Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/4218  

 
 
Betreff: Zugangssituation vom U-Bahnhof Farmsen zum EKT Farmsen und dem dortigen medizinischen Zentrum: Behördenfehler ausbügeln - Barrierefreiheit herstellen!
Beschluss der Bezirksversammlung vom 25.03.2010 (Drs.Nr. 18/ 3871)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
27.05.2010 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Anlage/n

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

 

 

              Drucksachen-Nr. 18/4218

              20.05.2010


 

Mitteilung

des Bezirksamtes

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

27.05.2010

6.8

 


!Titel!


Zugangssituation vom U-Bahnhof Farmsen zum EKT Farmsen und dem dortigen medizinischen Zentrum: Behördenfehler ausbügeln – Barrierefreiheit herstellen!

Beschluss der Bezirksversammlung vom 25.03.2010 (Drs.Nr. 18/ 3871)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Das Bezirksamt hat 2 mögliche Varianten einer barrierefreien Verbindung geprüft:

 

Variante 1              Zugang zum U-Bahnhof entlang des Bahndammes (Plan sieh Anlage)

 

Variante 2:              Zugang zum U-Bahnhof über Kehre „An der Walddörferbahn“, entlang der

                            U-Bahn-Apotheke zur August-Krogmann-Straße

 

 

Variante 1               (Zugang entlang des Bahndammes)

 

Die Kosten zur Herstellung einer Barrierefreiheit sind von Fa. Greve - Dr. Knist mündlich Februar 2009 - mit 260.000,- € brutto angegeben worden; entspricht ca. 220.000,- € netto.

 

Seitens des Bezirksamtes sind diese Kosten zu modifizieren. U.a. ist davon auszugehen, dass bei Einhaltung der Vorgaben für Vergaben durch die öffentliche Hand - Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) –die Kosten sich erhöhen. Als realistischer Kostenansatz muss folgendes in Ansatz gebracht werden:

(Ca. Kosten)

 

Kostenangaben Fa. Greve                                                                      220.000,- €

Zuschlag siehe Vorbemerkung                                                          35.000,- €

Ingenieurkosten (Entwurfsbearbeitung, 10%)                              26.000,- €

Statische Berechnung, Prüfstatik                                                          10.000,- €

Sicherheitsauflagen Hochbahn                                                          10.000,- €

Unvorhersehbares (ca.5 % der Bausumme)                              15.000,- €

                                                                                                                316.000,- €

MWST                                                                                                                  60.040,- €

Rundung                                                                                                     3.960,- €

Herstellungskosten Variante 1                                                        380.000,- €

 

Für eine barrierefreie Rampe nach DIN 18024 wären im vorliegenden Fall alle 6,00 m Zwischenpodeste in Länge von 1,50 m erforderlich, die zu einer Verlängerung der heutigen Wegetrecke führen. Die Inanspruchnahme des Privatgrundstückes – heutiger Platz am Ende der Treppe – wäre zwingend erforderlich. Ob Fa. Greve die Zustimmung hierzu erteilen würde, ist ungewiss.

 

Ein Einschnitt in den Platz durch die Rampe würde diesen zerschneiden und wäre gestalterisch sehr unbefriedigend. Ferner würde eine Rampe in Ihrem Gesamtverlauf vom Bahnhof zum Platz zu einem sehr tiefen Geländeeinschnitt führen (Bereich der heutigen Treppe), der gestalterisch ebenfalls sehr unbefriedigend wäre (Schluchtcharakter).

 

Unwägbarkeiten im Hinblick auf den unmittelbar angrenzenden Bahndamm auf der einen, sowie alten Baumbestand auf der anderen Seite sind noch nicht einkalkuliert.

 

Nach überschlägiger Berechnung müssen Spundbohlen mit einer Länge von ca. 7,00 m eingebaut werden. Hierbei können Schäden am Bahndamm nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Weiterhin wird der in unmittelbarer Nähe vorhandene alte Baumbestand zerstört.

 

Das Bezirksamt hat die Finanzbehörde, die Hamburger Hochbahn und die BSU mit der Bitte um Prüfung einer Kostenbeteiligung angeschrieben. Von allen Beteiligten sind Kostenbeteiligungen ausgeschlossen worden.

 

 

 

Variante 2:               Zugang zum U-Bahnhof über Kehre „An der Walddörferbahn“, entlang                                                         der U-Bahn-Apotheke zur August-Krogmann-Straße

                            (siehe Lageplan: gelbe Linie)

 

Die hier mögliche Realisierung einer barrierefreien Verbindung verläuft über Privatgrund. Dabei muss eine vorhandene Rampe in unmittelbarer Nähe der Kehre „An der Walddörferbahn“ sowie eine Treppenanlage im Durchgangsbereich der U-Bahn-Apotheke umgebaut werden.

 

Die Kosten können nur grob geschätzt werden, da die genauen statischen Erfordernisse der seitlichen Rampeneinfassung hier nicht bekannt sind.

 

 

Kostenzusammenstellung Variante 2

 

Baukosten:                            Umbau vorh. Rampe:                                          28.000,- €

                                          Verlängerung Stützwand:                                          12.000,- €

                                          Umbau Treppe Apotheke:                                          35.000,- €

Ingenieurkosten (Entwurfsbearbeitung)                                                          7.500,- €

Unvorhersehbares (5 % der Bausumme)                                                          4.000,- €

MWST                                                                                                                              16.435,- €

                                                                                                                              86.500,- €

Rundung                                                                                                                       65,- €

Herstellungskosten Variante 2                                                                      103.000,- €

 

 

Bei der Umsetzung dieser Variante ist die Zustimmung der entsprechenden Anwohner erforderlich. Das Bezirksamt prüft zurzeit, ob die Eigentümer den Umbaumaßnahmen zustimmen würden.


 

Beschlussvorschlag

 


Der Ausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.


 


 

 

Anlage/n:

Drucksache 18/3871

Plan mit Varianten