen Größe und dem hohen Verkehrsaufkommen sind die Unfallzahlen der Jahre 2003, 2005 und 2006 in Zusammenhang mit den allgemeinen Gefahren des Straßenverkehrs als normal einzustufen. Für die erhöhten Zahlen des Jahres 2004 und insbesondere auch des Jahres 2007 sind konkrete Hintergründe bzw. Ursachen nicht erkennbar.

 

Saseler Chaussee / Stadtbahnstraße

Der Knoten ist als Kreuzungspunkt zweier Hauptverkehrsstraßen verkehrlich relativ hoch belastet. Von den registrierten Verkehrsunfällen gehört die überwiegende Anzahl zur Gruppe der Unfälle mit Sachschaden. Bei den Unfalltypen überwiegen Unfälle im Längsverkehr. Es folgen mit deutlich geringeren Zahlen Unfälle beim Abbiegen und so genannte Einbiegen- / Kreuzen-Unfälle. Hauptunfallursachen sind ungenügender Sicherheitsabstand, fehlerhaftes Wechseln des Fahrstreifens und Fehler beim Abbiegen.

 

Zu 3. :

 

Vorbemerkung: Die konkreten Zahlen der an Unfällen beteiligten Radfahrer und Fußgänger sind der beigefügten Anlage zu entnehmen. Im Folgenden wird auf die Verkehrssituation der angesprochenen Verkehrsteilnehmer eingegangen.

 

Ahrensburger Straße / Holstenhofweg/Ölmühlenweg

Im Jahr 2007 wurden keine Unfälle mit Fußgängern oder Radfahrern registriert, insgesamt ist die Beteiligung der genannten Verkehrsteilnehmer an den Unfällen sehr gering.

Der Kreuzungsbereich ist für Fußgänger und Radfahrer übersichtlich gestaltet und klar gegliedert. Für Radfahrer besteht in alle Richtungen eine Radwegbenutzungspflicht. Die Gehwege sind ausreichend breit und insbesondere durch den Kraftfahrzeugverkehr gut einzusehen. Fußgänger und Radfahrer werden durch ein gemeinsames Grünsignal an nebeneinander liegenden Furten über die Fahrbahn geführt. Für die westliche Querung der Ahrensburger Straße und die Querung des Ölmühlenweges sind darüber hinaus Blindensignale vorhanden.  

 

August-Krogmann-Straße / Berner Heerweg / Rahlstedter Weg

Die Zahlen der beteiligten Fußgänger an Unfällen für diesen Kreuzungsbereich bewegen sich über die Jahre 2003 – 2007 auf einem geringen Niveau. Radfahrer sind jährlich 2 – 5 mal beteiligt gewesen. Die Fußgängerführung im Kreuzungsbereich ist insgesamt als übersichtlich und unproblematisch anzusehen. Lediglich im südwestlichen Bereich Berner Heerweg / August-Krogmann-Straße sind die Nebenflächen schmal und durch bauliche Einrichtungen und Grünbewuchs teilweise etwas unübersichtlich. Diese Situation wird den Mengen an Fußgängern und Radfahrern nicht immer gerecht. Mit der Antwort zur  Beschlussempfehlung der Bezirksversammlung Wandsbek gem. § 27 BezVG, Drs. 17/4669 - Farmsen Radwegverkehrskonzept –  wurde auf mögliche Ursachen und Lösungen eingegangen. Diese Antwort hat weiterhin Bestand.

 

Bargteheider Straße / Berner Straße / Meiendorfer Straße / Oldenfelder Stieg

Im Betrachtungszeitraum haben sich keine Fußgängerunfälle ereignet. Radfahrerunfälle bewegen sich mit durchschnittlich 2 Unfällen pro Jahr auf niedrigem Niveau. Gleichwohl wurden aufgrund von Bürgerbeschwerden insbesondere im Bereich der fahrbahnnahen Radfahrquerung des Oldenfelder Stieges Veränderungen hinsichtlich der LSA - Schaltung vorgenommen. Der Kreuzungsbereich ist für Fußgänger und Radfahrer übersichtlich gestaltet und klar gegliedert. Für Radfahrer besteht in alle Richtungen eine Radwegbenutzungspflicht. Die Gehwege sind ausreichend breit und insbesondere durch den Kraftfahrzeugverkehr gut einzusehen. Fußgänger und Radfahrer werden über die Bargteheider Straße, die Berner Straße und die Meiendorfer Straße durch ein gemeinsames Grünsignal an nebeneinander liegenden Furten über die Fahrbahn geführt. Die Querung für Radfahrer über den Oldenfelder Stieg erfolgt gesondert mit einer eigenen Radfahrersignalisierung.

 

Bramfelder Chaussee / Steilshooper Allee

Unfälle mit Fußgängerbeteiligung liegen bei 0 bis 2 und mit Radfahrerbeteiligung bei 1 bis 3 Fällen pro Jahr im überprüften Zeitraum. Die Fußgänger-/Radfahrerquerungen im Knoten erfolgen signalgesteuert, an den nördlich und südlich gelegenen Nebenfahrbahnen durch Fußgängerüberwege. Die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger ist unauffällig.

 

Brauhausstraße / Hammer Straße / Wandsbeker Chaussee / Wandsbeker Marktstraße

In den Jahren 2003 und 2004 war ein erhöhtes Aufkommen von Verkehrsunfällen mit Beteiligung der genannten Verkehrsteilnehmer erkennbar. In den Folgejahren führten die aufgrund der Analyse getroffenen Maßnahmen zu einem deutlichen Rückgang der Zahlen. Seit 2006 ist die Kreuzung in die adaptive Netzsteuerung aufgenommen worden. Die Verkehrsführung der Fußgänger und Radfahrer erfolgt an dem Knoten ausschließlich signalgesteuert und über benutzungspflichtige Radweg- bzw. Fußgängerfurten.

 

 

 

Jenfelder Allee/Rodigallee / Schiffbeker Weg

Die Unfallzahlen mit Fußgänger- und Radfahrerbeteiligung gestalten sich über die Jahre uneinheitlich. Der Kreuzungsbereich ist für Fußgänger und Radfahrer übersichtlich gestaltet und klar gegliedert. Für Radfahrer besteht in alle Richtungen eine Radwegbenutzungspflicht. Die Gehwege sind ausreichend breit und insbesondere durch den Kraftfahrzeugverkehr gut einzusehen. Lediglich im südwestlichen Bereich der Rodigallee / Schiffbeker Weg sind aufgrund baulicher Begrenzungen Einschränkungen vorhanden. Dieses führte jedoch bisher zu keinen Problemen. Fußgänger und Radfahrer werden durch ein gemeinsames Grünsignal an nebeneinander liegenden Furten über die Fahrbahn geführt.

 

Nordschleswiger Straße / Walddörferstraße / Wandsbeker Allee

Für den Zeitraum 2003 – 2007 gab es keine besonders auffälligen Zahlen im Zusammenhang mit den angesprochenen Verkehrsteilnehmern. Die Ursachen bei den genannten Verkehrsunfällen sind auf Rotlichtverstöße bei dem jeweiligen Verursacher zurückzuführen. Die Verkehrsführung der Fußgänger und Radfahrer erfolgt mit Ausnahme des separaten Abbiegers im südlichen Knotenarm in signalisierter Form über benutzungspflichtige Radweg- bzw. Fußgängerfurten. Bei dem separaten Rechtsabbieger werden die Radfahrer über eine Radwegfurt, die Fußgänger über einen Fußgängerüberweg geführt.

 

Robert-Schumann-Brücke / Schloßstraße

Siehe Antwort zu II 1 a)

 

Robert-Schumann-Brücke / Wandsbeker Allee /  Wandsbeker Marktstraße

Auffällige Unfallzahlen mit Fußgängern und Radfahrern sind nicht zu verzeichnen. Lediglich im Jahr 2007 wurden aktuell 4 Fußgänger durch Verkehrsunfälle verletzt. Die Verkehrsführung der angesprochenen Verkehrsteilnehmer erfolgt signalgesteuert über benutzungspflichtige Radweg- bzw. Fußgängerfurten.

 

Saseler Chaussee / Stadtbahnstraße

Für Fußgänger stehen im gesamten Knotenbereich ausreichend breite und befestigte Fußwege zur Verfügung. Die Übergänge über alle Knotenarme sind als Fußgängerfurten markiert und mit Fußgängerlichtzeichen signalisiert. Eine Ausnahme bildet der aus Richtung Osten auf der Stadtbahnstraße ausgestaltete Rechtsabbiegestreifen, der kurz vor der Einmündung in die Saseler Chaussee baulich separat ausgestaltet und nicht signalisiert ist. Die Querung dieses Fahrstreifens erfolgt über einen Fußgängerüberweg. Der Radverkehr wird grundsätzlich im gesamten Knotenbereich über benutzungspflichtige Radwege geführt. Neben den Fußgängerfurten der Knotenarme sind die entsprechenden Furten für Radfahrer markiert. Radfahrer haben die Signale für Fußgänger zu beachten. Analog zur Fußgängerführung wird der unsignalisierte Rechtsabbiegestreifen der Stadtbahnstraße auf einer Radfahrerfurt direkt neben dem dortigen Fußgängerüberweg gequert. Auffällig ist ein Anstieg der verletzten Radfahrer in den Jahren 2006 und 2007. Eine besondere Häufung ist aber nur mit drei Unfällen bei der Querung des unsignalisierten Rechtsabbiegefahrstreifens erkennbar. Nähere Erkenntnisse über mögliche Ursachen liegen noch nicht vor.

 

Zu 4.:

 

Ahrensburger Straße / Holstenhofweg / Ölmühlenweg

Die zahlreichen baulichen Veränderungen seit 2004 haben immer wieder zu veränderten Unfallzahlen geführt. Im Jahre 2007 ist eine deutliche Reduzierung von Verkehrsunfällen zu erkennen. Weitere Maßnahmen sind derzeit nicht erforderlich.

August-Krogmann-Straße / Berner Heerweg / Rahlstedter Weg

In der Antwort zur  Beschlussempfehlung der Bezirksversammlung Wandsbek gem. § 27 BezVG, Drs. 17/4669 - Farmsen Radwegverkehrskonzept –  wird auf mögliche Ursachen und Lösungen eingegangen. Diese Antwort hat weiterhin Bestand.

 

Bargteheider Straße/Berner Straße / Meiendorfer Straße / Oldenfelder Stieg

Siehe Antwort zu 2.

 

Bramfelder Chaussee / Steilshooper Allee

Durch bauliche Veränderungen, wie Reduzierung auf einen Linksabbiegefahrstreifen der Steilshooper Allee in Richtung Bramfelder Chaussee stadteinwärts, Veränderungen der Fahrbahnmarkierungen und der Ampelschaltung haben sich die Verkehrsverhältnisse verändert. Die Vielfältigkeit der Ursachen und die Verteilung der Unfälle über den gesamten Knoten bieten zurzeit keinen weitergehenden Lösungsansatz. Im Jahr 2007 ist ein deutlicher Rückgang der Unfälle zu verzeichnen gewesen.

 

Brauhausstraße / Hammer Straße / Wandsbeker Chaussee / Wandsbeker Marktstraße

Aufgrund der erhöhten Zahl von Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit der Grünpfeilregelung wurden die Schilder auf Anregung des örtlich zuständigen Polizeikommissariats 37 abgebaut. Die im Zusammenhang mit der eingeführten adaptiven Netzsteuerung temporär aufgetretene Situation  der langen Räumzeit Brauhausstraße / Hammer Straße wurde durch den Einbau einer Schleife in der Brauhausstraße zwischenzeitlich beseitigt. Weiterhin ist beabsichtigt, im Zuge der Radverkehrsförderung die Radwegfurt näher an den Knoten zu verlegen.

 

Jenfelder Allee / Rodigallee / Schiffbeker Weg

Siehe Antwort zu 2.

 

Nordschleswiger Straße / Walddörferstraße / Wandsbeker Allee

Im Zuge der eingeführten adaptiven Netzsteuerung wurde zur Verbesserung der Verkehrsabläufe und Reduzierung der Linksabbiegeunfälle für die betroffenen Linksabbieger ein Grünpfeil für den Nachlauf eingerichtet.

 

Robert-Schumann-Brücke / Schloßstraße

Siehe Antwort zu II 1 a)

 

Robert-Schumann-Brücke / Wandsbeker Allee / Wandsbeker Marktstraße

Die BSU führte Anfang des Jahres 2007 die adaptive Netzsteuerung ein. Durch das örtlich zuständige Polizeikommissariat und die Verkehrsstaffel wurden insbesondere im Jahr 2007 verkehrspolizeiliche Überwachungsmaßnahmen durchgeführt.

 

Saseler Chaussee /  Stadtbahnstraße

Es erfolgten fehlerhafte Fahrstreifenwechsel unmittelbar vor dem Knoten, die zu Unfällen führten. Weiterhin hatten Fahrzeugführer offensichtlich Schwierigkeiten, beim zweistreifigen Linksabbiegen von der Saseler Chaussee in die Stadtbahnstraße die Fahrspur zu halten. Bei einer Ortsbesichtigung wurde festgestellt, dass die Fahrbahnmarkierungen im Knotenbereich abgefahren und deshalb nur noch schwer erkennbar waren. Deshalb wurde im Juli 2007 als erster Lösungsansatz festgelegt, die Fahrbahnmarkierungen im Knotenbereich zu erneuern, um die Führung des Verkehrs deutlich zu verbessern. Das Bezirksamt Hamburg-Wandsbek hat die Markierungsarbeiten im Oktober 2007 durchgeführt.

 

Zu 5.:

 

Ahrensburger Straße / Holstenhofweg / Ölmühlenweg

Nach dem Umbau der Kreuzung konnten im Jahr 2004 kurzfristig sinkende Unfallzahlen festgestellt werden. Durch die umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich der Bahnunterführungen Sonnenweg und Tonndorfer Hauptstraße und damit einhergehender Umleitung des Verkehrsflusses über die Kreuzung Ahrensburger Straße/Holstenhofweg/Ölmühlenweg   waren in den Jahren 2005 und 2006 erhöhte Unfallzahlen zu verzeichnen. Durch die abgeschlossenen Baumaßnahmen und die Wiederherstellung in den ursprünglichen Zustand ist seit dem Jahr 2007 wieder ein normaler Verkehrsfluss hergestellt. Die Unfallzahlen sind durch die Gesamtmaßnahmen deutlich gesunken.

 

August-Krogmann-Straße / Berner Heerweg / Rahlstedter Weg

entfällt

 

Bargteheider Straße / Berner Straße / Meiendorfer Straße / Oldenfelder Stieg

entfällt

 

Bramfelder Chaussee / Steilshooper Allee

entfällt

 

Brauhausstraße / Hammer Straße / Wandsbeker Chaussee / Wandsbeker Marktstraße

Durch Abbau der Grünpfeile ist eine deutliche Reduzierung der Unfälle im Zusammenhang mit Abbiegevorgängen zu verzeichnen, insbesondere mit Radfahrern und Fußgängern. Der Bereich Wandsbeker Chaussee/Hammer Strasse ist nicht mehr auffällig.

 

Jenfelder Allee / Rodigallee / Schiffbeker Weg

entfällt

 

Nordschleswiger Straße / Walddörferstraße / Wandsbeker Allee

Verlässliche Aussagen über einen Vorher-/ Nachher-Vergleich sind noch nicht möglich, da der Zeitraum seit der Installation der zusätzlichen Signalgeber zu kurz ist.

 

Robert-Schumann-Brücke / Schloßstraße

Siehe Antwort zu II 1 a)

 

Robert-Schumann-Brücke / Wandsbeker Allee / Wandsbeker Marktstraße

Der Anstieg der Unfallzahlen im Jahr 2007 ist vor allem auf Unfälle im Längsverkehr zurückzuführen, die sich im Verlauf der Wandsbeker Allee und Robert-Schuman-Brücke (beide Richtungen) ereignet haben. Entsprechende Unfallhäufungen waren in den Vorjahren in dieser Deutlichkeit nicht registriert worden. Die Polizei wird beobachten, ob sich die erhöhten Unfallzahlen im Jahr 2008 weiter verstetigen und strukturelle Probleme erkennbar sind.

Saseler Chaussee / Stadtbahnstraße

Verkehrsunfallstatistiken sind erst nach relativ langer Zeit aussagefähig. Ein Vorher-/ Nachher-Vergleich wurde daher noch nicht durchgeführt.

 

II. Unfalllage in der Schloßstraße

 

Zu 1.a:

 

Schloßstraße / Wandsbeker Bahnhofstraße / Schädlerstraße

Die Mittel hierfür sind bereits im März 2006 als Teil des Sonderinvestitionsprogramms des Senats von der Bürgerschaft bereitgestellt worden.

Die Deckensanierung hat der Bezirk Wandsbek aus unterschiedlichen Gründen wiederholt verschoben.

Im Jahr 2006 konnte nicht gebaut werden, weil die HWW für 2007 Leitungsneuverlegungen angekündigt hatten. Im Jahr 2007 dauerten die Arbeiten der HWW bis November an, ein Deckeneinbau war aus witterungstechnischen Gründen danach nicht mehr möglich.

Aktuell hat die Fernwärme Grabungsarbeiten angekündigt und HSE untersucht die Siele erneut auf Schäden. Voraussichtlich erfolgt die Deckensanierung jetzt Ende Mai / Anfang Juni 2008.

 

Schloßstraße / Robert-Schuman-Brücke

Als Sofort-Maßnahme wurden bereits im Jahr 2005 zur besseren Führung der Linksabbieger kleine Markierungsänderungen im Knotenbereich durchgeführt und zur besseren Erkennbarkeit des Fußgängerüberweges im freien Rechtsabbiegefahrstreifen das Verkehrszeichen 350 vorgezogen.

Am 24.10.2006 wurde zur Verhinderung von zwischenzeitlich aufgetretenen Auffahrunfällen die Ampelschaltung verändert, um den Abfluss des Verkehrs aus Richtung Wandsbeker Allee ohne Halt sicherzustellen. Danach ist ein Rückgang von 49 Verkehrsunfällen im Jahr 2006 auf 40 Verkehrsunfälle im Jahr 2007 zu verzeichnen; die Entwicklung wird weiter beobachtet.

Der Umbau des freien Rechtsabbiegefahrstreifens war ursprünglich für Juli 2007 vorgesehen, musste aber aus Prioritätsgründen verschoben werden. Voraussichtlich erfolgt der Umbau im September 2008.

 

Zu 1 b und c:

Eine Einschätzung der Wirksamkeit getroffener Maßnahmen lässt sich erst nach Abschluss sämtlicher Maßnahmen und einem angemessenen Überprüfungszeitraum treffen.

 

Zu 2a-c:

Der Projektauftrag hat den Beschluss der Unfallkommission aufgenommen, der eine gemeinsame Lösung der beiden ortsnahen Unfallhäufungsstellen vorsieht. Die Tiefbauabteilungen der Bezirke werden vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) regelmäßig in Planungsabstimmungsverfahren einbezogen. Es obliegt dann den Tiefbauabteilungen der Bezirke, die zuständigen Ausschüsse der Bezirksversammlung zu informieren.

Zur Verhinderung von  verkehrswidrigen Wendefahrten im Bereich Schloßstraße 8-12 wird die Mittelinsel bis zur Fußgängerfurt der LZA Schloßstraße / Claudiusstraße baulich verlängert.

 

Um die unfallträchtigen Konflikte mit Linksabbiegern zu verhindern, wird die Fußgängerlichtzeichenanlage Schloßstraße / Claudiusstraße in eine Vollanlage umgewandelt, d.h. auch der Verkehr aus der Claudiusstraße wird künftig in die Signalisierung einbezogen. Durch eine Neuaufteilung der Flächen werden zudem mit einem überbreiten Geradeaus- / Rechtsabbiegefahrstreifen Aufstellflächen für Rechtsabbieger in der Schloßstraße geschaffen, so dass diese nicht mehr den Geradeausverkehr behindern. Damit wird auch die Akzeptanz, parallel geführte Fußgänger und Radfahrer beachten zu müssen, gesteigert. Im Rahmen der Einbindung der LZA in das umliegende adaptiv gesteuerte Netz wird der Fußgänger- und Radverkehr an der Kreuzung tagsüber bei jedem Umlauf seine Grünphase erhalten. Die Einbindung in die adaptive Netzsteuerung hat den Vorteil, dass die Freigabezeiten der Verkehre mittels Induktionsschleifen je nach Verkehrsaufkommen bemessen werden können.

 

Die Baumaßnahmen zur Umgestaltung der beiden Unfallhäufungsstellen sind für Herbst 2008 vorgesehen. Die Ausgestaltung erfolgt in Kooperation mit den Baumaßnahmen zum BID Wandsbek, die bereits im Juni 2008 erfolgen sollen. Damit wird eine einheitliche Gestaltung des Verkehrsraumes sichergestellt

 


 


 


 


 

Anlage/n:

Auflistung 2003 bis 2007