Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/4076  

 
 
Betreff: Verkehrssituation U-Bahnhof Buchenkamp verbessern
Beschluss der Bezirksversammlung vom 21.01.2010 (Drs.-Nr.: 18/3511)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
29.04.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Regionalausschuss Walddörfer
03.06.2010 
Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 18/4076

              19.04.2010


 

Mitteilung

des vorsitzenden Mitglieds der Bezirksversammlung

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

29.04.2010

12.6

Regionalausschuss Walddörfer

03.06.2010

7.8

 


!Titel!


Verkehrssituation U-Bahnhof Buchenkamp verbessern

Beschluss der Bezirksversammlung vom 21.01.2010 (Drs.-Nr.: 18/3511)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Die Verwaltung wurde gebeten zu prüfen, wie eine Verbesserung des Verkehrssituation am U-Bahnhof Buchenkamp erreicht werden kann und eine für die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs am U-Bahnhof Buchenkamp erforderliche Verkehrszählung zu veranlassen und über das Ergebnis zu berichten.

 

Die Polizei nimmt zur o. g. Beschlussempfehlung nach Einbeziehung des örtlich zuständigen

Polizeikommissariates (PK) 35 wie folgt Stellung:

 

Der von Ihnen beschriebene Teil der Straße Buchenkamp liegt im Bereich des U-Bahnhofes Buchenkamp innerhalb einer Tempo 30-Zone (Verkehrszeichen 274.1 bzw. 274.2). Vor dem Bahnhof wird die Fahrbahn im Buchenkamp durch eine auf der Bahnhofseite gelegene bauliche Maßnahme („Nase“) auf gut eine Fahrzeugbreite eingeengt. Beiderseits dieser Fahrbahneinengung sind am Fahrbahnrand über mehrere Meter Fußgängerschutzgitter angebracht.

Der hier den Buchenkamp querende Fußgängerverkehr konzentriert sich somit auf die Fahrbahneinengung. Schräg gegenüber der Fahrbahneinengung befindet sich unter der U-Bahnbrücke eine Bushaltestelle. Gemäß Ziffer 2.1.(3) der bundeseinheitlichen Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001) sind Fußgängerüberwege (FGÜ) in Tempo 30-Zonen in der Regel entbehrlich. Dies gründet sich darauf, dass sich Kraftfahrer in Tempo 30-Zonen nur mit geringer Geschwindigkeit bewegen dürfen. Sie müssen immer und überall auch mit unachtsam die Fahrbahn querenden Fußgängern (insbesondere Kindern und Senioren) rechnen. Es treten zudem häufig Lücken im Fahrverkehr auf, die groß genug sind, um die Straße gefahrlos zu überqueren. Mit der Einrichtung von FGÜ in Tempo 30-Zonen könnte die Gefahr bestehen, dass sich die stets erforderliche erhöhte Aufmerksamkeit der Kraftfahrer auf den begrenzten Bereich am FGÜ reduzieren würde.

Vor diesem Hintergrund bestimmt der Erlass zur Einführung der R-FGÜ 2001 für Hamburg, dass grundsätzlich in Tempo 30-Zonen keine FGÜ neu anzuordnen sind. Vielmehr werden aus hiesiger Sicht bauliche Maßnahmen, wie z.B. Fahrbahneinengungen als geeigneter angesehen, da sie die Konfliktfläche Fußgänger/Kraftfahrzeuge reduzieren und zusätzlich zur Senkung des Geschwindigkeitsniveaus beitragen. Eine Ausnahme, die die Einrichtung eines FGÜ in einer Tempo 30-Zone rechtfertigt, liegt beispielsweise vor, wenn starker Verkehr und eine hohe Fußgängerdichte herrschen würden. Die R-FGÜ 2001 empfiehlt die Einrichtung eines FGÜ in einem Bereich der Kraftfahrzeugverkehrsstärke von 300 bis 600 Kraftfahrzeuge (Kfz) pro Stunde. Bei einer im Jahr 2007 in dem thematisierten Bereich durchgeführten Verkehrszählung betrug die festgestellte Kraftfahrzeugverkehrsstärke in der Spitze nicht mehr als 228 Kfz pro Stunde. Seit dem liegen der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde keine Anhaltspunkte für eine Zunahme vor. Bei dieser vorliegenden Kraftfahrzeugverkehrsstärke ist davon auszugehen, dass die Lücken im Fahrzeugverkehr den Fußgängern selbst bei erhöhter Fußgängerdichte ein sicheres Queren der Fahrbahn ermöglichen, ohne dass ihnen rechtlich Vorrang vor dem Fahrzeugverkehr eingeräumt werden muss. Ferner verkürzt die bereits erwähnte bauliche Maßnahme der „Nase“ den Querungsweg und erleichtert somit erheblich die Querung der Fahrbahn. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen hat die örtliche Straßenverkehrsbehörde am 05.02.2010 eine aktuelle Verkehrszählung in den zwei Hauptverkehrszeiten durchgeführt. In der Zeit von 07.00 Uhr bis 08.00 Uhr wurden hierbei 79 Kraftfahrzeuge und 94 Fußgänger gezählt. Für den Zeitraum 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr ergab die Zählung 48 Kraftfahrzeuge und 34 Fußgänger. Die Unfalllage im Bereich der Fußgängerquerung ist unauffällig. So wurden dort in den letzten vier Jahren keine Unfälle mit Fußgänger- oder Radfahrerbeteiligung polizeilich registriert. Zusammenfassend kommt die Polizei zu dem Ergebnis, dass die derzeitige Ausgestaltung der Fußgängerquerung am U-Bahnhof Buchenkamp den rechtlichen Bestimmungen bzw. Richtlinien entspricht und der Verkehrssituation in ausreichendem Maße gerecht wird. Für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges liegen die erforderlichen Voraussetzungen derzeit nicht vor.

 

Anmerkung zum Radweg

Der von Ihnen erwähnte Radweg verläuft auf der Westseite im Buchenkamp und ist zum Gehweg baulich mit einer roten Pflasterung abgesetzt. Dieser rot gepflasterte Radweg beginnt am Tunnkoppelring (Nord) und endet deutlich erkennbar mit einer sauberen Kante auf dem kleinen Vorplatz des U-Bahnhofes Buchenkamp am dortigen Fahrradstand. Der Radweg ist entlang des Buchenkamps nicht benutzungspflichtig. In ganzer Länge des Buchenkamp ist der westliche Gehweg für Radfahrer freigegeben. Die Freigabe umfasst auch den Gehwegbereich am Bahnhof vorbei nach Ende der roten Pflasterung. Für Radfahrer ist daher das bauliche Ende des Radweges insofern nicht beachtlich, da sie auf dem Gehweg am Bahnhof vorbei weiterfahren dürfen.


 

Beschlussvorschlag

 


Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen