Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 18/4665  

 
 
Betreff: Kooperation Schule und Verein in Wandsbek optimieren
Beschluss der Bezirksversammlung vom 01.07.2010 (Drs.-Nr.: 18/4490)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
02.09.2010 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   
Ausschuss für soziale Stadtentwicklung
13.09.2010 
Sitzung des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   

Sachverhalt

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 

              Drucksachen-Nr. 18/4665

              24.08.2010


 

Mitteilung

des vorsitzenden Mitglieds der Bezirksversammlung

- öffentlich -


 


 

Beratungsfolge

am

TOP

Bezirksversammlung

02.09.2010

13.13

Ausschuss für soziale Stadtentwicklung

13.09.2010

4.8

 


!Titel!


Kooperation Schule und Verein in Wandsbek optimieren

Beschluss der Bezirksversammlung vom 01.07.2010 (Drs.-Nr.: 18/4490)


!Titel!


 


 


 

Sachverhalt

 


Die zuständige Fachbehörde wurde gebeten, das Lehrpersonal an Wandsbeker Schulen, welches Kooperationsmaßnahmen begleitet, auf die Problematik der Verdrängung vorhandener örtlicher Angebote aufmerksam zu machen.

Des Weiteren wurde die zuständige Fachbehörde gebeten, geeignete Instrumente zur Vermeidung der Verdrängung vorhandener Sportangebote einzusetzen. Welcher Art diese Instrumente sind, obliegt der Kompetenz der Fachbehörde. Dabei sei dringend darauf zu achten, dass es nicht zur Auflösung bestehender Kooperationen kommt, sondern vielmehr Wege zur Optimierung der Kooperation Schule und Verein gesucht und gefunden werden.

Über die Umsetzung geplanter und eingeleiteter Maßnahmen soll dem Ausschuss für soziale zeitnah berichtet werden.

 

In der o. a. Angelegenheit nimmt die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) zum Antrag 18/4490 wie folgt Stellung:

 

Die zwischen BSB, Hamburger Sportbund (HSB) und Hamburger Sportjugend (HSJ) bestehende „Kooperation Schule und Verein“ fördert die Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen. Diese Partnerschaft dient vorrangig der Bewegungs- und der Talentförderung Hamburger Schülerinnen und Schüler. Sie stellt eine Ergänzung des Unterrichts im Fach Sport dar und sichert die Anschlussfähigkeit zwischen Schul- und Vereinssport.

 

Nach Auskunft des HSB hatten von den 132 Vereinen in Wandsbek (davon 28 Vereine mit über 1.000 Mitgliedern) 72 Vereine (davon 15 der Vereine mit über 1.000 Mitgliedern) von 2008 auf 2009 einen Mitgliederrückgang zu verzeichnen. 49 Vereine meldeten im benannten Zeitraum einen Zuwachs an Mitgliedern. Eine Aussage über die Korrelation zwischen Mitgliederzuwachs und Kooperationsmaßnahmen an Schulen ist nicht möglich, da diese Daten nicht erfasst werden.

 

Die Anzahl der geförderten Kooperationsmaßnahmen im Bezirk Wandsbek ist von 159 (Schuljahr 2008/09) auf 249 (Schuljahr 2009/2010) gestiegen. Obwohl 19 der 30 Wandsbeker Vereine, die mit Schulen kooperieren, mehr als 1.000 Mitglieder haben, zeigen folgende Beispiele, dass auch Kooperationen zwischen Schulen und kleineren Vereinen erfolgen:

-       „Voll in Bewegung e.V.“ (20 Mitglieder in 2009) kooperierte im Schuljahr 2009/10 mit der Schule Am Sooren, der Schule Rahlstedter Höhe und dem Gymnasium Rahlstedt;

-       „Schachklub Caissa Rahlstedt e.V.“ (66 Mitglieder in 2009) kooperierte im Schuljahr 2009/10 mit der Schule Am Sooren;

-       „Christlicher Verein junger Menschen zu Hamburg e.V.“ (76 Mitglieder – Sparte Volleyball – in 2009) kooperierte im Schuljahr 2009/10 mit der Schule Wielandstraße;

-       „Club Saltatio Hamburg e.V.“ (291 Mitglieder in 2009) kooperierte im Schuljahr 2009/10 mit der Schule Bekassinenau und der Schule Wildschwanbrook;

-       „Reitgemeinschaft am Raakmoor e.V.“ (307 Mitglieder in 2009) kooperierte im Schuljahr 2009/10 mit der Schule Grützmühlenweg.

 

Die BSB verfolgt das Ziel, durch unterschiedliche Kooperationsformen möglichst vielen Schülerinnen und Schülern den Weg in einen örtlichen Sportverein aufzuzeigen, ohne sie dabei auf die Mitgliedschaft in einem speziellen Verein festzulegen. Dies ist insbesondere Ziel des „Angebotsmodells“ (der Verein macht sportliche Angebote, ohne dass die Schülerinnen und Schüler Vereinsmitglied werden müssen).

 

Darüber hinaus ist es naheliegend, dass Schülerinnen und Schüler weiterhin in dem Verein verbleiben, der im Rahmen des „Vereinsmodells“ (Schülerinnen und Schüler werden Mitglied im Verein, um die vom Sportverein organisierten Angebote nutzen zu können; Mitgliedsbeitrag wird im ersten Halbjahr von der Schule übernommen) ihr sportliches Interesse geweckt hat.

 

Grundsätzlich werden Lehrkräfte der Hamburger Schulen über ihre Schulleitungen und darüber hinaus bei Beratungsbedarf bezüglich Kooperationsmöglichkeiten von der Stabsstelle Sport des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung dahingehend beraten, nach Möglichkeit mit ortsansässigen Vereinen zu kooperieren, um Schülerinnen und Schülern die Angebote von Vereinen im schulischen Umfeld nahe zu bringen. Die Problematik der Verdrängung vorhandener öffentlicher Angebote wird in diesem Kontext ebenfalls thematisiert.

 

Das zugrundeliegende Problem ist jedoch ein anderes: Schulen können nur dann mit (ortsansässigen und kleineren) Vereinen zusammenarbeiten, wenn diese in der Lage sind, attraktive Kooperationsmaßnahmen anzubieten und umzusetzen. Häufig können dies kleinere Vereine nicht in dem erforderlichen Umfang. Daher ist eine Aktivierung, Mobilisierung und ggf. Zusammenarbeit besonders der kleineren Vereine notwendig. Dies ist Aufgabe der Vereinsentwicklung und obliegt dem HSB.

 

Die Vereinsentwicklung mit dem Ziel, Vereine in die Lage zu versetzen, mit Schulen kooperieren zu können und eine möglichst flächendeckende und räumlich benachbarte Angebotsstruktur von Vereinen zu schaffen, ist ein geeignetes Instrument zur Vermeidung der Verdrängung vorhandener Sportangebote.

 

Die mit dem Antrag aufgeworfene Problematik wird die Behörde für Kultur, Sport und Medien an den HSB weitergeben und gemeinsam erörtern.


 

Beschlussvorschlag

 


Die Bezirksversammlung Wandsbek wird um Kenntnisnahme gebeten.


 


 

 

Anlage/n:

ohne Anlagen