Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/4112  

 
 
Betreff: Bildungsberatung für Eltern mit Migrationshintergrund
Debattenantrag der FDP- und CDU-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
29.04.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 18/4112

              22.04.2010


 

Antrag

- öffentlich -


der Abgeordneten Brigitte Lafrenz, Helga Daniel, Klaus Abend und Dr. Klaus Fischer (FDP-Fraktion) und der Abgeordneten Claudia Folkers, Axel Kukuk, Franziska Hoppermann, Eckard Graage (CDU Fraktion)


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

29.04.2010

5.4

 


!Titel!


Bildungsberatung für Eltern mit Migrationshintergrund

Debattenantrag der FDP- und CDU-Fraktion


!Titel!


 


 


Sachverhalt:

 


Viele Migrantenselbsthilfeorganisationen (rund 500) sind heute aktiv in der Integrationsarbeit.

Zum Beispiel hat seit dem 1. Dezember 2008  die Türkische Gemeinde in Deutschland die Trägerschaft zur Durchführung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) übernommen. Das Projekt zielt darauf ab, Jugendliche mit Migrationshintergrund verstärkt als Zielgruppe anzusprechen, und neue Betreuungskonzepte zu erproben.

Spracherwerb und Sprachentwicklung sind wesentliche Schwerpunkte in der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund. Unterstützt durch die Behörden gibt es erfreulicherweise zahlreiche ehrenamtliche Angebote  von Institutionen,  wie: Güven-Vertrauen, Türkische Gemeinde Hamburg und BürgerStiftung Hamburg, FORUM – Young  Migrant Talents e.V.

Die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen bieten seit Dezember 2009 ein Projekt „ Dialog in Deutsch“ an. Hier arbeiten ebenfalls ehrenamtlich Kursleiter(innen) in Quartieren  mit hohem Zuwanderungsanteil. Ziel ist es, Sprachtrainingskurse als offene Gesprächskreise an zu bieten, um das Sprachniveau zu festigen.

Die Aktivierung und Unterstützung der Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder wird inzwischen von ESF Projekten begleitet. ( „ Eltern aktiv für die berufliche Zukunft ihrer Kinder“).

Unsere Integrationszentren bieten diesbezüglich die Vermittlung zu Sprachkursen an, vielsprachig gibt es Lernangebote für Eltern. Dennoch ist es bisher nicht ausreichend gelungen, die Eltern als Multiplikatoren zu gewinnen.

Hier sollte ein zusätzliches fremdsprachliches Angebot bereitgehalten werden, denn häufig ist die Sprachbarriere der Art groß, dass es Eltern nicht möglich ist, sich in der Vielfalt der schulischen und beruflichen Bildungslandschaft in Hamburg zu Recht zu finden. Letztendlich ist eine Chancenoptimierung für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund nur dann erfolgreich, wenn sich auch die Eltern unterstützend und wissend in die Berufsfindung mit einbringen können. Dies schließt einen Dialog mit den Gemeinden der verschiedenen Konfessionen mit ein.

Für unseren Bezirk Wandsbek bietet sich als Standort der Beratung das zukünftige Community Center Hohenhorst an. Hier finden wir eine ideale Begegnungsstätte für interkulturelle Elternarbeit.

Die Bezirksversammlung möge beschließen:


 

Beschlussvorschlag:

 


Die zuständige Fachbehörde wird gebeten, im Umfeld des Community Centers Hohenhorst Gespräche und Verhandlungen anzuregen, um zukünftig ein möglichst vielseitig fremdsprachliches Beratungsangebot für Eltern mit Migrationshintergrund anzubieten, welches den Eltern die Möglichkeit gibt, ihren Kindern bei der Vielfältigkeit der schulischen und beruflichen Weiterbildung behilflich zu sein.

Idealerweise bietet sich hier die Beratung in Zusammenarbeit mit dem Integrationszentrum Rahlstedt an. Vorstellbar wäre hier ein Beratungsangebot auch außerhalb des eigenen Standortes in der Grubesallee, vorzugsweise im Community-Center Hohenhorst.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen