Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/0806  

 
 
Betreff: Verkehrssicherheit auf der B 75 im Bezirk Wandsbek
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
02.10.2008 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
11.12.2008 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
15.01.2009 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek
28.01.2009 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Rahlstedt
28.01.2009 
Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 18/0806

              25.09.2008


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


von Lars Kocherscheid, Leni Melzer, Lars Pochnicht, André Schneider, Rainer Schünemann

und Fraktion


 

Beratungsfolge

am

Top

Bezirksversammlung

02.10.2008

9.5

Bezirksversammlung

11.12.2008

13.2

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

15.01.2009

4.1

Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek

28.01.2009

3.1

Regionalausschuss Rahlstedt

28.01.2009

6.1

 


!Titel!


Verkehrssicherheit auf der B 75 im Bezirk Wandsbek


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Die Bundesstraße 75 (B75) verläuft von der Landesgrenze mit Schleswig-Holstein kommend auf einer Länge von etwa 13,5 km quer durch den Bezirk Wandsbek bis zur Grenze mit dem Bezirk Hamburg-Mitte. Der Tagespresse sind immer wieder Berichte über Verkehrsunfälle mit Verletzten im Verlauf der Straßenzüge Meiendorfer Straße, Bargteheider Straße, Stein-Hardenberg-Straße, Ahrensburger Straße, Wandsbeker Zollstraße, Wandsbeker Marktstraße, Wandsbeker Chaussee zu entnehmen. Trauriger Höhepunkt war ein tödlicher Unfall im Oktober 2007, bei dem eine Fußgängerin offenbar Opfer eines illegalen nächtlichen Rennens auf der Wandsbeker Chaussee wurde.

Anwohner der o.g. Straßenzüge im Bereich der B75 beklagen, dass besonders in den späten Abendstunden und den Nächten am / zum Wochenende auf der B75 häufig mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren wird, auch Rennen zwischen Autofahrern sollen häufiger vorkommen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständige Fachbehörde:

 

Wie viele Verkehrsunfälle – gegliedert nach Unfällen mit Sachschäden, mit Leichtverletzten, mit Schwerverletzten und mit Toten – haben sich in den Jahren 2004, 2005, 2006, 2007 und 2008 (bislang) im Bereich der Bundesstraße 75 im Bezirk Wandsbek (Straßenzüge Meiendorfer Straße, Bargteheider Straße, Stein-Hardenberg-Straße, Ahrensburger Straße, Wandsbeker Zollstraße, Wandsbeker Marktstraße, Wandsbeker Chaussee) ereignet (bitte Verletzte und Tote getrennt nach Verkehrsteilnehmergruppen aufführen)?

Wie hoch waren in diesem Zusammenhang die volkswirtschaftlichen Unfallkosten in den jeweiligen Jahren unter Zugrundelegung der Kostensätze des Verbandes der Sachversicherer (herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen)?

Welche Unfallursachen sind jeweils in wie vielen Fällen anzuführen?

Welche örtlichen Unfallschwerpunkte sind bei den unter 1. abgefragten Verkehrsunfällen erkennbar (bitte nach Möglichkeit graphisch / auf Karte darstellen)?

Plant die zuständige Fachbehörde derzeit Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der B75 im Bezirk Wandsbek?

Wenn ja, welcher Art, an welchen Stellen und wie konkret sind diese Planungen?

Gibt es im o.g. Bereich der B75 stationäre Anlagen zur Überwachung von Geschwindigkeitsverstößen?

Wenn ja, wie viele und an welchen Stellen?

Wenn nein, bestehen aufgrund der oben abgefragten Daten derzeit Überlegungen, solche Anlagen zu installieren?

Wie stellen sich die Ergebnisse temporärer Geschwindigkeitsüberwachungen im o.g. Verlauf der B75 bezüglich der gefahrenen Höchstgeschwindigkeiten in 2007 und 2008 bislang dar? Bitte nach Möglichkeit für die einzelnen Straßenzüge im o.g. Bereich sowie nach Wochentagen und ggf. Zeiten unterschieden darstellen.

 

 

 

 

Die Behörde für Inneres, Polizei nimmt wie folgt Stellung:

 

 

Zu Frage 1.:

Die Tabellen in der Anlage zeigen die erfragten Aufstellungen der Unfalldaten.

 

Zu Frage 2.:

 

Jahr bzw. Zeitraum

2004

2005

2006

2007

Januar bis September 2008

Volkswirtschaftliche Unfallkosten in €

10.986.467

10.412.051

9.464.342

10.949.101

9.415.741

 

Hinweis:

Es wurden die seit dem Jahr 2005 geltenden Kostensätze zugrunde gelegt, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die für das Jahr 2004 gültigen Sätze lagen geringfügig niedriger.

 

Zu Frage 3.:

Die Tabelle (siehe Anlage) stellt die Hauptunfallursachen in der erfragten Aufteilung dar.

 

Zu Frage 4.:

Es werden von der Polizei keine Unfallauswertungen durchgeführt, die sich lediglich auf die Auflistung von Örtlichkeiten (Kreuzungen, Einmündungen, Straßenstellen etc.) nach der Unfallhäufigkeit ohne Berücksichtigung der Unfallursachen mit Differenzierung der in der Drs. 18/869 aufgeführten Kriterien beziehen; siehe auch Drs. 19/66.

Im Übrigen beobachtet die Polizei die Unfallentwicklung durch eine kontinuierliche und zeitnahe Auswertung sehr sorgfältig. Dies umfasst auch die gesamte B 75.

 

Zu Frage 5.:

Für die Polizei ergibt sich derzeit keine Notwendigkeit, weder straßenverkehrsbehördliche Maßnahmen noch intensivere Überwachungsmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der B 75 im Bezirk Wandsbek zu planen.

Zu Frage 6.:

Nein.

Im Bereich Bargteheider Straße/Birkenallee war vom 20.04.1999 bis zum 29.01.2003 eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage installiert.

Aufgrund der deutlichen Verbesserung der allgemeinen Unfalllage und dem Rückgang der geschwindigkeitsbezogenen Unfallursachen war eine permanente Geschwindigkeitsüberwachung dort nicht mehr erforderlich.

Die Verkehrs- und Unfalllage im Verlauf der B 75 im Bezirk Wandbek erfordert derzeit keine Installation von stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen.

Die Tabellen (siehe Anlage) stellen die erfragten Daten für das Jahr 2007 und für den Zeitraum 01.01. bis 10.10.2008 im Zusammenhang mit der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung dar.


 


 


 


 

Anlage/n:

Tabellen