Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/4126  

 
 
Betreff: Gutachten zur Tourismus- und Naherholungsförderung im Bezirk Wandsbek umsetzen
Debattenantrag der CDU- und FDP-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
29.04.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

Az.               Drucksachen-Nr. 18/4126

              23.04.2010


 

Antrag

- öffentlich -


der Mitglieder der Bezirksversammlung Eckard H. Graage, Philip Buse, Winfried Lange, Michael Bruhns (CDU), Dr. Klaus Fischer, Helga Daniel, Klaus-Dieter Abend (FDP) und Fraktionen


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

29.04.2010

5.1

 


!Titel!


Gutachten zur Tourismus- und Naherholungsförderung im Bezirk Wandsbek umsetzen

Debattenantrag der CDU- und FDP-Fraktion 


!Titel!


 


 


Sachverhalt:

 


In der Tourismusbranche sind in Hamburg z. Zt. mehr als 102.000 Menschen beschäftigt. Gerade in den letzten Jahren gewann dieser Wirtschaftszweig in Hamburg  eine hohe Bedeutung.

Durch die Konzentration auf die bekannten Zentren des Hamburger Städtetourismus konnte der Bezirk Wandsbek an diesem Wachstum an Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft sowie der damit auch verbundenen Angebotsverbesserung für Freizeitgestaltung und Naherholung der Hamburger Bürger nur in geringem Maße teilhaben. In den Taschenkarten zur „Hamburg Card- Ihr Entdecker-Ticket“ der Hamburg Tourismus GmbH ist der Bezirk Wandsbek gar „terra incognita“.

Am 24. September 2009 wurde dem Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus durch die Firma  CIMA Beratung + Management GmbH aus Lübeck das vom Bezirksamt Wandsbek in Auftrag gegebene „Gutachten zur Tourismus- und Naherholungsförderung im Bezirk Wandsbek“ präsentiert.

In diesem Gutachten wurde insbesondere festgestellt:

Trotz des vorhandenen breiten Angebots  für Naherholungsuchende und Touristen  kommunizieren die im Bezirk Wandsbek in dieser Branche tätigen Institutionen und Anbieter kaum miteinander. Ein organisiertes Netzwerk gibt es bisher nicht, daher fehlt es auch an der gegenseitigen Vernetzung der Angebote. Es gibt weder eine gemeinsame Werbelinie der Wandsbeker Anbieter, noch werden Angebotspakete erstellt und vermarktet, wie es im professionellen Tourismusmanagement heute üblich ist.

Im o. g. Gutachten werden mittelfristig zunächst folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

        Herbeiführung einer politischen Willensbekundung hinsichtlich professioneller Strukturen im Tourismus- und Naherholungsbereich

Schaffung von ersten touristischen Strukturen im Bezirk Wandsbek

Umsetzung der Handlungsfelder interne Kommunikation

Umsetzung der Handlungsfelder externe Kommunikation

 

Die Bezirksversammlung möge beschließen: 

 


 

Beschlussvorschlag:

 


Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, alle geeigneten Maßnahmen zu    ergreifen, um die Attraktivität des Bezirk Wandsbeks als Naherholungs- und Tourismusstandort zu verbessern. Die Bemühungen privater Anbieter und öffentlicher Institutionen mit dem Ziel, das lokale Wandsbeker Naherholungs- und Tourismusangebot besser zu vermarkten, sind aktiv zu begleiten.

Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, mit Hilfe des Tourismusbeauftragten des Bezirkes zunächst die Herstellung einer gemeinsamen Kommunikationsstruktur (z. B. zur Einrichtung einer gemeinsamen Internetplattform und zur Produktion von anbieterübergreifendem Informationsmaterial) einzuleiten. 

 Internetplattform und anbieterübergreifendes Informationsmaterial sollten weitgehend durch   Werbung finanziert werden. Die Herausgabe sollte durch private Anbieter und Vertreter der Öffentlichkeit begleitet werden.

Diese  Kommunikationsstrukturen  gemäß  Ziffer 2 sollen  so bald wie  möglich privat getragen werden.  Damit  soll  eine effiziente Nutzung bereits vorhandenen Informationsmaterials sowie auch ein sparsamer Umgang mit öffentlichen Mitteln sichergestellt werden. Darüber hinaus kann vorhandenes Wissen z.B. der Bürgervereine über Wander- und Fahrradtouren in Wandsbek eingebunden werden.

Der Tourismusbeauftragte des Bezirkes wird gebeten, die im Tourismus tätigen privaten Anbieter und öffentlichen Institutionen zur Bildung der im Gutachten vorgeschlagenen Arbeitskreise

- Natur und Landschaft,

- Kultur und Geschichte,

- Gastronomie,

- Shopping,

- Sport und Wellness

einzuladen.

 

Die Bezirksamtsleiterin wird gebeten, möglichen Partnern in Schleswig-Holstein (z. B. Aktivregion Alsterland, die Kreise Stormarn und Bad Segeberg) eine noch engere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Naherholung und Tourismusförderung  anzubieten.

Die bezirkliche Naherholungs- und Tourismusförderung sollte eng mit der Hamburg Tourismus GmbH kooperieren, um an die vorhandenen Strukturen des Regionalmarketings der Freien und Hansestadt Hamburg anknüpfen zu können. Werbliche Maßnahmen für das touristische Angebot in Wandsbek sollen dabei in die Informationsangebote der Hamburg Tourismus GmbH integriert werden. Eine Nutzung des Profils der Stadtteile ist zu prüfen. Eine eigenständige „Markenbildung“ für Wandsbek sollte aufgrund des voraussichtlich ungünstigen Kosten-/Nutzen-Verhältnisses vermieden werden.

 Der Tourismusbeauftragte wird gebeten, die in der Wandsbeker Naherholungs- und Tourismusbranche tätigen privaten Anbieter und öffentlichen Institutionen zu einer gemeinsamen Produktentwicklung anzuregen, um aus der Vielzahl der Einzelangebote deutlich erkennbare besucherorientierte Pakete zu bilden, die möglichst über die Hamburg Tourismus GmbH vermarktet werden können.

 Es ist zu prüfen und in dem zuständigen Ausschuss der Bezirksversammlung zu berichten, in wieweit die gemeinsamen Bemühungen von privaten Anbietern, öffentlichen Institutionen und dem Bezirksamt Wandsbek zu einer qualitativen Verbesserung des Naherholungs- und Tourismusangebots führen. Darüber hinaus sollte auch mit Kennzahlen, wie z. B. die Entwicklung von Arbeitsplätzen, Umsatz und Besucherzahlen der touristisch- und naherholungsrelevanten Angebote in Wandsbek, nach Möglichkeit eine quantitative Überprüfung der angestrebten Zielsetzung erfolgen.

Der Tourismusbeauftragte soll insgesamt einmal jährlich dem zuständigen Ausschuss über seine Aktivitäten bzw. die Aktivitäten der privaten und öffentlichen Anbieter in der Wandsbeker  Naherholungs- und Tourismusbranche  berichten.

 

 


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen