Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/0781  

 
 
Betreff: Artenschutz am Gebäude: Ein Platz für den Spatz!
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
02.10.2008 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

 

 

              Drucksachen-Nr. 18/0781

              22.09.2008


 

Beschlussvorlage


 

 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

02.10.2008

5.27

 


!Titel!


Artenschutz am Gebäude: Ein Platz für den Spatz!


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


        Einstimmiger Beschluss des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz vom 16.09.2008 über einen Antrag der SPD-Fraktion (Drs.-Nr. 18/0632).
 

Hamburg gilt als „Hot-Spot der Artenvielfalt“. Dennoch sind viele Tiere vom Aussterben bedroht, insbesondere die, die sich den wandelnden Lebensbedingungen der Stadt nicht schnell genug anpassen können.

Zum Beispiel werden durch notwendige Sanierungsmaßnahmen an Dächern und Fassaden bestehender Gebäude und die vorherrschende Glas-Stahl-Architektur bei Neubauten Nist- und Brutmöglichkeiten von Vögeln und Fledermäusen vernichtet bzw. verhindert.

Der Haussperling steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Früher gab es eine Vielzahl von Möglichkeiten für den Sperling mit und bei den Menschen zu leben.

In den letzten 30 Jahren hat sich jedoch der Bestand in Deutschland um die Hälfte reduziert.

Ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt ist auch in dicht besiedelten Stadtteilen möglich. Wo Nistmöglichkeiten aufgrund von Sanierungen an Gebäuden oder der Besonderheiten der modernen Architektur entfallen, können Nisthilfen nicht nur für Spatzen, sondern auch für Fledermäuse und Mauersegler eingebaut oder nachgerüstet werden. Dies ist möglich, ohne das Erscheinungsbild des Gebäudes wesentlich zu beeinträchtigen.

 

Vor diesem Hintergrund beschließt die Bezirksversammlung Wandsbek:


 

Beschlussvorschlag

 


 

  1. Das Bezirksamt wendet die bestehenden Regelungen des Naturschutzgesetzes sowie die Instrumente des Baugesetzbuches zur Integration von Artenschutzmaßnahmen in das Baugeschehen konsequent an und sichert durch geeignete Maßnahmen, zum Beispiel durch Integration von Nisthilfen bei Neubauten oder Sanierung von Altbauten zu gewährleisten.
  1. Das Bezirksamt ergreift m Rahmen von Bauvorhaben, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, bei Betrieb und Unterhaltung stadteigener Gebäude, im öffentlichen Auftragswesen sowie im Gebäudemanagement beispielgebende Maßnahmen zum Artenschutz am Gebäude. Bei vom Bezirksamt angemieteten Gebäuden ist gegenüber dem Vermieter auf geeignete Maßnahmen hinzuwirken.

 

Das Bezirksamt weist alle an Neubauten oder Grundsanierungen Beteiligten, wie zum Beispiel Bauherren, Planer und Architekten, im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit auf die Möglichkeit von Nisthilfen hin.


 

 

 

 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen