Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/3345  

 
 
Betreff: Schaffung einer Querungshilfe für Fußgänger in der August-Krogmann-Straße auf Höhe der Bushaltestelle Stuhtsweg
Beschluss der Bezirksversammlung vom 01.10.2009 (Drs.-Nr.: 18/2946)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
10.12.2009 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Walddörfer
17.12.2009 
Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 18/3345

              30.11.2009


 

Mitteilung

des vorsitzenden Mitglieds der Bezirksversammlung

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

10.12.2009

12.8

Regionalausschuss Walddörfer

17.12.2009

6.7

 


!Titel!


Schaffung einer Querungshilfe für Fußgänger in der August-Krogmann-Straße auf Höhe der Bushaltestelle Stuhtsweg

Beschluss der Bezirksversammlung vom 01.10.2009 (Drs.-Nr.: 18/2946)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Die Polizei antwortet wie folgt:

 

Die Beschlussempfehlung wurde der Verkehrsdirektion (VD) 52 zur Prüfung zugeleitet, ob eine ampelgeregelte Querungshilfe für diese Örtlichkeit erforderlich sei. Das Vorprüfverfahren unter Beteiligung des Polizeikommissariats 38 ist inzwischen abgeschlossen. Im nachfolgenden möchten wir Ihnen das Ergebnis kurz darstellen.

Eingangs möchten wir kurz anmerken, dass die Einrichtung von besonders geregelten Fußgängerquerungsstellen wie Zebrastreifen und Fußgängerampel an die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben gebunden sind. Die erforderlichen Voraussetzungen haben wir bereits mehrfach detailliert zu ähnlich gelagerten Beschlüssen und Anfragen ausgeführt. Ziel eines Prüfverfahrens ist es, die vorhandene Verkehrssicherheit zu erhalten bzw. wo es erforderlich ist, die Verkehrssicherheit durch entsprechende Anordnungen zu erhöhen. Dazu  kommen neben den bereits erwähnten Lösungen auch bauliche Maßnahmen in Frage. In vielen Fällen ist jedoch die Fußgängerfrequenz so niedrig, dass weder durch eine bauliche noch eine betriebliche Regelung die Querungssituation verbessert werden kann und so erhebliche Akzeptanzprobleme erzeugen kann. Ziel eines Prüfverfahrens ist es daher, die für die Örtlichkeit und die verkehrlichen Situation angemessene Lösung zu finden. Bei der August-Krogmann-Straße handelt es sich um eine zweistreifige Hauptverkehrsstraße mit stadtteilverbindender Funktion und wird von den Buslinien 27 und 171 befahren. Die durchschnittliche Verkehrsstärke (DTVw) beträgt ca. 16.000 Kfz/24h mit einem Schwerlastanteil von ca. 4 %. Beidseitig der Fahrbahn sind Gehwege bzw. Nebenfahrbahnen vorhanden, die auf den Streckenabschnitten zwischen den einmündenden Straßen von der Fahrbahn mit einem Knick getrennt sind. In den Einmündungsbereichen ist der Knick zur Herstellung der erforderlichen Sichtdreiecke weit zurückgeschnitten. Hier befinden sich auch Fußgängeraufstellflächen, von denen man den Straßenverlauf einsehen kann. Die Beleuchtung entspricht dem Standard. Die Bushaltestelle Stuhtsweg befindet sich auf einem gerade übersichtlichen Abschnitt der August-Krogmann-Straße. Der straßenbegleitende Knick ist hier jeweils unterbrochen, so dass die Fahrgäste vom Gehweg an die Haltestelle herantreten können. Die nächsten Querungshilfen befinden sich an den signalgeregelten Kreuzungen August-Krogmann-Straße / Pezolddamm (ca. 400 m) und August-Krogmann-Straße / Neusurenland (ca. 350 m). Diese erzeugen durch ihren kontinuierlichen Ablauf regelmäßig, selbst zu den Hauptverkehrszeiten, größere Lücken, die problemlos zum Queren der Fahrbahn an jeder Stelle genutzt werden können. Laut Auskunft des zuständigen Beamten des Fußstreifendienstes (BFS) finden im gesamten Abschnitt ganztägig nur sehr geringe Fußgängerquerungen statt. Aufgrund der Anfrage eines SPDAbgeordnetenbüros wurde bereits am 08.10.09 eine Erhebung der Fußgängerzahlen durchgeführt. Diese ergab in der Hauptquerungszeit zwischen 07.30 Uhr – 08.00 Uhr acht Querungen (drei Kinder, drei Erwachsene und zwei Senioren).

Aktuelle Geschwindigkeitsmessungen für diesen Bereich der August-Krogmann-Straße liegen nicht vor. Das Geschwindigkeitsniveau ist jedoch moderat und bewegt sich im Rahmen der zulässigen Höchstgrenze von 50 km/h. Besondere Auffälligkeiten sind weder dem Polizeikommissariat 38 noch der Verkehrsstaffel der Verkehrsdirektion bekannt. Die Hamburger Hochbahn, die die beiden dort verkehrenden Buslinien betreibt, hat uns auf Anfrage mitgeteilt, dass bei der letzten ganztägigen Fahrgasterhebung an der Haltestelle Stuhtsweg (2008) für die Fahrtrichtung Farmsen 91 Ein- und 10 Aussteiger gezählt wurden und für die Richtung Wellingsbüttel 13 Ein- und 88 Aussteiger. Auch an diesen Zahlen wird deutlich, dass der Fußgängerverkehr hier deutlich unterrepräsentiert ist und nur selten beim Überqueren der Fahrbahn wahrgenommen werden kann. Für die Jahre 2006 bis 2009 wurde in Höhe des Stuhtswegs und im erweiterten Umfeld kein Verkehrsunfall mit Fußgänger- / Radfahrerbeteiligung polizeilich registriert.

Aufgrund des festgestellten Vorprüfungsergebnisses kann für die allgemeine Fußgängerquerungsstelle in Höhe des Stuhtswegs keine betriebliche Regelung empfohlen und angeordnet werden. Die überschlägig ermittelten Fußgängerzahlen lassen nach den einschlägigen Vorschriften der Straßenverkehrsordnung und der ergänzenden Richtlinien (R-FGÜ 2001) keine spezielle Regelung zu. Die wenigen beobachteten Fußgängerquerungen fanden eher linienhaft und ungebündelt statt, so dass auch eine bauliche Lösung aus Sicht der Straßenverkehrsbehörden nicht erforderlich ist.


 

Beschlussvorschlag

 


Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen