Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/3900  

 
 
Betreff: Unterstützte Beschäftigung im Bezirk Wandsbek
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
25.03.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
29.04.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Bezirksversammlung Wandsbek
10.06.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Ausschuss für soziale Stadtentwicklung
14.06.2010 
Sitzung des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   
Ausschuss für soziale Stadtentwicklung
05.07.2010 
Sitzung des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   
Ausschuss für soziale Stadtentwicklung
13.09.2010 
Sitzung des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 18/3900

              12.03.2010


 

Anfrage

gem. § 27 Bezirksverwaltungsgesetz

- öffentlich -


der Mitglieder der Bezirksversammlung

Regina Jäck, Uwe Lohmann, Claudia Simon, Jürgen Warncke,

Michael Ludwig-Kircher, Carsten Heeder (SPD) und Fraktion vom 18.03.2010


 

Beratungsfolge

am

Top

Bezirksversammlung

25.03.2010

14.1

Bezirksversammlung

29.04.2010

13.5

Bezirksversammlung

10.06.2010

14.1

Ausschuss für soziale Stadtentwicklung

14.06.2010

4.3

Ausschuss für soziale Stadtentwicklung

05.07.2010

6.3

Ausschuss für soziale Stadtentwicklung

13.09.2010

4.4

 


!Titel!


Unterstützte Beschäftigung im Bezirk Wandsbek


!Titel!


 


 


Sachverhalt/Fragen

 


Am 01.01.2009 ist das „Gesetz zur unterstützten Beschäftigung“ in Kraft getreten. Danach soll Menschen mit Behinderung der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt und einer Beschäftigung in Betrieben außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen ermöglicht werden. Mit dieser Maßnahme sollen besonders Schulabgänger mit Lernbehinderungen von Förderschulen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht werden. Die Förderung beträgt bis zu zwei Jahre und wird als Rehabilitationsmaßnahme durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert. Bei Bedarf schließt sich eine Berufsbegleitung durch die Integrationsämter an.

 

Die Behörde für Soziales und Gesundheit (BSG) schätzte den Bedarf laut Bürgerschafts-Drucksache 19/3287 vom 10.06.2009 für die individuelle betriebliche Qualifizierung auf 50 Plätze für vier Jahre und für die Berufsbegleitung auf 15 Plätze pro Jahr ein.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständige Behörde:

 

 

Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) sowie die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) antworten wie folgt:

                                                                                                                                                                        23.04.2010

 

 

1.   Wie viele Förderschulen für Lernbehinderte gibt es in Wandsbek (Benennung nach Standorten)?

 

Im Bezirk Wandsbek gibt es vier Förderschulen an folgenden Standorten:

 

        Schulen Kielkoppelstraße und Sieker Landstraße in Rahlstedt

Schulen Heidstücken und Anne-Frank-Schule in Bramfeld

 

 

 

2.   Wie viele Schulabgänger mit Lernbehinderung gab es jährlich aus diesen Förderschulen in den letzten 5 Jahren (bitte nach Förderschulen getrennt aufführen)?

 

3.   Wie viele von diesen Schulabgängern haben einen Hauptschulabschluss und wie viele nicht (bitte nach Förderschulen getrennt aufführen)?

 

Zu 2. und 3.:

 

Übersicht über Schulabgänger mit und ohne Hauptschulabschluss (Schulabgänger mit Lernbehinderung entsprechen den Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss)

 

Schulabgängerinnen und Schulabgänger der Wandsbeker Förderschulen

in den Schuljahren 2004/05 bis 2008/09

 

Schule/Standort

Schuljahr

Schulabgäger

ohne

Hauptschulab-

schluss

Schulabgänger

mit

Hauptschul-

abschluss

 

Schulabgänger

 

insgesamt

Schule Kielkoppelstraße / Rahlstedt

2004/05

29

 

29

2005/06

30

 

2006/07

39

 

2007/08

23

 

2008/09

35

 

Schule Sieker Landstraße / Rahlstedt

2004/05

14

10

 

2005/06

19

10

2006/07

23

11

2007/08

15

10

2008/09

9

10

Schule Heidstücken / Bramfeld

2004/05

25

 

 

2005/06

31

10

2006/07

44

 

2007/08

17

 

2008/09

34

9

Anne-Frank-Schule / Bramfeld

2004/05

29

 

 

2005/06

42

 

2006/07

27

 

2007/08

26

 

2008/09

26

 

 

Quelle: Behörde für Schule und Berufsbildung

 

Die Gruppe der Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Hauptschulabschluss setzt sich aus Schülerinnen und Schülern aller Wandsbeker Förderschulen zusammen, die in sogenannten V-Klassen (Vorbereitungsklassen) an den Standorten Sieker Landstraße und Heidstücken zum Hauptschulabschluss geführt wurden.

 

 

 

4.   Wie viele von diesen Schulabgängern wurden in eine Werkstatt für Behinderte aufgenommen und wie viele in andere Maßnahmen (bitte nach Förderschulen getrennt aufführen und Maßnahmen benennen)?

 

Es wurden keine Schulabgänger in eine WfbM oder in andere Maßnahmen aufgenommen. Die Schulabgängerinnen und Schulabgänger der vier Wandsbeker Förderschulen absolvieren bis auf wenige Ausnahmen in der Regel ein Berufsvorbereitungsjahr in einer beruflichen Schule.

 

 

5.   Wie viele Personen aus dem Bezirk Wandsbek nehmen an der individuellen betrieblichen Qualifizierung und an der Berufsbegleitung teil?

 

Mit Stand Ende März 2010 nehmen 5 Personen aus dem Bezirk Wandsbek an der Maßnahme teil.

 

 

6.   Welche Betriebe aus dem Bezirk Wandsbek beteiligen sich an der Maßnahme?

 

Für eine Zusammenarbeit konnten folgende Betriebe im Bezirk Wandsbek gewonnen werden:

 

Metro Rahlstedt

APS Ambulante Pflege & soziale Dienste Schmidt GmbH

Venice Street- and Sportswear GmbH

Kantine im Bezirksamt Wandsbek, Inh. Stefan Foerg

DGB Bildungszentrum Hamburg

Toom Markt Wandsbek

Alsternetwork

 

 

7.   Nach welchen Kriterien wurden die Betriebe ausgewählt?

 

Leitendes Kriterium für die Auswahl der Betriebe ist das Vorhandensein geeigneter Tätigkeiten für die Zielgruppe. Voraussetzung für eine Auswahl der Betriebe ist weiterhin, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv durch das Personal des Trägers begleitet werden können. Die Betriebe sollen zudem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

 

 

8.   Welche Erfahrungen mit den Teilnehmern können nach einem Jahr gezogen werden?

 

Die Maßnahme bereitet für diesen Personenkreis den Einstieg in das Berufsleben vor. Sie fördert bei den Schulabgängerinnen und Schulabgängern die Fähigkeit und Bereitschaft, die Rolle von erwachsenen Arbeitnehmern zu übernehmen (Berufsreife). Als Vermittlungshemmnisse sind zu nennen: Folgen psychischer Behinderungen, hohe Ausfallzeiten, teilweise Lernschwierigkeiten bzw. psychische Erkrankungen in Verbindung mit einer körperlichen Mobilitätseinschränkung.

 

 

9.   Ist es gelungen bevorzugt Schulabgänger mit Lernbehinderung von Förderschulen auf die vorhandenen Plätze zu vermitteln?

 

Ja, etwa 80% der Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind Personen mit Lernschwierigkeiten (aus Schulen für geistig Behinderte, Förderschulen für Lernbehinderte, aus Berufsvorbereitungsklassen, aus abgebrochenen Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB)). Für alle diese Teilnehmer konnten angemessene betriebliche Praktikumsplätze gefunden werden.


 


 


 


 

Anlage/n:

ohne Anlagen